Di, 13:08 Uhr
01.02.2011
Vorsicht mit der Quote
Der neue Vorstoß der Bundesregierung zur Einführung einer Frauenquote wird durch die Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt zurückhaltend bewertet. Dies betrifft sowohl die von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen geforderte starre Regelung von 30 Prozent als auch die von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder vorgeschlagene flexible Quote.
Eine stärkere Präsenz von Frauen in Führungspositionen liegt nicht zuletzt vor dem Hintergrund des wachsenden Fachkräftebedarfs auch im Interesse der Unternehmen selbst, betont IHK-Präsident Dieter Bauhaus. Gut ausgebildete Frauen sollten ihre Qualifikationen auch einbringen können. Daher sei es legitim, sich mit diesem Thema zu befassen und Vorschläge zu unterbreiten.
Ich bezweifle jedoch, ob der Weg über eine Quote praktikabel ist, so Bauhaus. Deshalb sei es richtig, dass Bundesfamilienministerin Schröder ihn ablehnt. Allerdings schränke auch ihr eigener Vorschlag einer flexiblen Quote mittels einer Veröffentlichungspflicht die Betriebe in ihrer Handlungsfreiheit ein. Unternehmen müssten wie bisher ihre Führungspositionen unabhängig vom Geschlecht mit der am besten geeigneten Person besetzen können.
Mit Druck ist das Problem nicht zu lösen. Vielmehr kann die Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen durch eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie erreicht werden, erklärt Bauhaus. Nur wenn es für die Gesellschaft selbstverständlich sei, dass beide Elternteile gleichermaßen in Beruf und Familie aktiv sind, würden die Frauen den Freiraum erhalten, ihre berufliche Entwicklung entsprechend zu gestalten.
Allerdings müsse es in Deutschland dafür einen Umbruch in der Unternehmenskultur geben. Frauen wollen arbeiten und auch führen, aber nicht um den Preis, den Männer oftmals dafür zahlen, so der IHK-Präsident. Von daher sollte Frauenförderung bei der Änderung der männlich orientierten Arbeitswelt ansetzen und nicht mit einer gesetzlich verordneten Quote.
Autor: nnzEine stärkere Präsenz von Frauen in Führungspositionen liegt nicht zuletzt vor dem Hintergrund des wachsenden Fachkräftebedarfs auch im Interesse der Unternehmen selbst, betont IHK-Präsident Dieter Bauhaus. Gut ausgebildete Frauen sollten ihre Qualifikationen auch einbringen können. Daher sei es legitim, sich mit diesem Thema zu befassen und Vorschläge zu unterbreiten.
Ich bezweifle jedoch, ob der Weg über eine Quote praktikabel ist, so Bauhaus. Deshalb sei es richtig, dass Bundesfamilienministerin Schröder ihn ablehnt. Allerdings schränke auch ihr eigener Vorschlag einer flexiblen Quote mittels einer Veröffentlichungspflicht die Betriebe in ihrer Handlungsfreiheit ein. Unternehmen müssten wie bisher ihre Führungspositionen unabhängig vom Geschlecht mit der am besten geeigneten Person besetzen können.
Mit Druck ist das Problem nicht zu lösen. Vielmehr kann die Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen durch eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie erreicht werden, erklärt Bauhaus. Nur wenn es für die Gesellschaft selbstverständlich sei, dass beide Elternteile gleichermaßen in Beruf und Familie aktiv sind, würden die Frauen den Freiraum erhalten, ihre berufliche Entwicklung entsprechend zu gestalten.
Allerdings müsse es in Deutschland dafür einen Umbruch in der Unternehmenskultur geben. Frauen wollen arbeiten und auch führen, aber nicht um den Preis, den Männer oftmals dafür zahlen, so der IHK-Präsident. Von daher sollte Frauenförderung bei der Änderung der männlich orientierten Arbeitswelt ansetzen und nicht mit einer gesetzlich verordneten Quote.