Di, 12:01 Uhr
15.02.2011
Geben gibt
Die Kampagne Geben gibt. befragte im Herbst 2010 freiwillig engagierte Jugendliche, um Zufriedenheit und Probleme mit ihrem Engagement auszuloten. 850 Aktive zwischen 12 und 27 Jahren beteiligten sich an der Online-Umfrage. Hier die Ergebnisse...
Die Umfrage der Kampagne Geben gibt. aus dem Herbst 2010 präsentiert eine gute Nachricht: Mehr als zwei Drittel der freiwillig engagierten Jugendlichen (68 Prozent) sind mit ihrer Tätigkeit sehr zufrieden und wollen sich auch weiterhin engagieren (72 Prozent). Als ein Manko wird jedoch die mangelnde Anerkennung ihrer freiwilligen Tätigkeit angesehen, die für 84 Prozent der Befragten wichtig ist. Deutlich wurde der Wunsch nach qualifizierten Weiterbildungsangeboten, mehr Flexibilität bei der Zeiteinteilung sowie einer besseren Vereinbarkeit von Engagement mit Schule bzw. Studium.
Anlässlich des Schwerpunktthemas 2010: Jugendengagement hatte sich die Kampagne Geben gibt. besonders den unter 27-Jährigen zugewendet. So wurde eine der sechs Auszeichnungen des Deutschen Engagementpreises für das vorbildliche Engagement von Jugendlichen vergeben. Denn: Mehr als ein Drittel der Jugendlichen bringt sich bereits aktiv in die Zivilgesellschaft ein. Sie absolvieren Freiwilligendienste, übernehmen Aufgaben und Ämter in Vereinen, Schulen und Hochschulen, engagieren sich in freien Initiativen und Gruppen. Studien, wie der Freiwilligensurvey des Bundesfamilienministeriums, beweisen, dass vor allem diejenigen dem Engagementthema ein Leben lang verpflichtet bleiben, die hiermit früh und positiv besetzt in Kontakt kommen. Daher ist diese Zielgruppe gesellschaftspolitisch besonders wichtig.
Mehr als die Hälfte (53 Prozent) der befragten Jugendlichen jedoch gaben an, nur teilweise Anerkennung für ihre Tätigkeit zu bekommen. 8 Prozent erfahren keine Anerkennung, obwohl es für eine große Mehrheit (84 Prozent) sehr wichtig ist.
Den persönlichen Mehrwert von Engagement fördert die Umfrage deutlich zutage: 90 Prozent der Jugendlichen schätzen die Selbsterfahrung bei ihrer freiwilligen Tätigkeit, 81 Prozent den Kontakt zu netten Menschen, 79 Prozent den Kompetenz- und Wissenserwerb und 84 Prozent haben einfach Spaß an dem, was sie tun.
Die Umfrage insgesamt macht die hohe Motivation der Engagierten deutlich. Junge Menschen wollen sich einbringen und Gesellschaft mitgestalten. Um das zu unterstützen, sollten daher - trotz der steigenden Leistungsanforderungen an junge Menschen - Freiräume und gute Rahmenbedingungen für freiwilliges Engagement an Schulen und Universitäten geschaffen werden. Bereits engagierten Jugendlichen sollte die nötige Anerkennung entgegengebracht und angemessene Entfaltungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten angeboten werden.
Autor: nnzDie Umfrage der Kampagne Geben gibt. aus dem Herbst 2010 präsentiert eine gute Nachricht: Mehr als zwei Drittel der freiwillig engagierten Jugendlichen (68 Prozent) sind mit ihrer Tätigkeit sehr zufrieden und wollen sich auch weiterhin engagieren (72 Prozent). Als ein Manko wird jedoch die mangelnde Anerkennung ihrer freiwilligen Tätigkeit angesehen, die für 84 Prozent der Befragten wichtig ist. Deutlich wurde der Wunsch nach qualifizierten Weiterbildungsangeboten, mehr Flexibilität bei der Zeiteinteilung sowie einer besseren Vereinbarkeit von Engagement mit Schule bzw. Studium.
