Fr, 13:07 Uhr
18.03.2011
Thüringer werden "braver"
Es werden in Thüringen nicht mehr so viele Ehe geschieden, wie das noch vor Jahren der Fall war. Wie brav die Freistaatler wirklich sind, das haben die Statistiker dieses Landes recherchiert...
Im Jahr 2010 wurden in Thüringen 4 113 Ehen geschieden. Das war nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik ein Rückgang um 231 Scheidungen gegenüber dem Jahr 2009 und die niedrigste Zahl seit 1996 (3 955). Die höchste Scheidungszahl seit der Wiedervereinigung wurde im
Jahr 2003 mit 5 558 Scheidungen erfasst. Seit dem Jahr 2004 ist ein fortlaufender Rückgang zu beobachten. Das Scheidungsverfahren wurde im vergangenen Jahr zu 57 Prozent von der Frau und zu 36 Prozent vom Mann beantragt. Der jeweils andere Partner stimmte in 89 Prozent der Fälle dem Antrag zu. Das ist ein Anstieg um 4 Prozentpunkte gegenüber dem Jahr zuvor.
Bei 7 Prozent der Scheidungsverfahren wurde der Antrag von beiden Parteien gestellt (2009: 6 Prozent). Die meisten Ehen wurden zwischen dem 3. und 8. Ehejahr geschieden. Mindestens die Silberhochzeit hatte mehr als ein Fünftel (21,3 Prozent) der geschiedenen Paare bereits miteinander erlebt.
Im Jahr 2000 wurden noch die meisten Ehen zwischen dem 10. und 15. Ehejahr geschieden. Damals wurde jede zehnte Ehe (10,7 Prozent) nach mindestens 25 Ehejahren geschieden. 2 460 Kinder wurden im Jahr 2010 zu Scheidungswaisen. Das sind 221 Kinder weniger als im Jahr
2009. Der Anteil der geschiedenen Ehepaare ohne Kinder blieb gegenüber dem Jahr 2009 mit 57,3 Prozent konstant.
Autor: nnzIm Jahr 2010 wurden in Thüringen 4 113 Ehen geschieden. Das war nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik ein Rückgang um 231 Scheidungen gegenüber dem Jahr 2009 und die niedrigste Zahl seit 1996 (3 955). Die höchste Scheidungszahl seit der Wiedervereinigung wurde im
Jahr 2003 mit 5 558 Scheidungen erfasst. Seit dem Jahr 2004 ist ein fortlaufender Rückgang zu beobachten. Das Scheidungsverfahren wurde im vergangenen Jahr zu 57 Prozent von der Frau und zu 36 Prozent vom Mann beantragt. Der jeweils andere Partner stimmte in 89 Prozent der Fälle dem Antrag zu. Das ist ein Anstieg um 4 Prozentpunkte gegenüber dem Jahr zuvor.
Bei 7 Prozent der Scheidungsverfahren wurde der Antrag von beiden Parteien gestellt (2009: 6 Prozent). Die meisten Ehen wurden zwischen dem 3. und 8. Ehejahr geschieden. Mindestens die Silberhochzeit hatte mehr als ein Fünftel (21,3 Prozent) der geschiedenen Paare bereits miteinander erlebt.
Im Jahr 2000 wurden noch die meisten Ehen zwischen dem 10. und 15. Ehejahr geschieden. Damals wurde jede zehnte Ehe (10,7 Prozent) nach mindestens 25 Ehejahren geschieden. 2 460 Kinder wurden im Jahr 2010 zu Scheidungswaisen. Das sind 221 Kinder weniger als im Jahr
2009. Der Anteil der geschiedenen Ehepaare ohne Kinder blieb gegenüber dem Jahr 2009 mit 57,3 Prozent konstant.
