Do, 11:19 Uhr
03.02.2011
Anstieg um ein Fünftel
Im Jahr 2009 verstarben 26 774 Thüringer Bürger. Bei 6 493 von ihnen diagnostizierten die Ärzte eine bösartige Neubildung, an Krebs. Das war fast ein Viertel aller Sterbefälle (24,3 Prozent). Im Jahr 1980 lag dieser Anteil bei 14,4 Prozent...
Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik stieg die Zahl der Sterbefälle wegen bösartiger Neubildungen innerhalb der untersuchten 30 Jahre um ein Fünftel (20,5 Prozent).
Im Jahr 2009 gab es je 100 000 der Bevölkerung 287,6 Krebssterbefälle. 30 Jahre zuvor betrug die Sterbeziffer 198,4. Damit hat sich die Sterbeziffer mit 45,0 Prozent fast um die Hälfte erhöht. Bei einigen Krebsarten waren rückläufige Entwicklungen zu verzeichnen. Dagegen kam es bei anderen zu bedeutenden Anstiegen. Die Zahl der an bösartigen Neubildungen des Magens Verstorbener betrug 1980 noch 725 und sank im Laufe von 30 Jahren um 48,7 Prozent auf 372 Fälle, die des Rektums und des Anus sank um 30,0 Prozent, von 426 im Jahr 1980 auf 298 im Jahr 2009.
Die Zahl der Sterbefälle aufgrund einer Krebserkrankung der weiblichen Genitalorgane sank von 566 Fällen im Jahr 1980 um 37,3 Prozentpunkte auf 355 Fälle. Dagegen war die Entwicklung bei den Männern genau entgegengesetzt. Die Zahl der Sterbefälle aufgrund einer Krebserkrankung der männlichen Genitalorgane stieg von 216 auf 337 Fälle bzw. um 56,0 Prozent, bei der Prostata sogar um 68,0 Prozent.
Die Zahl der an einer bösartigen Neubildung der Bauchspeicheldrüse Verstorbenen stieg von 241 im Jahr 1980 um 84,6 Prozent auf 445 im Jahr 2009. Die Krebssterbefälle aufgrund Erkrankung des lymphatischen, blutbildenden und verwandten Gewebes erhöhten sich innerhalb der untersuchten 30 Jahre um 59,6 Prozentpunkte (1980: 324 Sterbefälle, 2009: 517 Sterbefälle).
Während im Jahr 2009 unter allen Verstorbenen mehr Frauen waren (52,7 Prozent), waren es bei den Verstorbenen aufgrund bösartiger Neubildungen mit 55,6 Prozent die Männer. Bei den Sterbefällen aufgrund bösartiger Neubildungen des Larynx (Kehlkopf), der Trachea (Luftröhre), der Bronchien und der Lunge betrug ihr Anteil sogar 75,3 Prozent und bei den Sterbefällen aufgrund einer Krebserkrankung der Harnorgane 63,8 Prozent. Dagegen waren bei der Todesursache Melanom und sonstige bösartige Neubildungen der Haut Männer weniger betroffen als Frauen. Der Anteil der Männer lag im Jahr 2009 bei 48,5 Prozent.
Die im Jahr 2009 verstorbenen Thüringer wurden durchschnittlich 76,2 Jahre alt. Die Thüringer, die einem Krebsleiden erlagen, starben durchschnittlich 4,3 Jahre früher. Ihr durchschnittliches Sterbealter betrug 71,9 Jahre.
296 Menschen bzw. 4,6 Prozent der an Krebs Verstorbenen hatten das 50. Lebensjahr noch nicht erreicht. Im Alter von 50 bis unter 60 Jahren verstarben 743 Menschen (11,4 Prozent), zwischen 60 und 70 Jahren waren es 1 371 (21,1 Prozent), zwischen 70 und 80 Jahren 2 238 Menschen (34,5 Prozent) und im Alter von 80 Jahren und mehr starben 1 845 (28,4 Prozent) Thüringerinnen und Thüringer aufgrund einer bösartigen Neubildung.
