Di, 14:26 Uhr
01.02.2011
DGB: Zerbrechliche Erfolge
Vor dem Hintergrund der aktuellen Arbeitsmarktzahlen für Januar hat der DGB Hessen-Thüringen auf die Fragilität der Lage in Thüringen hingewiesen.
Der Bezirksvorsitzende Stefan Körzell sagte: Thüringen steht gut da, und das auch angesichts der saisonüblichen Zunahme der Arbeitslosigkeit. Mit einer Arbeitslosenquote von 10,5 Prozent kann sich das Land durchaus sehen lassen. Aber der Erfolg in Thüringen beruht überwiegend auf Leiharbeit. Und das birgt aus Sicht des DGB viele Gefahren.
Leiharbeit sei ein Instrument, um Auftragsspitzen zu bewältigen, so Körzell weiter. Sie werde von den Arbeitgebern aber immer mehr als Regelbeschäftigungsinstrument missbraucht. Jetzt, da es wirtschaftlich wieder bergauf gehe, müsse Leiharbeit nunmehr in reguläre Beschäftigung umgewandelt werden. Damit gebe man den Menschen eine Perspektive und ermutige sie, in Thüringen zu bleiben, statt möglicherweise abzuwandern.
Außerdem sei es wichtig, dass die Beschäftigten mit Leiharbeitsverträgen den gleichen Lohn für die Arbeit erhielten wie die Kernbelegschaften. Equal Pay ist die zentrale Forderung der Gewerkschaften bei den laufenden Verhandlungen zur Hartz-IV-Reform in Berlin, so Körzell. Auf Dauer dürfe es keine unterschiedliche Bezahlung für die gleiche Arbeit geben. Das schafft nicht nur sozialen Unfrieden, sondern verstößt auch gegen die Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft, die in Deutschland immer noch Gültigkeit haben.
Autor: nnzDer Bezirksvorsitzende Stefan Körzell sagte: Thüringen steht gut da, und das auch angesichts der saisonüblichen Zunahme der Arbeitslosigkeit. Mit einer Arbeitslosenquote von 10,5 Prozent kann sich das Land durchaus sehen lassen. Aber der Erfolg in Thüringen beruht überwiegend auf Leiharbeit. Und das birgt aus Sicht des DGB viele Gefahren.
Leiharbeit sei ein Instrument, um Auftragsspitzen zu bewältigen, so Körzell weiter. Sie werde von den Arbeitgebern aber immer mehr als Regelbeschäftigungsinstrument missbraucht. Jetzt, da es wirtschaftlich wieder bergauf gehe, müsse Leiharbeit nunmehr in reguläre Beschäftigung umgewandelt werden. Damit gebe man den Menschen eine Perspektive und ermutige sie, in Thüringen zu bleiben, statt möglicherweise abzuwandern.
Außerdem sei es wichtig, dass die Beschäftigten mit Leiharbeitsverträgen den gleichen Lohn für die Arbeit erhielten wie die Kernbelegschaften. Equal Pay ist die zentrale Forderung der Gewerkschaften bei den laufenden Verhandlungen zur Hartz-IV-Reform in Berlin, so Körzell. Auf Dauer dürfe es keine unterschiedliche Bezahlung für die gleiche Arbeit geben. Das schafft nicht nur sozialen Unfrieden, sondern verstößt auch gegen die Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft, die in Deutschland immer noch Gültigkeit haben.
