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Di, 12:24 Uhr
18.01.2011

Gold bei internationaler Premiere

Eiskunstläufer der SG Finneck war bei Europäischen Winterspielen erfolgreich. Wo man welche Preise gewann, erfahren Sie hier...

„Die russischen Buchstaben“, so Philip Hermann auf die Frage, was in St. Petersburg am interessantesten war. Seine Augen beginnen zu leuchten und die Beispiele sprudeln nur so aus dem autistischen jungen Mann heraus. Es war die erste Auslandsreise, die der 16-jährige Bewohner aus dem Franziskushaus der Stiftung Finneck in Rastenberg Ende November vergangenen Jahres antrat. Sie führte ihn mit anderen Eiskunstläufern der Sportgemeinschaft Finneck in die russische Metropole zu den Europäischen Winterspielen von Special Olympics. Schon der Flug war für Philip ein Erlebnis, denn er war vorher noch nie mit dem Flugzeug unterwegs. „Beim Start hat es ganz schön im Bauch gekribbelt“, erzählt er.

In St. Petersburg lernte er Sportler aus vielen europäischen Ländern kennen und erlebte eine beeindruckende Eröffnungsveranstaltung im Zirkus der Stadt. Auch seine internationale sportliche Premiere war überaus erfolgreich. Der sportliche und musikalische junge Mann aus Gerbershausen setzte alle Elemente in der Pflicht, das Vorwärts- und Rückwärtssemmeln und den punktgenauen T-Stop, optimal um und gewann mit einer tollen Kür nach der Musik zum Film „Charlie Chaplin“ die Goldmedaille. „Er war konzentriert, setzte alle Elemente rhythmisch exakt um und wurde dafür belohnt“, lobt seine Trainerin Anke Salfelder.

„Figuren, wie den Storch oder die Schwünge, laufe ich am liebsten“, erzählt Philip. Seit fünf Jahren trainiert er jeden Montag und in den Ferien in Trainingslagern in der Eishalle in Erfurt mit seinen Übungsleiterinnen Astrid Hentrich und Anke Salfelder, beide SG Finneck-Mitglieder. Im Hauptberuf Sonderpädagogin, sind sie froh, dass ihr Arbeitgeber sie unterstützt.

Auch die anderen Starter aus der SG Finneck waren bei den Europäischen Winterspielen erfolgreich. Ebenfalls mit Gold dekoriert kehrten Patricia Bogner, das Unified-Paar André Thilo/Anke Salfelder und mit Bronze André Thilo nach Deutschland zurück. Annelie Gläßer erkämpfte einen sehr guten 4.Platz in einer starken russischen Konkurrenz.

„In St. Petersburg hat Philip verstanden, was Wettkampf bedeutet“, schätzt Anke Salfelder ein. Inzwischen bereitet er sich auf die Nationalen Winterspiele von Special Olympics Anfang März in Altenberg vor. Die Goldmedaille und die Souvenirs, die er aus St. Petersburg mitgebracht hat, spornen ihn an, weiter fleißig zu trainieren, denn sein großes Ziel ist die Teilnahme an den nächsten Weltspielen von Special Olympics im Jahr 2013.
Gold bei internationaler Premiere (Foto: Stiftung Finneck)
Gold bei internationaler Premiere (Foto: Stiftung Finneck)
Gold bei internationaler Premiere (Foto: Stiftung Finneck)
Autor: khh

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