Fr, 14:55 Uhr
11.02.2011
Auf Qualität achten
Jetzt ist es anders herum. Konnten in den Jahren zuvor die Unternehmen sich die Besten aus dem Azubi-Pool aussuchen, so ist es jetzt genau andersherum. Die jungen Menschen sollten auf die Qualität der Ausbildungsbetriebe achten. Meint der DGB...
Die zahlreichen Lobes-Meldungen thüringischer Kammern zur entspannten Situation auf dem Ausbildungsmarkt im Land berichten von einer völlig neuen Situation. Durch die immer weiter rückläufigen Zahlen der Schulabgänger_innen in Thüringen könne es demnächst sogar ein Überangebot auf dem Ausbildungsstellenmarkt geben: Mehr Ausbildungsstellen als Bewerber_innen.
Darüber freut sich auch der DGB. Der DGB-Sekretär für Berufliche Bildung, Sandro Witt:Bleibt das Ausbildungsplatzangebot in den nächsten Jahren stabil, muss bald kein Jugendlicher mehr im Übergang von Schule in den Beruf eine unfreiwillige Warteschleife drehen.
Witt kritisiert jedoch, Wirtschaft und Kammern in Thüringen behaupteten seit Jahren, Schulabgänger _innen auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz zeigten mangelnde Ausbildungsreife. Der DGB sehe das anders: Unserer Meinung nach ist jeder Jugendliche, der die Schule verlässt, in der Lage, eine betriebliche Ausbildung zu absolvieren. Für Probleme, die während der Ausbildung auftreten, gibt es ausbildungsbegleitende Hilfen, die in Anspruch genommen werden können. Jede und jeder Jugendliche muss vor allem auch mit Blick auf einen sonst drohenden Fachkräftemangel mitgenommen werden, fordert der Bildungssekretär.
Ein wichtiges Augenmerk des DGB und seiner Gewerkschaften liege weiterhin auf der Qualität der Ausbildung. Überstunden, schlechte Bezahlung und schlechte Übernahmechancen seien zum Beispiel im Hotel- und Gaststättenbereich eher die Regel als die Ausnahme.
Witt weiter: Wir empfehlen den Schulabgänger_innen in dieser komfortablen Situation, sich die Betriebe, die um sie werben, genauer anzusehen. Gibt es einen Betriebsrat? Zahlt der Betrieb Tariflohn? Habe ich geregelte Arbeitszeiten? Unterstützung könnten sich die Jugendlichen auch beim DGB und seinen Gewerkschaften holen. Wir kennen die Betriebe mit den guten Ausbildungsbedingungen und helfen auch bei der Verbesserung, so Witt abschließend.
Autor: nnzDie zahlreichen Lobes-Meldungen thüringischer Kammern zur entspannten Situation auf dem Ausbildungsmarkt im Land berichten von einer völlig neuen Situation. Durch die immer weiter rückläufigen Zahlen der Schulabgänger_innen in Thüringen könne es demnächst sogar ein Überangebot auf dem Ausbildungsstellenmarkt geben: Mehr Ausbildungsstellen als Bewerber_innen.
Darüber freut sich auch der DGB. Der DGB-Sekretär für Berufliche Bildung, Sandro Witt:Bleibt das Ausbildungsplatzangebot in den nächsten Jahren stabil, muss bald kein Jugendlicher mehr im Übergang von Schule in den Beruf eine unfreiwillige Warteschleife drehen.
Witt kritisiert jedoch, Wirtschaft und Kammern in Thüringen behaupteten seit Jahren, Schulabgänger _innen auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz zeigten mangelnde Ausbildungsreife. Der DGB sehe das anders: Unserer Meinung nach ist jeder Jugendliche, der die Schule verlässt, in der Lage, eine betriebliche Ausbildung zu absolvieren. Für Probleme, die während der Ausbildung auftreten, gibt es ausbildungsbegleitende Hilfen, die in Anspruch genommen werden können. Jede und jeder Jugendliche muss vor allem auch mit Blick auf einen sonst drohenden Fachkräftemangel mitgenommen werden, fordert der Bildungssekretär.
Ein wichtiges Augenmerk des DGB und seiner Gewerkschaften liege weiterhin auf der Qualität der Ausbildung. Überstunden, schlechte Bezahlung und schlechte Übernahmechancen seien zum Beispiel im Hotel- und Gaststättenbereich eher die Regel als die Ausnahme.
Witt weiter: Wir empfehlen den Schulabgänger_innen in dieser komfortablen Situation, sich die Betriebe, die um sie werben, genauer anzusehen. Gibt es einen Betriebsrat? Zahlt der Betrieb Tariflohn? Habe ich geregelte Arbeitszeiten? Unterstützung könnten sich die Jugendlichen auch beim DGB und seinen Gewerkschaften holen. Wir kennen die Betriebe mit den guten Ausbildungsbedingungen und helfen auch bei der Verbesserung, so Witt abschließend.
