nnz/kn-Forum: E10 und kein Ende
Was ist das bloß für eine Heuchelei des Staates um den Bio-Sprit. Wir Autofahrer sollen auf biegen und brechen diesen Sprit tanken um angeblich die Umwelt zu schonen und unabhängiger vom Öl zu werden. Doch das ist eine einzige Lüge, mein einer unserer Leser...
Man verbraucht viel mehr Benzin und braucht nach neuesten Berichten öfters ein Ölwechsel. Wo soll denn da eine Einsparung sein? Pro Tankfüllung ist eine Mehrausgabe von 5 -7 Euro von Nöten, um allein den Mehrverbrauch an Benzin zu decken. Der Staat selbst hat jetzt eine Order heraus gegeben, wo darin steht, dass alle Verkehrsmittel wie Feuerwehr, Polizeiautos etc. kein E10 getankt werden darf. Nun frag ich mich warum? Ich bzw. wir bekommen immer gesagt, E10 ist sicher und verursacht keine Schäden! Oder?
Nun versucht man mit überhöhten Preisen für die anderen Spritsorten uns die ganze Sache Schmackhaft zu machen, aber eine schriftliche Garantie für eventuelle Spätfolgen wollen uns weder Staat, Ölkonzerne noch die Autohersteller geben!
Es muss aber eben unbedingt durchgeboxt werden mag kommen was will man hat das ja in den letzten Jahren immer wieder gesehen. Z. B. Hartz IV oder die Schweinegrippeimpfung um einmal zwei Dinge zu nennen. Man hat Hunderte Millionen investiert und am Ende festgestellt das es falsch war, aber eine Rücknahme kam und kommt nicht in Frage und so wird es auch mit dem Benzin sein.
Es ist doch keine Schande, einmal einen Fehler einzugestehen und eine Sache zurückzunehmen, es zeigt doch nur Stärke. Solange die Autofahrer sich einig sind und das ganze durchstehen und die Finger davon lassen, wird es E10 bald nicht mehr geben.
Lutz Blobner
Autor: nnz
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Kommentare
denk-mal
10.03.2011, 21:53 Uhr
in dieser "bananenrepublik" ...
regiert der lobbyismus
- wie so, soll ein mineralölkonzern für seine konkurenz den biosprithersteller werbung machen. das ist schon mal völlig unlogisch.
- wie so, soll der autonmobilhersteller die verantwortung für die sicherheit ihrer eingebauten motoren übernehmen für eine ungetestete benzinsorte, nicht freiwillig also völlig unlogisch.
- warum soll der verbraucher eine benzinsorte nutzen, wo nichts aber gar nichts passt - mehr motoröl, - weniger leistung,- größere störanfälligkeit und und ...
wir üben uns wieder einmal mit einem neuen "schweingrippetestprogramm" nur diesmal am auto.
ehrlicher, wenn auch hoffnungslos unbeliebt, wäre die einführung von einem tempolimit (130 kmh auf der autobahn) wie in unseren nachbarländern (Östreich, italien, frankreich ... )
das würde real und massiv energie sparen und den schadstoffausstoß drastisch mindern.aber so etwas will ja keiner ...
blackbear77
10.03.2011, 23:18 Uhr
warum ist hier zu dem Thema so ein Theater?
Ein paar kleine anmerkungen:
Dem durchschnittlichem Ottomotor ist es ziemlich egal welches Brennstoff/luftgemisch er verbrennt.
Motoren die Benzin jedweder art und oder Ethanolgemische verbrennen können sind auch nichts neues. Problematisch in technischer Sicht sind wenn dann nur Dichtungen, Leitungen u.ä. aber das ist ja auch gelöst, es gibt genügend Fahrzeuge die mit E85 oder gar E100 fahren.
Raubbau an der Landschaft kann ich so als argument eigentlich auch nicht gelten lassen, denn in Deutschland und Europa haben wir seit Jahren ein echtes Luxusproblem, wir produzieren zuviel an Weizen und ähnlichem.
Und dann noch: wievile Hektar Anbaufläche wurden gegen Zahlung von teurem Geld Brachgelassen?
Pflanzliche Kraftstoffe aus Europa schaden der Ernährungssituation in Afrika keineswegs! eher im gegenteil!
Eher ist es doch so das subventionierte Exporte aus Europa die Landwirtschaft in weiten teilen Afrikas hat zusammenbrechen lassen!
Außerdem Weizen oder anderes Getreide als Rohstoff für thanol als Kraftstoff ist eigentlich technischer Unsinn. Getreide ist ein Stärkelieferant. Und diese stärke muß erst aufgebrochen werden um daraus vergärbaren Zucker gewinnen zu können.
Die Brasilianer machen es doch vor Zuckerrohr und Zuckerrüben, das ist ein praktischer Rohstoff. (nebenbei sind diese Pflanzen recht anspruchslos)
Was man zu dem Thema auch oft liest hört: Elektroantrieb wär doch viel Besser!
