Do, 07:03 Uhr
27.01.2011
Leider nicht vertreten
Der Kyffhäuserkreis scheint leider keine Hochburg für Radtouristen zu sein, schaut man mal in die einschlägigen Lektüren. Wie man bei kn zu dieser Erkenntnis kam, erfahren Sie hier...
Um den Umsatz darzustellen, den Radtouristen Deutschlandweit realisieren, muss man schon eine Zahl nehmen, die 10 Stellen (ohne Komma) enthält. Einen Teil davon resultiert auch aus dem Umsatz, den die Radtouristen bei Übernachtungen und Gaststättenbesuchen erzielen. Am 15.12.2010 hatten sich ja auch Touristiker im Regionalmuseum Bad Frankenhausen gefunden, die über Radtourismus in der Region diskutieren.
Bertram Giebeler, Vorstandsmitglied des Allgemeinen deutschen Fahrradclubs (ADFC), stellte am Beispiel anderer ländlicher Regionen dar, welches Potential die Radfahrer für den ländlichen Tourismus darstellen. Um als Radfahrer-Region mit anderen konkurrieren zu können, sei ein Zusammenspiel von gut ausgebauten Radwegen und radfreundlichen Zusatzangeboten gefragt.
Und da kommt der erste Knackpunkt in der Geschichte. Wenn in der Region schon kaum noch Bahnhöfe vorhanden sind, um sich wenigsten einigermaßen der Region nähern zu können, da sollten wenigsten genügend fahrradfreundliche Gastbetriebe vorhanden sein, damit man wenigsten in Etappen fahren und übernachten kann. Nur noch wenige Radtouristen nehmen ein Zelt mit auf die Tour. Sind wir in der Region fahrradfreundlich?
Bett & Bike (Foto: ADFC)
Zumindest scheinen wir das nicht zeigen zu wollen, denn auf oben genannter Veranstaltung lag auch diese über 500 Seiten starke Broschüre des ADFC aus, in der über 5.000 fahrradfreundliche Gastbetriebe aufgenommen sind. Natürlich hat kn auch mal mehrere Blick reingeworfen. Von den über 5.000 Angeboten stammten nur 110 aus Thüringen und 0 (sprich Null) aus dem Kyffhäuserkreis.
Bei uns gibt es kaum Radfahrer? Der Einsatz von Besucher-Zählgeräten ermöglichte eine Abschätzung des Radfahreraufkommens. Projektleiterin Julia Hornickel stellte am 15.12.2010 die Ergebnisse vor: "Der Kyffhäuser-Radweg wurde in der Saison 2010 - von April bis Oktober - von 15.000 Radlern genutzt. Am Unstrut-Radweg, bei Sachsenburg, wurden 40.000 Radfahrer registriert".
Upps, da radelt man offensichtlich doch in der Region. Damit stellen sich natürlich die zwei Fragen:
Wird von den Gastbetrieben im Kyffhäuserkreis der Radtourismus unterschätzt und man hält es für rausgeworfenen Geld sich in solche stark verbreiteten Katalog einzutragen? Von der Druckversion gibt es auch noch eine Online-Ausgabe! Hoffentlich verrechnet man sich da nicht. Wer seine Radtouren plant, schaut sich auch nach Übernachtungsmöglichkeiten um. Wenn die nicht gegeben sind, wählt er eine andere Tour.
Oder es stellt sich auch die zweite Frage, in der Form, sind unsere Gastbetriebe überhaupt auf Radfahrer eingestellt? Auch wenn die Kosten für die Aufnahme nicht hoch sind, wie Steffen Gröbel, Vorsitzender des ADFC Kyffhäuserkreis in einem Gespräch mit kn bestätigte, so ohne weiteres kommt man nicht in den Katalog rein. Denn nach der Antragstellung durch den Gastbetrieb erfolgt erst eine Überprüfung durch den ADFC, ob die Mindestkriterien erfüllt sind.
Egal ob Punkt eins oder zwei zutrifft, an der Situation sollte sich etwas ändern. Der Unstrutradweg wurde erst jüngst mit viel Aufwand neu ausgeschildert. Und wer an einem Unstrat-Werra-Radweg bastelt, sollte auch an das Umfeld denken. Und wie machen es da manch andere Landkreise? Dort organisieren die Tourismusverantwortlichen der Landkreise Workshops mit Gastbetrieben mit dem Ziel, wie können wir fahrradfreundlicher Gastbetrieb werden. Wenn es so etwas im Kyffhäuserkreis noch nicht gibt, sollte man es sich langsam auf die Fahnen schreiben.
Und steter Tropfen höhlt den Stein. Wenn kn beim Thema radfreundliche Zusatzangebote ist: An vielen Sehenswürdigkeiten fehlen immer nach Fahrradständer, die man auch wirklich als solche bezeichnen kann. Sicher auch ein Thema, womit sich der ADFC im Kyffhäuserkreis befassen muss. Sonst sind wir bald so weit, dass man neben Zelt auch noch seinen Fahrradständer mitbringen muss.
