Do, 11:11 Uhr
27.01.2011
Wenigstens Tafel bleibt
In einigen Orten des Kyffhäuserkreises wird es Veränderungen für Hilfsbedürftige geben, die aus den Sparmaßnahmen der Bundesregierung resultieren. Wer dabei betroffen ist, und wie der zeitlich Rahmen aussieht, erfahren Sie hier...
Es gibt auch im Kyffhäuserkreis zahlreiche Bürger, die finanziell nicht gerade auf Rosengebettet ist. Wer längere Zeit vielleicht auf Hartz IV angewiesen war und noch ist, dem fällt es schwer bestimmte Anschaffungen zu tätigen. Da geht ein Möbelstück kaputt und vor allem gilt es ja auch mal bei der Kleidung etwas neues anzuschaffen. Mit völlig abgetragen Sachen zum Vorstellungsgespräch kommen ist meist nicht gerade hilfreich.
Unterstützung konnten da bisher die Kleider- und Möbelkammern der Gemeinnützige Förderungsgesellschaft Arbeit und Umwelt mbH (FAU) geben. Durch die Sparpolitik der Bundesregierung können aber leider viele bisher noch laufende Maßnahmen aus Geldmangel nicht mehr weitergeführt werden.
So bestätigte der Geschäftsführer der FAU, Lothar Hildesheim, auf Anfrage, dass die Kleider- und Möbelkammer Bad Frankenhausen zu 31. Januar geschlossen werden, weil die entsprechenden Maßnahmen auslaufen. Nicht betroffen ist die Tafel Bad Frankenhausen, die in anderer Form organisiert ist.
Ebenfalls schließen werden die Kleider- und Möbelkammern in Ebeleben und Greußen. Hier laufen die bisher geförderten Maßnahmen zum 28. Februar aus. Um Kosten zu sparen werden auch die Räumlichkeiten leergemacht, damit dort nicht Heiz- und Mietkosten anfallen. Einzig das Gebäude in Ebeleben wird bleiben, um die ganzen Sachen und Möbel der bisherigen Standort aufzunehmen. Ich kann das doch nicht einfach wegwerfen, so Hildesheim gegenüber kn.
Ein Weiterbetrieb der Kleider- und Möbelkammern mit festangestellten Mitarbeitern ist nicht möglich. Hier gibt es Probleme mit den Gesetzlichkeiten und dem Finanzamt, denn dann dreht sich vieles um die Frage, was passiert zum Beispiel mit den Gewinnen die doch mal anfallen könnten. Es ist ein sehr schmaler Grat auf dem man da wandeln würde und im Endeffekt könnte die Gemeinnützigkeit der gesamten FAU auf die Spiel stehen, so Hildesheim im Gespräch.
Einen Lichtblick gibt es aber noch. Die Tafeln in Greußen und Bad Frankenhausen bleiben bestehen, so dass wenigsten die Versorgung mit Grundnahrungsmitteln nicht abreißt. Während die Tafel in Bad Frankenhausen schon immer auf ehrenamtlicher Basis getrennt von der FAU agierte, wurde jetzt auch eine Lösung für Greußen gefunden. Gestern wurde Einigung erzielt, dass die Tafel Greußen mit ehrenamtlichen Kräften weiterbetrieben werden kann.
Dass durch diese Sparmaßnahmen für den zweiten Arbeitsmarkt vieles den Bach runtergeht, ist mehr als schade. Es ist ja nicht nur das jetzt bedürftige Bürger noch mehr Probleme bekommen. Durch die Arbeit in den Kleider- und Möbelkammern hatte man gesichert, dass viele Betroffen wieder lernten Leistung zu erbringen und einer geregelten Tätigkeit nachzukommen. Hier war zu beobachten, so Hildesheim im Gespräch mit kn, dass das Selbstwertgefühl der Betroffenen doch deutlich stieg, da man anderen Bedürftigen helfen konnte.
Autor: khhEs gibt auch im Kyffhäuserkreis zahlreiche Bürger, die finanziell nicht gerade auf Rosengebettet ist. Wer längere Zeit vielleicht auf Hartz IV angewiesen war und noch ist, dem fällt es schwer bestimmte Anschaffungen zu tätigen. Da geht ein Möbelstück kaputt und vor allem gilt es ja auch mal bei der Kleidung etwas neues anzuschaffen. Mit völlig abgetragen Sachen zum Vorstellungsgespräch kommen ist meist nicht gerade hilfreich.
Unterstützung konnten da bisher die Kleider- und Möbelkammern der Gemeinnützige Förderungsgesellschaft Arbeit und Umwelt mbH (FAU) geben. Durch die Sparpolitik der Bundesregierung können aber leider viele bisher noch laufende Maßnahmen aus Geldmangel nicht mehr weitergeführt werden.
So bestätigte der Geschäftsführer der FAU, Lothar Hildesheim, auf Anfrage, dass die Kleider- und Möbelkammer Bad Frankenhausen zu 31. Januar geschlossen werden, weil die entsprechenden Maßnahmen auslaufen. Nicht betroffen ist die Tafel Bad Frankenhausen, die in anderer Form organisiert ist.
Ebenfalls schließen werden die Kleider- und Möbelkammern in Ebeleben und Greußen. Hier laufen die bisher geförderten Maßnahmen zum 28. Februar aus. Um Kosten zu sparen werden auch die Räumlichkeiten leergemacht, damit dort nicht Heiz- und Mietkosten anfallen. Einzig das Gebäude in Ebeleben wird bleiben, um die ganzen Sachen und Möbel der bisherigen Standort aufzunehmen. Ich kann das doch nicht einfach wegwerfen, so Hildesheim gegenüber kn.
Ein Weiterbetrieb der Kleider- und Möbelkammern mit festangestellten Mitarbeitern ist nicht möglich. Hier gibt es Probleme mit den Gesetzlichkeiten und dem Finanzamt, denn dann dreht sich vieles um die Frage, was passiert zum Beispiel mit den Gewinnen die doch mal anfallen könnten. Es ist ein sehr schmaler Grat auf dem man da wandeln würde und im Endeffekt könnte die Gemeinnützigkeit der gesamten FAU auf die Spiel stehen, so Hildesheim im Gespräch.
Einen Lichtblick gibt es aber noch. Die Tafeln in Greußen und Bad Frankenhausen bleiben bestehen, so dass wenigsten die Versorgung mit Grundnahrungsmitteln nicht abreißt. Während die Tafel in Bad Frankenhausen schon immer auf ehrenamtlicher Basis getrennt von der FAU agierte, wurde jetzt auch eine Lösung für Greußen gefunden. Gestern wurde Einigung erzielt, dass die Tafel Greußen mit ehrenamtlichen Kräften weiterbetrieben werden kann.
Dass durch diese Sparmaßnahmen für den zweiten Arbeitsmarkt vieles den Bach runtergeht, ist mehr als schade. Es ist ja nicht nur das jetzt bedürftige Bürger noch mehr Probleme bekommen. Durch die Arbeit in den Kleider- und Möbelkammern hatte man gesichert, dass viele Betroffen wieder lernten Leistung zu erbringen und einer geregelten Tätigkeit nachzukommen. Hier war zu beobachten, so Hildesheim im Gespräch mit kn, dass das Selbstwertgefühl der Betroffenen doch deutlich stieg, da man anderen Bedürftigen helfen konnte.