Menschen, die aufgrund bösartiger Neubildung des Larynx, der Trachea, der Bronchien und der Lunge verstarben, wurden durchschnittlich nur 69,5 Jahre alt, Menschen, die wegen Krebs an der Prostata verstarben, wurden im Durchschnitt 77,2 Jahre alt.
Autor: nnzNach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik stieg die Zahl der Sterbefälle wegen bösartiger Neubildungen innerhalb der untersuchten 30 Jahre um ein Fünftel (20,5 Prozent).
Im Jahr 2009 gab es je 100 000 der Bevölkerung 287,6 Krebssterbefälle. 30 Jahre zuvor betrug die Sterbeziffer 198,4. Damit hat sich die Sterbeziffer mit 45,0 Prozent fast um die Hälfte erhöht. Bei einigen Krebsarten waren rückläufige Entwicklungen zu verzeichnen. Dagegen kam es bei anderen zu bedeutenden Anstiegen. Die Zahl der an bösartigen Neubildungen des Magens Verstorbener betrug 1980 noch 725 und sank im Laufe von 30 Jahren um 48,7 Prozent auf 372 Fälle, die des Rektums und des Anus sank um 30,0 Prozent, von 426 im Jahr 1980 auf 298 im Jahr 2009.
Die Zahl der Sterbefälle aufgrund einer Krebserkrankung der weiblichen Genitalorgane sank von 566 Fällen im Jahr 1980 um 37,3 Prozentpunkte auf 355 Fälle. Dagegen war die Entwicklung bei den Männern genau entgegengesetzt. Die Zahl der Sterbefälle aufgrund einer Krebserkrankung der männlichen Genitalorgane stieg von 216 auf 337 Fälle bzw. um 56,0 Prozent, bei der Prostata sogar um 68,0 Prozent.
Die Zahl der an einer bösartigen Neubildung der Bauchspeicheldrüse Verstorbenen stieg von 241 im Jahr 1980 um 84,6 Prozent auf 445 im Jahr 2009. Die Krebssterbefälle aufgrund Erkrankung des lymphatischen, blutbildenden und verwandten Gewebes erhöhten sich innerhalb der untersuchten 30 Jahre um 59,6 Prozentpunkte (1980: 324 Sterbefälle, 2009: 517 Sterbefälle).
Während im Jahr 2009 unter allen Verstorbenen mehr Frauen waren (52,7 Prozent), waren es bei den Verstorbenen aufgrund bösartiger Neubildungen mit 55,6 Prozent die Männer. Bei den Sterbefällen aufgrund bösartiger Neubildungen des Larynx (Kehlkopf), der Trachea (Luftröhre), der Bronchien und der Lunge betrug ihr Anteil sogar 75,3 Prozent und bei den Sterbefällen aufgrund einer Krebserkrankung der Harnorgane 63,8 Prozent. Dagegen waren bei der Todesursache Melanom und sonstige bösartige Neubildungen der Haut Männer weniger betroffen als Frauen. Der Anteil der Männer lag im Jahr 2009 bei 48,5 Prozent.
Die im Jahr 2009 verstorbenen Thüringer wurden durchschnittlich 76,2 Jahre alt. Die Thüringer, die einem Krebsleiden erlagen, starben durchschnittlich 4,3 Jahre früher. Ihr durchschnittliches Sterbealter betrug 71,9 Jahre.
296 Menschen bzw. 4,6 Prozent der an Krebs Verstorbenen hatten das 50. Lebensjahr noch nicht erreicht. Im Alter von 50 bis unter 60 Jahren verstarben 743 Menschen (11,4 Prozent), zwischen 60 und 70 Jahren waren es 1 371 (21,1 Prozent), zwischen 70 und 80 Jahren 2 238 Menschen (34,5 Prozent) und im Alter von 80 Jahren und mehr starben 1 845 (28,4 Prozent) Thüringerinnen und Thüringer aufgrund einer bösartigen Neubildung.
Menschen, die aufgrund bösartiger Neubildung des Larynx, der Trachea, der Bronchien und der Lunge verstarben, wurden durchschnittlich nur 69,5 Jahre alt, Menschen, die wegen Krebs an der Prostata verstarben, wurden im Durchschnitt 77,2 Jahre alt.