Do, 14:48 Uhr
20.01.2011
Wohnen und Arbeiten im Kyffhäuserkreis
Eine neue Initiative sucht nach Lösungsmöglichkeiten, wie die nachteiligen Wirkungen des demografischen Wandels wenigstens teilweise zurück gedreht werden können...
Nur noch 82.056 Einwohner weist der Kyffhäuserkreis nach den aktuellen Angaben [bezogen auf den Stichtag 30.06.2010] des Thüringer Landesamtes für Statistik (TLS) auf. Waren es 1994, dem Jahr in dem der Kyffhäuserkreis durch Zusammenschluss der Landkreise Sondershausen und Artern entstand, noch 98.785 Einwohner, ist ihre Zahl seitdem kontinuierlich gesunken. Und ein Ende ist nicht absehbar. Nach der jüngst veröffentlichten 12. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung werden 2030 nur noch 53.494 Einwohner im Kyffhäuserkreis leben.
Zu wenige Kinder werden geboren, nicht einmal mehr 1,4 je Frau. Notwendig wären 2,1 Kinder je Frau, um die Bevölkerungszahl stabil zu halten. Zu schaffen machen aber Wanderungsverluste. Vor allem junge und gut ausgebildete Personen ziehen fort. So erklärt sich, dass das Durchschnittsalter der im Kyffhäuserkreis lebenden Personen immer weiter steigt.
Dieser demografische Wandel hat weitreichende Auswirkungen auf nahezu alle Lebensbereiche. Die sich daraus ergebende Problematik erreicht inzwischen eine Bedeutung, die das Problem der Arbeitslosigkeit im Kyffhäuserkreis schon fast in den Hintergrund treten lässt.
In den vergangenen Jahren ist es gelungen, durch eine Reihe von Aktivitäten, die auf regionaler Ebene abgestimmt wurden, die besondere Strukturschwäche des Kyffhäuserkreises in den Griff zu bekommen, sagte Landrat Peter Hengstermann (CDU) und verweist auf das Regionalmanagement, die Wachstumsinitiative Kyffhäuser, das Regionalbudget oder touristische Projekte wie den Ausbau der Radwege oder den GeoPark Kyffhäuser. ,,In der Arbeitslosenstatistik jedenfalls haben wir die rote Laterne an Regionen in Ostthüringen abgeben können", so Hengstermann weiter.
Nach einem ähnlichen Modell soll nun auch das Problem des demografischen Wandels angegangen werden. Immerhin hängen beide Problemkreise - Wirtschaftsstruktur und Demografie - unmittelbar miteinander zusammen. Denn einerseits führen Wanderdungsverluste zu einem Fachkräftemangel, der die Wirtschaftsstruktur gefährdet, und andererseits sind insbesondere Räume mit vielen gut bezahlten Arbeitsplätzen Zuzugs gebiete.
In der vergangenen Woche trafen sich Vertreter der Kyffhäusersparkasse, der regionalen Arbeitsagentur, der Wirtschaftsförderung des Kyffhäuserkreises, des Unternehmer- und Fachkräfteservices der LEG Thüringen, des Regionalmanagements, der Regionalen Aktionsgruppe Kyffhäuser und der Sonlux Sondershausen, um nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen. ,,Angedacht ist, die besondere Attraktivität des Kyffhäuserkreises herauszuarbeiten. und diese Qualitäten gezielt bei der Ansiedlung von Unternehmen sowie der Anwerbung von Fachkräften bewusst zu machen, so Hans-Joachim Warnecke, Vorstand der Kyffhäusersparkasse, auf dessen Einladung diese erste Gesprächsrunde der Initiative Wohnen und Arbeiten" im Kyffhäuserkreis zusammen kam.
Bedeutung erlangt in diesem Zusammenhang natürlich die Entwicklung der Industriegroßfläche Artern/Unstrut, deren zügige Entwicklung unlängst das Thüringer Wirtschaftsministerium zugesagt hat. Flankiert wird die Arbeit der Initiative durch eine Untersuchung, die die Deka Kommunal Consult derzeit durchführt und die sich mit den Dimensionen des demografischen Wandels auf regionaler Ebene beschäftigt, so Warnecke. Im kommenden Sommer sollen erste regional abgestimmte Handlungsempfehlungen vorliegen und dann Schritt für Schritt umgesetzt werden.
