Do, 08:40 Uhr
03.02.2011
Arbeitslosigkeit macht krank
Starthilfe Sondershausen e.V. und PARITÄTISCHER Thüringen starten ein Projekt zur Gesundheitsförderung unter dem Leitthema "Arbeitslosigkeit macht krank"...
Sondershausen/Neudietendorf 02/02/2011 In Deutschland sind derzeit über 3 Millionen Menschen arbeitslos, davon allein über 2 Millionen Menschen im Arbeitslosengeld-II-Bezug. Laut Statistik der Bundesagentur für Arbeit haben 35 % der Langzeitarbeitslosen mit gesundheitlichen Einschränkungen zu kämpfen. Hier setzt das neue Projekt Gesunde Kooperation von Starthilfe und PARITÄTISCHER Thüringen an. Durch das Projekt soll die gesundheitliche Situation der Langzeitarbeitslosen verbessert und deren Vermittlungsfähigkeit erhöht werden. Neben Fortbildungsreihen für Akteure im Beschäftigungsbereich, Konzepten zur Messung von Beschäftigungsfähigkeit und gesundheitsfördernden Angeboten für die Zielgruppe werden vor allem Erfahrungen und gute Beispiele mit Österreich und Italien ausgetauscht.
Wir beabsichtigen innerhalb von 24 Monaten die nötigen Erfahrungen zur Gesundheitsförderung von Langzeitarbeitslosen durch den Austausch mit Kollegen in Österreich und Italien zu gewinnen und modellhaft zu übertragen, erläutert Renate Rupp, Gesundheitsexpertin des PARITÄTISCHEN Thüringen und Leiterin des Projektes. Die Auftaktveranstaltung findet am 3. Februar im Haus der PARITÄT in Neudietendorf statt. Neben den Projektpartnern sind auch Vertreter der Arbeitsagenturen und aus Wissenschaft und Forschung anwesend.
Da im Rahmen des Projektes vorrangig mit ausgewählten Teilnehmern des Thüringer Landesarbeitsmarktprogrammes gearbeitet wird, ist das Projekt aus Sicht des Sozialverbandes eine wesentliche Ergänzung zum Landesprogramm. Die meisten Menschen empfinden den Jobverlust als tiefe Zäsur in ihrem Leben und die damit verbundenen psychischen Belastungen wirken sich auch auf die Gesundheit aus, begründet Rupp die Notwendigkeit des Projektes. Studien belegen nicht nur Einkommensprobleme, sondern auch Gesundheitsprobleme und Krankheiten bei den Betroffenen. Teilweise sind Arbeitssuchende doppelt so häufig krank wie Erwerbstätige. Hier müssen zügig gemeinsam neue Wege der Unterstützung der Betroffenen entwickelt werden, so Rupp weiter.
Laut einer DGB-Studie sind in der Gruppe der 55- bis 59-Jährigen die Arbeitslosen rund 2,2 Mal so häufig krank wie die Beschäftigten. Ihre Krankenstandsquote liege hier bei 15,2 Prozent. \"Bisher ist die Gesundheitsförderung von Arbeitslosen in Deutschland unzureichend\", kritisiert Rupp. Laut Rupp macht man sich in Deutschland recht wenig Gedanken um eine nachhaltige Gesundheitsförderung bei Arbeitslosen. Andere Länder, wie Österreich, sind da weiter. Sich jetzt eine Bild davon zu machen und gute Beispiele nach Thüringen zu übertragen ist ein wesentliches Anliegen des Projektes.
Ein guter Gesundheitszustand ist eine wichtige Voraussetzung für den Einstieg in einen Job. Laut der offiziellen Arbeitslosenstatistik hatten 2010 fast 540.000 Arbeitslose vermittlungsrelevante gesundheitliche Einschränkungen. Gesundheitliche Probleme bei Langzeitarbeitslosen sind Erkrankungen des Muskel- und Skelett-Systems, Stoffwechselerkrankungen, Krebserkrankungen, Depressionen, unspezifische Beschwerden und psychosomatische Symptome.
Die Kooperationspartner des Projektes Gesunde Kooperation des PARITÄTISCHEN Thüringen sind: die ÖSB Consulting GmbH Wien in Österreich und die Consorzio Cooperative Sociali, S. G. S. in Italien. Die Thüringer Kooperationspartner sind der HORIZONT e. V. in Nordhausen, das Innova Sozialwerk in Altenburg, der Verein Kontakt in Krisen e. V. und MitMenschen e. V. in Erfurt, der Krügerverein in Neudietendorf, das Obereichsfelder Bildungswerk in Leinefelde - Worbis, der ÖKUS e. V. in Unterwellenborn für den Südthüringer Raum und die Starthilfe Sondershausen e. V..