Autor: khhUm den Umsatz darzustellen, den Radtouristen Deutschlandweit realisieren, muss man schon eine Zahl nehmen, die 10 Stellen (ohne Komma) enthält. Einen Teil davon resultiert auch aus dem Umsatz, den die Radtouristen bei Übernachtungen und Gaststättenbesuchen erzielen. Am 15.12.2010 hatten sich ja auch Touristiker im Regionalmuseum Bad Frankenhausen gefunden, die über Radtourismus in der Region diskutieren.
Bertram Giebeler, Vorstandsmitglied des Allgemeinen deutschen Fahrradclubs (ADFC), stellte am Beispiel anderer ländlicher Regionen dar, welches Potential die Radfahrer für den ländlichen Tourismus darstellen. Um als Radfahrer-Region mit anderen konkurrieren zu können, sei ein Zusammenspiel von gut ausgebauten Radwegen und radfreundlichen Zusatzangeboten gefragt.
Und da kommt der erste Knackpunkt in der Geschichte. Wenn in der Region schon kaum noch Bahnhöfe vorhanden sind, um sich wenigsten einigermaßen der Region nähern zu können, da sollten wenigsten genügend fahrradfreundliche Gastbetriebe vorhanden sein, damit man wenigsten in Etappen fahren und übernachten kann. Nur noch wenige Radtouristen nehmen ein Zelt mit auf die Tour. Sind wir in der Region fahrradfreundlich?
Bett & Bike (Foto: ADFC)
Zumindest scheinen wir das nicht zeigen zu wollen, denn auf oben genannter Veranstaltung lag auch diese über 500 Seiten starke Broschüre des ADFC aus, in der über 5.000 fahrradfreundliche Gastbetriebe aufgenommen sind. Natürlich hat kn auch mal mehrere Blick reingeworfen. Von den über 5.000 Angeboten stammten nur 110 aus Thüringen und 0 (sprich Null) aus dem Kyffhäuserkreis.Bei uns gibt es kaum Radfahrer? Der Einsatz von Besucher-Zählgeräten ermöglichte eine Abschätzung des Radfahreraufkommens. Projektleiterin Julia Hornickel stellte am 15.12.2010 die Ergebnisse vor: "Der Kyffhäuser-Radweg wurde in der Saison 2010 - von April bis Oktober - von 15.000 Radlern genutzt. Am Unstrut-Radweg, bei Sachsenburg, wurden 40.000 Radfahrer registriert".
Upps, da radelt man offensichtlich doch in der Region. Damit stellen sich natürlich die zwei Fragen:
Wird von den Gastbetrieben im Kyffhäuserkreis der Radtourismus unterschätzt und man hält es für rausgeworfenen Geld sich in solche stark verbreiteten Katalog einzutragen? Von der Druckversion gibt es auch noch eine Online-Ausgabe! Hoffentlich verrechnet man sich da nicht. Wer seine Radtouren plant, schaut sich auch nach Übernachtungsmöglichkeiten um. Wenn die nicht gegeben sind, wählt er eine andere Tour.
Oder es stellt sich auch die zweite Frage, in der Form, sind unsere Gastbetriebe überhaupt auf Radfahrer eingestellt? Auch wenn die Kosten für die Aufnahme nicht hoch sind, wie Steffen Gröbel, Vorsitzender des ADFC Kyffhäuserkreis in einem Gespräch mit kn bestätigte, so ohne weiteres kommt man nicht in den Katalog rein. Denn nach der Antragstellung durch den Gastbetrieb erfolgt erst eine Überprüfung durch den ADFC, ob die Mindestkriterien erfüllt sind.
Egal ob Punkt eins oder zwei zutrifft, an der Situation sollte sich etwas ändern. Der Unstrutradweg wurde erst jüngst mit viel Aufwand neu ausgeschildert. Und wer an einem Unstrat-Werra-Radweg bastelt, sollte auch an das Umfeld denken. Und wie machen es da manch andere Landkreise? Dort organisieren die Tourismusverantwortlichen der Landkreise Workshops mit Gastbetrieben mit dem Ziel, wie können wir fahrradfreundlicher Gastbetrieb werden. Wenn es so etwas im Kyffhäuserkreis noch nicht gibt, sollte man es sich langsam auf die Fahnen schreiben.
Und steter Tropfen höhlt den Stein. Wenn kn beim Thema radfreundliche Zusatzangebote ist: An vielen Sehenswürdigkeiten fehlen immer nach Fahrradständer, die man auch wirklich als solche bezeichnen kann. Sicher auch ein Thema, womit sich der ADFC im Kyffhäuserkreis befassen muss. Sonst sind wir bald so weit, dass man neben Zelt auch noch seinen Fahrradständer mitbringen muss.