Anlässlich des Schwerpunktthemas 2010: Jugendengagement hatte sich die Kampagne Geben gibt. besonders den unter 27-Jährigen zugewendet. So wurde eine der sechs Auszeichnungen des Deutschen Engagementpreises für das vorbildliche Engagement von Jugendlichen vergeben. Denn: Mehr als ein Drittel der Jugendlichen bringt sich bereits aktiv in die Zivilgesellschaft ein. Sie absolvieren Freiwilligendienste, übernehmen Aufgaben und Ämter in Vereinen, Schulen und Hochschulen, engagieren sich in freien Initiativen und Gruppen. Studien, wie der Freiwilligensurvey des Bundesfamilienministeriums, beweisen, dass vor allem diejenigen dem Engagementthema ein Leben lang verpflichtet bleiben, die hiermit früh und positiv besetzt in Kontakt kommen. Daher ist diese Zielgruppe gesellschaftspolitisch besonders wichtig.
Schlusslich ist Engagement in Parteien
42 Prozent der teilnehmenden Jugendlichen absolvieren zum Zeitpunkt der Befragung ein Freiwilliges Soziales Jahr oder ein Freiwilliges Ökologisches Jahr. Fast ebenso viele sind in Vereinen aktiv (41 Prozent). An Schulen und Universitäten engagieren sich 30 Prozent der Befragten, in Kirchen 18 Prozent. Nur 6 Prozent der Befragten engagieren sich in politischen Parteien.Nicht immer ausreichend Anerkennung
Die meisten Befragten machen positive Erfahrungen im Rahmen ihrer freiwilligen Tätigkeit: 68 Prozent sind sehr zufrieden, 72 Prozent wollen sich beispielsweise nach ihrem FSJ weiterhin engagieren und 94 Prozent empfehlen auch anderen, sich zu engagieren.Mehr als die Hälfte (53 Prozent) der befragten Jugendlichen jedoch gaben an, nur teilweise Anerkennung für ihre Tätigkeit zu bekommen. 8 Prozent erfahren keine Anerkennung, obwohl es für eine große Mehrheit (84 Prozent) sehr wichtig ist.
Den persönlichen Mehrwert von Engagement fördert die Umfrage deutlich zutage: 90 Prozent der Jugendlichen schätzen die Selbsterfahrung bei ihrer freiwilligen Tätigkeit, 81 Prozent den Kontakt zu netten Menschen, 79 Prozent den Kompetenz- und Wissenserwerb und 84 Prozent haben einfach Spaß an dem, was sie tun.
Mangelnde Weiterbildungsmöglichkeiten
Obwohl die freiwillige Tätigkeit insgesamt sehr positiv bewertet wird, werden Probleme benannt und Wünsche geäußert: 78 Prozent der Befragten wünschen sich mehr Weiterbildungsangebote. 59 Prozent haben zumindest teilweise Schwierigkeiten, ihr freiwilliges Engagement mit ihrer Haupttätigkeit (Schule, Ausbildung, Studium) zu vereinbaren. Mehr Flexibilität bei der Zeiteinteilung wünschen sich 63 Prozent der Befragten. 60 Prozent bemängeln, dass sie nicht oder nur teilweise in Entscheidungen der Organisation einbezogen werden, in der sie sich engagieren. Ebenso viele möchten in ihrer Tätigkeit selbstständiger entscheiden dürfen.Motivation
70 Prozent der Befragten geben an, eigene Erlebnisse hätten sie zum Engagement motiviert. 39 Prozent nennen Familie und 45 Prozent Freunde als Beweggründe.Die Umfrage insgesamt macht die hohe Motivation der Engagierten deutlich. Junge Menschen wollen sich einbringen und Gesellschaft mitgestalten. Um das zu unterstützen, sollten daher - trotz der steigenden Leistungsanforderungen an junge Menschen - Freiräume und gute Rahmenbedingungen für freiwilliges Engagement an Schulen und Universitäten geschaffen werden. Bereits engagierten Jugendlichen sollte die nötige Anerkennung entgegengebracht und angemessene Entfaltungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten angeboten werden.


