So, 09:54 Uhr
06.03.2011
ODD NERDRUM – PROPHET DER MALEREI
Mit einer Vernissage begann gestern im Panorama Museum Bad Frankenhausen eine für Deutschland bisher einmalige Vorstellung von Werken des norwegischen Künstlers ODD NERDRUM...
Die Sonderausstellung ist vom 05. März bis 19. Juni 2011 zu besichtigen. Zahlreich Frankenhäuser nutzten das gestrige schöne Wetter, um nicht nur die Ausstellung zu besichtigen, sondern sich auch mal die Füße zu vertreten.
Der Norweger Odd Nerdrum (geb. 1944) gilt als bedeutender, aber auch umstrittener Maler der Gegenwart. Einerseits bewundert für die grandiose Beherrschung der altmeisterlichen Technik und die konsequente Rückbesinnung auf bleibende Werte der Vergangenheit, anderseits kritisiert und verrissen als unzeitgemäß, ja reaktionär.
Ausstellung Odd Nerdrum (Foto: Panoramamuseum Bad Frankenhausen)
In entschiedener Abkehr vom Mainstream des zeitgenössischen Modernismus entwirft er im Stil und Duktus von Rembrandt, seinem großen Lehrmeister, existentielle Weltbilder von erschütternder Direktheit, die den Menschen in seiner Einsamkeit, seiner Verletzbarkeit und seinem schicksalhaften Ausgeliefertsein an eine ihm feindliche Wirklichkeit vor Augen führen. Archetypen menschlicher Selbstbehauptung verdichten sich in mythischen Bildern zu Sinnfiguren gefährdeter Existenz, die in ihrer Großartigkeit absolut beeindrucken.
Nerdrum hat sich entschieden, als Maler wie auch als Mensch den Weg der Moderne nicht mitzugehen. Insofern ist seine Malerei auch Ausdruck einer fundamentalen Entfremdung von seiner Zeit, einer Entfremdung, die Ausgleich sucht und Selbstvergewisserung in den Archethemen der Menschheit, wie Liebe, Hass, Harmonie und Existenzangst, Geburt und Tod.
Die Ausstellung, die in Kooperation mit dem Nerdrum Institut, Disenå/Norwegen entstand, präsentiert erstmals in einem deutschen Museum 36 überwiegend großformatige Gemälde Odd Nerdrums aus mehr als 30 Schaffensjahren.
Autor: khhDie Sonderausstellung ist vom 05. März bis 19. Juni 2011 zu besichtigen. Zahlreich Frankenhäuser nutzten das gestrige schöne Wetter, um nicht nur die Ausstellung zu besichtigen, sondern sich auch mal die Füße zu vertreten.
Der Norweger Odd Nerdrum (geb. 1944) gilt als bedeutender, aber auch umstrittener Maler der Gegenwart. Einerseits bewundert für die grandiose Beherrschung der altmeisterlichen Technik und die konsequente Rückbesinnung auf bleibende Werte der Vergangenheit, anderseits kritisiert und verrissen als unzeitgemäß, ja reaktionär.
Ausstellung Odd Nerdrum (Foto: Panoramamuseum Bad Frankenhausen)
In entschiedener Abkehr vom Mainstream des zeitgenössischen Modernismus entwirft er im Stil und Duktus von Rembrandt, seinem großen Lehrmeister, existentielle Weltbilder von erschütternder Direktheit, die den Menschen in seiner Einsamkeit, seiner Verletzbarkeit und seinem schicksalhaften Ausgeliefertsein an eine ihm feindliche Wirklichkeit vor Augen führen. Archetypen menschlicher Selbstbehauptung verdichten sich in mythischen Bildern zu Sinnfiguren gefährdeter Existenz, die in ihrer Großartigkeit absolut beeindrucken.Nerdrum hat sich entschieden, als Maler wie auch als Mensch den Weg der Moderne nicht mitzugehen. Insofern ist seine Malerei auch Ausdruck einer fundamentalen Entfremdung von seiner Zeit, einer Entfremdung, die Ausgleich sucht und Selbstvergewisserung in den Archethemen der Menschheit, wie Liebe, Hass, Harmonie und Existenzangst, Geburt und Tod.
Die Ausstellung, die in Kooperation mit dem Nerdrum Institut, Disenå/Norwegen entstand, präsentiert erstmals in einem deutschen Museum 36 überwiegend großformatige Gemälde Odd Nerdrums aus mehr als 30 Schaffensjahren.