Jürgen Rauschenbach
Starthilfe Sondershausen e.V.
Autor: khhSondershausen/Neudietendorf 02/02/2011 In Deutschland sind derzeit über 3 Millionen Menschen arbeitslos, davon allein über 2 Millionen Menschen im Arbeitslosengeld-II-Bezug. Laut Statistik der Bundesagentur für Arbeit haben 35 % der Langzeitarbeitslosen mit gesundheitlichen Einschränkungen zu kämpfen. Hier setzt das neue Projekt Gesunde Kooperation von Starthilfe und PARITÄTISCHER Thüringen an. Durch das Projekt soll die gesundheitliche Situation der Langzeitarbeitslosen verbessert und deren Vermittlungsfähigkeit erhöht werden. Neben Fortbildungsreihen für Akteure im Beschäftigungsbereich, Konzepten zur Messung von Beschäftigungsfähigkeit und gesundheitsfördernden Angeboten für die Zielgruppe werden vor allem Erfahrungen und gute Beispiele mit Österreich und Italien ausgetauscht.
Wir beabsichtigen innerhalb von 24 Monaten die nötigen Erfahrungen zur Gesundheitsförderung von Langzeitarbeitslosen durch den Austausch mit Kollegen in Österreich und Italien zu gewinnen und modellhaft zu übertragen, erläutert Renate Rupp, Gesundheitsexpertin des PARITÄTISCHEN Thüringen und Leiterin des Projektes. Die Auftaktveranstaltung findet am 3. Februar im Haus der PARITÄT in Neudietendorf statt. Neben den Projektpartnern sind auch Vertreter der Arbeitsagenturen und aus Wissenschaft und Forschung anwesend.
Da im Rahmen des Projektes vorrangig mit ausgewählten Teilnehmern des Thüringer Landesarbeitsmarktprogrammes gearbeitet wird, ist das Projekt aus Sicht des Sozialverbandes eine wesentliche Ergänzung zum Landesprogramm. Die meisten Menschen empfinden den Jobverlust als tiefe Zäsur in ihrem Leben und die damit verbundenen psychischen Belastungen wirken sich auch auf die Gesundheit aus, begründet Rupp die Notwendigkeit des Projektes. Studien belegen nicht nur Einkommensprobleme, sondern auch Gesundheitsprobleme und Krankheiten bei den Betroffenen. Teilweise sind Arbeitssuchende doppelt so häufig krank wie Erwerbstätige. Hier müssen zügig gemeinsam neue Wege der Unterstützung der Betroffenen entwickelt werden, so Rupp weiter.
Laut einer DGB-Studie sind in der Gruppe der 55- bis 59-Jährigen die Arbeitslosen rund 2,2 Mal so häufig krank wie die Beschäftigten. Ihre Krankenstandsquote liege hier bei 15,2 Prozent. \"Bisher ist die Gesundheitsförderung von Arbeitslosen in Deutschland unzureichend\", kritisiert Rupp. Laut Rupp macht man sich in Deutschland recht wenig Gedanken um eine nachhaltige Gesundheitsförderung bei Arbeitslosen. Andere Länder, wie Österreich, sind da weiter. Sich jetzt eine Bild davon zu machen und gute Beispiele nach Thüringen zu übertragen ist ein wesentliches Anliegen des Projektes.
Ein guter Gesundheitszustand ist eine wichtige Voraussetzung für den Einstieg in einen Job. Laut der offiziellen Arbeitslosenstatistik hatten 2010 fast 540.000 Arbeitslose vermittlungsrelevante gesundheitliche Einschränkungen. Gesundheitliche Probleme bei Langzeitarbeitslosen sind Erkrankungen des Muskel- und Skelett-Systems, Stoffwechselerkrankungen, Krebserkrankungen, Depressionen, unspezifische Beschwerden und psychosomatische Symptome.
Die Kooperationspartner des Projektes Gesunde Kooperation des PARITÄTISCHEN Thüringen sind: die ÖSB Consulting GmbH Wien in Österreich und die Consorzio Cooperative Sociali, S. G. S. in Italien. Die Thüringer Kooperationspartner sind der HORIZONT e. V. in Nordhausen, das Innova Sozialwerk in Altenburg, der Verein Kontakt in Krisen e. V. und MitMenschen e. V. in Erfurt, der Krügerverein in Neudietendorf, das Obereichsfelder Bildungswerk in Leinefelde - Worbis, der ÖKUS e. V. in Unterwellenborn für den Südthüringer Raum und die Starthilfe Sondershausen e. V..
Jürgen Rauschenbach
Starthilfe Sondershausen e.V.