Autor: khhNur noch 82.056 Einwohner weist der Kyffhäuserkreis nach den aktuellen Angaben [bezogen auf den Stichtag 30.06.2010] des Thüringer Landesamtes für Statistik (TLS) auf. Waren es 1994, dem Jahr in dem der Kyffhäuserkreis durch Zusammenschluss der Landkreise Sondershausen und Artern entstand, noch 98.785 Einwohner, ist ihre Zahl seitdem kontinuierlich gesunken. Und ein Ende ist nicht absehbar. Nach der jüngst veröffentlichten 12. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung werden 2030 nur noch 53.494 Einwohner im Kyffhäuserkreis leben.
Zu wenige Kinder werden geboren, nicht einmal mehr 1,4 je Frau. Notwendig wären 2,1 Kinder je Frau, um die Bevölkerungszahl stabil zu halten. Zu schaffen machen aber Wanderungsverluste. Vor allem junge und gut ausgebildete Personen ziehen fort. So erklärt sich, dass das Durchschnittsalter der im Kyffhäuserkreis lebenden Personen immer weiter steigt.
Dieser demografische Wandel hat weitreichende Auswirkungen auf nahezu alle Lebensbereiche. Die sich daraus ergebende Problematik erreicht inzwischen eine Bedeutung, die das Problem der Arbeitslosigkeit im Kyffhäuserkreis schon fast in den Hintergrund treten lässt.
In den vergangenen Jahren ist es gelungen, durch eine Reihe von Aktivitäten, die auf regionaler Ebene abgestimmt wurden, die besondere Strukturschwäche des Kyffhäuserkreises in den Griff zu bekommen, sagte Landrat Peter Hengstermann (CDU) und verweist auf das Regionalmanagement, die Wachstumsinitiative Kyffhäuser, das Regionalbudget oder touristische Projekte wie den Ausbau der Radwege oder den GeoPark Kyffhäuser. ,,In der Arbeitslosenstatistik jedenfalls haben wir die rote Laterne an Regionen in Ostthüringen abgeben können", so Hengstermann weiter.
Nach einem ähnlichen Modell soll nun auch das Problem des demografischen Wandels angegangen werden. Immerhin hängen beide Problemkreise - Wirtschaftsstruktur und Demografie - unmittelbar miteinander zusammen. Denn einerseits führen Wanderdungsverluste zu einem Fachkräftemangel, der die Wirtschaftsstruktur gefährdet, und andererseits sind insbesondere Räume mit vielen gut bezahlten Arbeitsplätzen Zuzugs gebiete.
In der vergangenen Woche trafen sich Vertreter der Kyffhäusersparkasse, der regionalen Arbeitsagentur, der Wirtschaftsförderung des Kyffhäuserkreises, des Unternehmer- und Fachkräfteservices der LEG Thüringen, des Regionalmanagements, der Regionalen Aktionsgruppe Kyffhäuser und der Sonlux Sondershausen, um nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen. ,,Angedacht ist, die besondere Attraktivität des Kyffhäuserkreises herauszuarbeiten. und diese Qualitäten gezielt bei der Ansiedlung von Unternehmen sowie der Anwerbung von Fachkräften bewusst zu machen, so Hans-Joachim Warnecke, Vorstand der Kyffhäusersparkasse, auf dessen Einladung diese erste Gesprächsrunde der Initiative Wohnen und Arbeiten" im Kyffhäuserkreis zusammen kam.
Bedeutung erlangt in diesem Zusammenhang natürlich die Entwicklung der Industriegroßfläche Artern/Unstrut, deren zügige Entwicklung unlängst das Thüringer Wirtschaftsministerium zugesagt hat. Flankiert wird die Arbeit der Initiative durch eine Untersuchung, die die Deka Kommunal Consult derzeit durchführt und die sich mit den Dimensionen des demografischen Wandels auf regionaler Ebene beschäftigt, so Warnecke. Im kommenden Sommer sollen erste regional abgestimmte Handlungsempfehlungen vorliegen und dann Schritt für Schritt umgesetzt werden.