Di, 19:47 Uhr
15.03.2011
Soziale Gerechtigkeit bleibt vordringlich!
Pflegende Angehörige brauchen mehr Wertschätzung, Entlastung und Geld: Der Sozialverband VdK setzt sich für die Verbesserung der Lebenssituation von Menschen ein, die ein Familienmitglied pflegen. Mit seiner Kampagne "Pflege geht jeden an" bringt der VdK frischen Wind in die Diskussion um die Zukunft der Pflege in Deutschland...
Ein notwendiger Schritt wäre die Umsetzung eines neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs, der nicht nur die körperlichen, sondern auch die geistigen und psychischen Einschränkungen berücksichtigt. Damit würden auch Demenzkranke besser erfasst. Seit 2009 liegt dem Gesundheitsministerium das Konzept des Pflegebeirats vor. Es müsste nur noch umgesetzt werden.
Der VdK fordert auch eine Anhebung und sofortige Dynamisierung des Pflegegeldes mindestens in Höhe der Inflationsrate. Sonst drohen immer mehr Menschen aufgrund der Pflegekosten in die Sozialhilfe abzurutschen. Von 1996 bis 2008 blieben die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung unverändert. Durch die jetzige leichte, stufenweise Anhebung bis 2012 wird der Wertverlust des Pflegegeldes bei weitem nicht wettgemacht.
Logo Pflegeaktion (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
"Pflege von Angehörigen muss den gleichen Stellenwert wie Kindererziehung bekommen", so VdK-Präsidentin Ulrike Mascher. "Wenn wir die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf nicht verbessern, droht unserem Pflegesystem der Kollaps." Der VdK fordert für pflegende Arbeitnehmer eine Pflegezeit von mindestens zwei Jahren.
Die Kampagne "Pflegende Angehörige" steht in diesem Jahr im Mittelpunkt der sozialen Aktionen des Sozialverbandes VdK Deutschland - also bundesweit. Wie wichtig das ist angesichts der bevorstehenden Pflegereform, soll sie nicht auch wieder zu Lasten der Versicherten ausgehen, ist wohl vielen unserer Bürger, nicht nur VdK-Mitglieder klar. Deshalb unterstützt der VdK-Kreisverband Nordthüringen diese Kampagne. Eine erste Wortmeldung gibt es dazu aus dem Ortsverband Oldisleben-Heldrungen-Gorsleben. Vorsitzende Monika Goldacker kündigt eine Informationsveranstaltung an, welche am 4. April, 14 Uhr in der alten Schule in Gorsleben stattfinden wird. Auch Informationsmaterial kann man sich dort mitnehmen.
Im vergangenen Jahr, besser letzten Quartal stand der "Heiße Herbst" im Mittelpunkt des sozialen Engagements des VdK. Mit über 242.000 Unterstützern ist die VdK-Protestaktion "Stoppt den Sozialabbau" dabei die größte, die jemals im Internet zu sozial- und gesundheitspolitischen Themen in Deutschland stattgefunden hat. Der Sozialverband VdK bedankt sich bei allen fürs Mitmachen. Die Aktion, die der VdK im Oktober 2010 gestartet hatte, richtete sich gegen die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich, gegen die verfehlte Gesundheitsreform 2010, gegen Vorschläge zur Streichung der Rentengarantie und. gegen das unsoziale Sparpaket der Bundesregierung.
Gemeinsam konnte Bewegung in die Politik gebracht, einiges voran getrieben, wenn auch nicht alles in unserem Sinne durchgesetzt werden. Zu den Erfolgen gehört: Die Bundesregierung setzt nicht zuletzt auf Druck des VdK eine Kommission zur Vermeidung von Altersarmut ein. Die Rentengarantie wird nicht mehr in Frage gestellt. Doch der Kampf des VdK geht gemeinsam mit anderen Sozialverbänden Gewerkschaften und Initiativen weiter. Wir lassen nicht locker, wenn es darum geht, den Sozialstaat zu verteidigen und weiteren Sozialabbau zu verhindern.
VdK-Kreisvorstand Nordthüringen
Autor: khhEin notwendiger Schritt wäre die Umsetzung eines neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs, der nicht nur die körperlichen, sondern auch die geistigen und psychischen Einschränkungen berücksichtigt. Damit würden auch Demenzkranke besser erfasst. Seit 2009 liegt dem Gesundheitsministerium das Konzept des Pflegebeirats vor. Es müsste nur noch umgesetzt werden.
Der VdK fordert auch eine Anhebung und sofortige Dynamisierung des Pflegegeldes mindestens in Höhe der Inflationsrate. Sonst drohen immer mehr Menschen aufgrund der Pflegekosten in die Sozialhilfe abzurutschen. Von 1996 bis 2008 blieben die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung unverändert. Durch die jetzige leichte, stufenweise Anhebung bis 2012 wird der Wertverlust des Pflegegeldes bei weitem nicht wettgemacht.
Logo Pflegeaktion (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
"Pflege von Angehörigen muss den gleichen Stellenwert wie Kindererziehung bekommen", so VdK-Präsidentin Ulrike Mascher. "Wenn wir die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf nicht verbessern, droht unserem Pflegesystem der Kollaps." Der VdK fordert für pflegende Arbeitnehmer eine Pflegezeit von mindestens zwei Jahren.Die Kampagne "Pflegende Angehörige" steht in diesem Jahr im Mittelpunkt der sozialen Aktionen des Sozialverbandes VdK Deutschland - also bundesweit. Wie wichtig das ist angesichts der bevorstehenden Pflegereform, soll sie nicht auch wieder zu Lasten der Versicherten ausgehen, ist wohl vielen unserer Bürger, nicht nur VdK-Mitglieder klar. Deshalb unterstützt der VdK-Kreisverband Nordthüringen diese Kampagne. Eine erste Wortmeldung gibt es dazu aus dem Ortsverband Oldisleben-Heldrungen-Gorsleben. Vorsitzende Monika Goldacker kündigt eine Informationsveranstaltung an, welche am 4. April, 14 Uhr in der alten Schule in Gorsleben stattfinden wird. Auch Informationsmaterial kann man sich dort mitnehmen.
Im vergangenen Jahr, besser letzten Quartal stand der "Heiße Herbst" im Mittelpunkt des sozialen Engagements des VdK. Mit über 242.000 Unterstützern ist die VdK-Protestaktion "Stoppt den Sozialabbau" dabei die größte, die jemals im Internet zu sozial- und gesundheitspolitischen Themen in Deutschland stattgefunden hat. Der Sozialverband VdK bedankt sich bei allen fürs Mitmachen. Die Aktion, die der VdK im Oktober 2010 gestartet hatte, richtete sich gegen die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich, gegen die verfehlte Gesundheitsreform 2010, gegen Vorschläge zur Streichung der Rentengarantie und. gegen das unsoziale Sparpaket der Bundesregierung.
Gemeinsam konnte Bewegung in die Politik gebracht, einiges voran getrieben, wenn auch nicht alles in unserem Sinne durchgesetzt werden. Zu den Erfolgen gehört: Die Bundesregierung setzt nicht zuletzt auf Druck des VdK eine Kommission zur Vermeidung von Altersarmut ein. Die Rentengarantie wird nicht mehr in Frage gestellt. Doch der Kampf des VdK geht gemeinsam mit anderen Sozialverbänden Gewerkschaften und Initiativen weiter. Wir lassen nicht locker, wenn es darum geht, den Sozialstaat zu verteidigen und weiteren Sozialabbau zu verhindern.
VdK-Kreisvorstand Nordthüringen