Ja sicher, elektromotoren sind wirklich besser, besserer wirkungsgrad, keine lokale emmision usw. Dem möcht ich so zustimmen.
aber noch ist die speichertechnologie noch nicht so weit. Ladezeiten für eine komplette "Tankfüllung" ca. 8 stunden? Reichweite 350 maximal 400 km? okay für den Stadtverkehr ist das wiklich eine alternative. Aber die derzeitige Infrastruktur ist auf flüssige Kraftstoffe ausgelegt.
Mein Fazit zu dem ganzem:
Europäische Brachflächen mit Energiepflanzen wieder reaktivieren, reine Nahrungspflanzen mit einem "verheizverbot" belegen, Biokraftstoffwerke dürfen auch nur Energie aus erneuerbaren Quellen beziehen.
Forschung intensivieren, wer sich in unserem Landkreis mal umschaut was da zb in letzter Zeit an Stroh auf feldern einvach nur vergammelt ist!
Das hätte wenigstens Biogas werden können!
Retupmoc
11.03.2011, 07:59 Uhr
Warum ist Aufruhr um E 10?
Weil es endlich Zeit wird, diesen unwissenden Diktatoren in Berlin und ihrer Mineralöllobby zu zeigen, wer das Volk ist. E 10 ist wirtschaftlich genauso unsinnig, wie das Auswechseln normaler Glühlampen auf Energiesparlampen. Genauso unsinnig wie diese lustigen Plaketten an Autos wo man in bestimmten Städten sonst nicht in die Innenstadt kommt.
Und warum? Unter dem Deckmantel einer globalen Klimaerwärmung, die es überhaupt nicht gibt. Die Statistiken sind schlicht weg gefälscht, um den Bürgern das Geld aus der Tasche zu ziehen.
Sie glauben das nicht?
Dann googlen sie doch mal, u.a. in wievielen Ländern der Welt es eine Plakette gibt, die das Einfahren in Städte verbietet. Googeln Sie mal, in welchen Ländern der Welt es E 10 zu kaufen gibt ( in Europa bisher nur noch in Frankreich ). Fragen Sie sich einmal, ob es in Österreich, Spanien, Polen oder Australien keine Klimaerwärmung gibt. Wieso verbrennen die nicht auch ihre Lebensmittel?
Merkel und Co. sind Lobbyisten der Konzerne. Sie waren es und werden es auch immer sein. Zeigen wir Ihnen an der Tanke, das wir Ihren Mist nicht kaufen. Soll er faul werden und in den Tanks vermodern.
TeeEff
11.03.2011, 11:46 Uhr
Bioethanol in Zahlen
Also, für die Herstellung von einem Liter Bioethanol (E100) braucht man ca.:
- 2,65 kg Weizen,
- 2,75 kg Roggen oder
- 9,00 kg Zuckerrüben.
D.h. in Deutschland benötigt man gemittelt für die Produktion von einem Liter Bioethanol (Beimischmenge für 10l E10) ca.:
- 3,6 m² Weizen-,
- 5,6 m² Roggen- oder
- 1,8 m² Zuckerrüben-Anbaufläche.
Zusätzlich noch einiges an Dünger, der auch erst einmal gewonnen werden muss.
Daraus folgt das man pro l E10 jeweils 1/10tel davon benötigt - läßt sich trotzdem schön auf Tankfüllung und so auf km Jahresfahrleistung und dann auf Fläche für Herstellung bundesweit hochrechnen.
Der Flächenbedarf für E10 steigt auf etwa 2x die Fläche Belgiens. Also etwa 60.000 km²...~1/6tel der Gesamtfläche Deutschlands.
Man könnte mal spaßenhalber die Menge der darauf anbaubaren Lebensmittel und damit versorgbaren Menschen ausrechnen, hab ich aber gerade keine Lust - es ist aber etliches
Und ja, daraus folgt auch das Überschüsse nicht mehr exportiert werden und daher die Weltmarktpreise für Getreide steigen, was den ärmsten dieser Welt schadet, da sie sich ihr so kau erhältliches Brot nicht mehr leisten können.
Das sind Fakten.
TeeEff
11.03.2011, 12:02 Uhr
Und für den Schwarzbären...
auch wenn das hier kein Chat ist:
Heutige durchschnittliche Ottomotor sind bei weitem komplexer als man das denken mag und deren Kennliniensteuerung und Ventilverstellung zur Beeinflussung der Abgaswerte, der Leistung, Klopfverhalten recht kompliziert.
Ich empfehle für tiefer gehende Informationen das "Kraftfahrtechnische Taschenbuch" von Bosch...aktuell ist wohl die 25. oder 26. Auflage.
Alternativ - und das gilt für den geneigten Thüringer Studenten: benutze Semesterticket in Richtung TU-Ilmenau.
Dortiger Ansprechpartner: Prof. Dr. Augsburger - Fachgebiet: Fahrzeugtechnik. Ist eine anerkannte Kapazität auf dem Gebiet.
Ansonsten verdient der Staat dank Mineralölsteuer auf ein Produkt das immer weniger Mineralöl enthält durch den Mehrverbrauch im Jahr etwa 7 Mrd Euro...
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