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Do, 08:04 Uhr
17.02.2011

Jubel für Prologsänger

Der Prolog war kaum verklungen, da brauste im Publikum bereits stürmischer Beifall auf für Kai Günther, der schon wieder hinterm Vorhang verschwand für die nächste Szene in „Der Bajazzo“. „Es dürfte in `Bajazzo’ -Aufführungen nicht oft vorkommen, dass schon der Prologsänger Bravorufe erntet. Kai Günther hatte den Jubel verdient...

Mit Sabine Blanchard (Foto: Theater Nordhausen) Mit Sabine Blanchard (Foto: Theater Nordhausen)

Und das sowohl für sein Auftaktsolo als auch für seine überzeugende Darstellung des verachteten Tonio“, so schrieb eine Zeitung nach der Premiere im Theater Nordhausen.

Als Prolog und Tonio in der italienischen Oper „Der Bajazzo“ ist Kai Günther noch viermal im Theater Nordhausen zu erleben: am kommenden Sonntag, am 27. Februar, am 12. März und am 24. April. Der 49jährige spielt und singt seine Partien voller Leidenschaft. Und es sind nicht wenige, die er im Repertoire hat. Es gibt in seinem Fach Heldenbariton bzw. Bassbariton kaum eine Arie, die er noch nicht gesungen hat.

Der gebürtige Hamburger ist auf vielen Bühnen Deutschlands zu Hause. Seit einigen Jahren ist er nach mehrjährigen Festengagements als italienischer und deutscher Bassbariton am Theater Vorpommern, Landestheater Altenburg, Staatstheater Braunschweig und am Nationaltheater Mannheim nun freischaffend. Dem Theater Nordhausen konnte er als Scarpia in der Oper „Tosca“ vor einigen Jahren schon einmal aushelfen. So war ihm das Theater im Südharz nicht fremd, als er in diesem Winter als Gast wiederkam.

Im Leben von Kai Günther haben Musik und Theater schon immer eine Rolle gespielt. Mit sieben Jahren nahm er Geigenunterricht, spielte auch Flöte und besuchte ein musisches Gymnasium. Wenngleich seine Mutter Opernsängerin war, für ihn kam Singen nicht in Frage. Er sah, wie hart der Job ist und welche Opfer er verlangt. Kai Günther wollte lieber Designer werden.

Doch wenn man mit solch einer Stimme gesegnet ist, dann führt irgendwann doch der Weg auf die Bühne. Mit 22 Jahren wurde er Schüler von Prof. Josef Metternich, einem Sänger, der selbst in allen berühmten Opernhäusern der Welt aufgetreten war und als einer der bedeutendsten Gesangspädagogen gilt. Dem privaten Unterricht folgte das spätere Gesangsstudium.

Musik und Gesang spielen bei Kai Günther auch außerhalb der Bühne eine große Rolle. Er hört oft Musik, aber nicht nur klassische. Sämtliche Musikrichtungen sind vertreten. Von Elvis beispielsweise fehlt ihm keine einzige Platte. Zu seinen Hobbys gehören auch Malen, Zeichnen und das Arrangieren von Musik.

Die Vorstellungen des Opern-Doppelabends „Der Bajazzo“ und „Gianni Schicchi“ beginnen im Theater Nordhausen am Samstag, 19. Februar, am 27. Februar und am 12. März jeweils um 19.30 Uhr. Die letzte Vorstellung ist am 24. April um 14.30 Uhr.

Karten gibt es an der Theaterkasse, Tel. 0 36 31/98 34 52, sowie an allen anderen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH
Autor: nnz

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