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Mi, 19:24 Uhr
09.03.2011

Keine Bagatelle

Thüringer Steuerfahnder deckten im Jahr 2010 Steuerhinterziehungen in Höhe von rund 17 Millionen Euro auf. Hier die Einzelheiten...


Insgesamt wurden in den vier Steuerfahndungsstellen Gera, Erfurt, Suhl und Mühlhausen 1.829 Anzeigen bearbeitet und 383 Fahndungsprüfungen durchgeführt. Im vergangenen Jahr wurden durch die Bußgeld- und Strafsachenstellen 1.295 Strafverfahren wegen steuerlicher Delikte sowie 99 Bußgeldverfahren eingeleitet.

„Steuerhinterziehung ist keine Bagatelle, sondern ein eindeutiger Betrug am Gemeinwesen“, sagt Finanzminister Dr. Wolfgang Voß und weiter: „Wer sich an die Regeln nicht hält, muss auch immer damit rechnen, dass die Straftat aufgedeckt wird und Steuerhinterziehung auch strafrechtliche Konsequenzen hat.“

Durch die Tätigkeit der Steuerfahnder sowie die Arbeit der Bußgeld- und Strafsachenstellen wurden deshalb 2010 Geldauflagen in Höhe von 799.415 Euro und 54.853 Euro Geldbußen festgesetzt. Durch die Justiz wurden wegen steuerlicher Delikte u.a. Freiheitsstrafen von insgesamt 41 Jahren und elf Monaten sowie Geldstrafen in Höhe von 468.885 Euro verhängt sowie 2.050 Stunden gemeinnützige Arbeit als Auflage erteilt.

Und das, obwohl es die so genannte Selbstanzeige gibt, die Steuersündern Straffreiheit ermöglicht, wenn sie sich selbst beim Finanzamt anzeigen und ihre Steuerschulden begleichen.

„Die strafbefreiende Selbstanzeige ist allerdings nur in einem bestimmten Zeitrahmen möglich. Steht der Steuerfahnder oder der Betriebsprüfer bereits vor der Tür, dann besteht diese Chance nicht mehr“, so der Minister. „In dem Schwarzgeldbekämpfungsgesetz, das derzeit parlamentarisch beraten wird, ist allerdings vorgesehen, den Rahmen noch enger zu ziehen.“

Die Bußgeld- und Strafsachenstelle des Finanzamtes nimmt bei Steuerdelikten die Rechte und Pflichten wahr, die einer Staatsanwaltschaft entsprechen.

Die Steuerfahndung versteht sich dagegen als Kriminalpolizei der Finanzbehörden und arbeitet mit hochmodernen Ermittlungsmethoden. So gibt es beispielsweise die so genannten IT-Fahnder, die durch technisches Know-How auch längst auf der Festplatte gelöschte Mails oder Depotauszüge wieder rekonstruieren können.

Darüber hinaus dürfen Steuerfahnder über das Recht mit richterlicher Anordnung, Hausdurchsuchungen durchführen und Gegenstände beschlagnahmen. In Thüringen gibt es rund 50 Steuerfahnder.
Autor: nnz

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Kommentare
I.H.
09.03.2011, 20:18 Uhr
Baga...was? Kruzifix
nochmal, macht doch mal'n ordentliches Steuerrecht ohne Löcher. Dann könnt ihr eure fufzig Fahnder, 1000 Beamte und 3000 Steuerberater der Produktion zuführen. Spart dem Gemeinwesen drei Trillionen Euro und Fachkräftemangel gibts auch nich mehr.

Ok, bei den Druckereien, die euern Kram drucken und bei den Papierfabriken fallen vielleicht drei Jobs weg, aber is das noch normal, dass man ne Steuererklärung nach multiple choice ausfüllt?

Nich zu fassen, dasses Elend noch als Erfolg gefeiert wird, da kriegt man ja fast ne Krise. Komisch, andere Länder kriegen hin, dass man seine Steuern kapiert, nur hier klappt das nich.

Steuerzahler - Jupp
hamster
10.03.2011, 09:53 Uhr
Steuern
Jupp, du sollst es auch nicht erfahren, sonst könnte herauskommen, waß das Wort Steuerhinterziehung heißt und die kleinen Löcher sind für die besser verdiener da. Keine Krähe hackt der anderen ein Auge aus.Bezahle einfach deine Steuern auch Steuerberater und frag bloß nicht nach.
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