eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Di, 10:13 Uhr
01.02.2011

Rapider Anstieg

Für den Landkreis Nordhausen und den Kyffhäuserkreis hätte der arbeitsmarktpolitische Auftakt in diesem Jahr deutlich besser ausfallen können. So jedoch musste in beiden Landkreisen eine deutlich Zunahme der Arbeitslosigkeit hingenommen werden...

Arbeitslosenzahlen Januar 2011 (Foto: wirsinds) Arbeitslosenzahlen Januar 2011 (Foto: wirsinds)

„Wir haben mehr Arbeitslose als zum Jahresende“, stellt Karsten Froböse zur aktuellen Entwicklung fest. „Zwei Gründe waren wichtig, der Winter und der Rückgang von Förderungen.“ Der strenge Winter ließ die Arbeitslosigkeit zu Jahresbeginn merklich ansteigen. Ende Januar waren 17.929 Menschen in Nordthüringen arbeitslos, 3.666 mehr als im Dezember, aber 1.908 (-9,8%) weniger als im Januar 2010. Der Monat Januar wies trotz des Anstiegs den niedrigsten Stand seit 20 Jahren aus.

Rund 4.600 Personen wurden im Januar durch die Arbeitsförderung unterstützt, 1.600 weniger als 2010. Im Monat zuvor erhielten mehr als 6.000 Männer und Frauen Unterstützung bei Selbständigkeit und beruflichen Eingliederungsmaßnahmen, durch Vermittlungen in den zweiten Arbeitsmarkt und im Rahmen beruflicher Weiterbildung, 664 weniger als vor zwölf Monaten. „Es gibt weniger Förderungen, aber die Arbeitskräftenachfrage ist höher als letztes Jahr. Deshalb konnten im Januar mehr Menschen in Arbeit vermittelt werden, als im Vorjahr“, so der Agenturchef.

Im Januar konnten 800 Jobsuchende wieder in eine Beschäftigung des ersten Arbeitsmarktes vermittelt werden, 80 (11,1%) mehr als vor vier Wochen und 4,2 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. In Arbeitsgelegenheiten mündeten 165 Arbeitslose ein, über 40 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Über 6.300 Personen meldeten sich zu Jahresbeginn bei der Nordhäuser Arbeitsagentur und den Jobcentern arbeitslos, rund 73 Prozent mehr als im Dezember. Rund 3.000 Männer und Frauen waren in Folge der Beendigung ihres Beschäftigungsverhältnisses auf dem ersten Arbeitsmarkt gekommen, 1.354 (79,5%) mehr als im Dezember und über fünf Prozent weniger als letztes Jahr. Aus Arbeitsgelegenheiten meldeten sich 1.246 Personen, 888 (248 %) mehr als vor einem Monat und 411 (49,2%) mehr als 2010.

Der Anstieg der Arbeitslosigkeit zum Vormonat betraf alle Personengruppen. Mit einem Plus um rund 35 Prozent waren allerdings die Männer am stärksten betroffen. Hier registrierte die Arbeitsagentur zusammen mit den Grundsicherungsträgern 10.033 Arbeitslose. Zugenommen haben im Januar aber auch die Meldungen der arbeitslosen Jugendlichen unter 25 Jahren. Ende des Monats waren 1.453 Jugendliche, 225 mehr als im Dezember auf Jobsuche. Gegenüber dem Vorjahr ging die Zahl um 423 Jugendliche zurück.

Die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, stieg im Januar verglichen zum Vormonat um 2,5 Prozentpunkte auf 12,3 Prozent an. Im Jahr zuvor lag sie bei 13,6 Prozent. Am deutlichsten wurde der Anstieg im Landkreis Nordhausen. Die Quote erhöhte sich hier um 2,9 Prozentpunkte auf 12,3 Prozent.

Fast 400 ungeförderte Stellen meldeten die Unternehmen und Verwaltungen im ersten Monat des neuen Jahres, über 40 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Knapp dreißig Prozent der Stellen kam von Personaldienstleistern. Fast zwanzig Prozent der Stellen waren aus dem verarbeitenden Gewerbe, gefolgt vom Baugewerbe (9,5%), von den Gesundheitsbereichen (8,1%) und vom Handel (7,3%).

Landkreis Nordhausen

Die Arbeitslosigkeit ist von Dezember auf Januar um 1.313 auf 5.772 Personen gestiegen. Das waren 665 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Januar 12,7%; vor einem Jahr belief sie sich auf 13,9%. Dabei meldeten sich 2.033 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 164 mehr als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 723 Personen ihre Arbeitslosigkeit (-280). Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Januar um 14 Stellen auf 193 gesunken; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 8 Arbeitsstellen weniger. Arbeitgeber meldeten im Januar 136 neue Arbeitsstellen, 23 mehr als vor einem Jahr.

Kyffhäuserkreis

Die Arbeitslosigkeit ist von Dezember auf Januar um 1.173 auf 6.598 Personen gestiegen. Das waren 818 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Januar 15,5%; vor einem Jahr belief sie sich auf 17,2%. Dabei meldeten sich 2.251 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 78 weniger als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 1.081 Personen ihre Arbeitslosigkeit (-70). Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Januar um 2 Stellen auf 228 gestiegen; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 83 Arbeitsstellen mehr. Arbeitgeber meldeten im Januar 103 neue Arbeitsstellen, 34 mehr als vor einem Jahr.
Autor: nnz

Anzeige symplr (6)
Kommentare
Retupmoc
01.02.2011, 12:52 Uhr
Ja, das ist das Problem...
Liebes Jobcenter! Wenn man Menschen die in snnvollen oder sinnfreien Bewerbertrainings oder Bürgerarbeit im Herbst aus der Statistik nimmt und dann leider wieder hereinnehmen muss. Nicht alles ist mit dem bösen Winter zu erklären. Das meiste jedoch mit der unsäglichen Trickerserei bei den Zahlen.
TeeEff
01.02.2011, 13:13 Uhr
Deutschland weit um 331.000 gestiegen
Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Januar um 331.000 auf 3.347.000 gestiegen. Muss am Aufschwung liegen! Den der Winter war auch letzten Monat schon da, als die Regierung sich noch feiern ließ. Lügenbarone! aber das sieht man ja an den von und zu Namen einiger Beteiligter schon deutlich.
H.Buntfuß
01.02.2011, 16:51 Uhr
Schuldig
Schuld an den höheren Arbeitslosigkeit ist alles, dass Wetter, die Arbeitslosen usw.
Nur unsere Regierenden sind völlig unschuldig, wie könnte man auch auf den Gedanken kommen, dass die Politik an den ganzen eine große Schuld mitträgt.
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)