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Sa, 08:44 Uhr
02.04.2011

nnz/kn-Tipp: Raus aus der Grauzone

Die Pflege kranker und hilfsbedürftiger Angehöriger wird in den kommenden Jahrzehnten aufgrund des demografischen Wandels für immer mehr Bundesbürger zum Alltag gehören. Viele können und wollen diese aufreibende Aufgabe nicht leisten und stellen deshalb eine Pflegekraft ein. Jetzt gibt es Neuregelungen...


Schätzungen zufolge werden rund 50.000 Menschen derzeit zu Hause legal in Vollzeit von ausländischen Pflegekräften betreut, dazu kommen rund 100.000 "Schwarzarbeiterinnen" - vor allem aus Osteuropa. Der Grund für diese hohe Quote: Momentan dürfen diese qualifizierten Kräfte keinen direkten Arbeitsvertrag mit dem Pflegebedürftigen oder dessen Angehörigen schließen.

Neue Arbeitnehmerfreizügigkeit

Ab 1. Mai 2011 soll sich das durch die Einführung der neuen Arbeitnehmerfreizügigkeit ändern. Pflegekräfte aus den neuen EU-Ländern können dann direkte Arbeitsverträge mit den Pflegebedürftigen oder ihren Familien vereinbaren, die Notwendigkeit einer gesonderten Arbeitsgenehmigung entfällt. Das neue Gesetz gilt für Staatsangehörige aus Estland, Lettland, Litauen, Polen, Ungarn, Tschechien, der Slowakei und Slowenien. Für Rumänien und Bulgarien gilt die Regelung erst ab 2014. Neuer Ansprechpartner in Zulassungsfragen ist die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) in Bonn. Unter www.zav.de gibt es alle weiteren Informationen zum Thema.


Rechtzeitig vorsorgen

Unabhängig davon, ob ein Pflegebedürftiger zu Hause von den Angehörigen beziehungsweise einer Pflegekraft oder im Heim betreut wird: Von der gesetzlichen Pflegeversicherung wird stets nur ein Teil der Pflegekosten getragen, der Rest muss über die Rente und das Vermögen des zu Pflegenden erbracht werden. Die persönlichen Ressourcen sind dann oft schnell verbraucht. Danach müssen die Kinder für ihre Eltern aufkommen.

Susanne Besold von den Ergo Direkt Versicherungen: "Mit dem rechtzeitigen Abschluss einer privaten Pflegezusatzversicherung kann das finanzielle Risiko der Pflege für die Familie erheblich gemindert werden." Beim Fürther Direktversicherer gibt es beispielsweise den Tarif "Pflege-Premium", der alle drei Pflegestufen absichert.

Daten & Falten

43 Prozent der Bundesbürger sind bereit, für die Pflege ihrer Angehörigen eine ausländische Pflegekraft einzustellen und sie auch dort wohnen zu lassen, wie eine aktuelle, repräsentative Umfrage des Immobilienportals immowelt.de ergab. 21 Prozent der Befragten sehen finanzielle Vorteile: Sie halten die Beschäftigung einer ausländischen Pflegekraft für kostengünstiger als einen hiesigen Pflegedienst. Nur 18 Prozent der Befragten äußerten die Sorge, dass ausländische Pflegekräfte nicht vertrauenswürdig sein könnten.
Autor: nnz

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Kommentare
Theresa54
02.04.2011, 11:19 Uhr
Vorsorge
Frage mich schon seit einiger Zeit, von was man noch vorsorgen soll bei den Verdiensten. Am Ende des Gehaltes ist immer noch viel Monat übrig und die Kosten steigen und steigen, egal in welchem Bereich.
Pe_rle
02.04.2011, 15:12 Uhr
Versicherung
und ausgerechnet eine Versicherung rät sich zu versichern. Die leben doch eh schon in saus und braus von der Angst der Leute. Nur wenn Sie zahlen sollen dann sieht es ganz anders aus.

Noch ein Wort zu den Pflegesätzen ????
Die Pflegeheime und Pflegedienste bekommen die volle Summe zur Pflege,der Angehörige der selbst pflegt bekommt einen Bruchteil davon,fragt man sich natürlich mit welchem Recht????????
und er muß sich vieleicht in Zukunft davon eine Pflegekraft leisten.
Aber vieleicht ändert sich das ja schnell wenn es polnische Konkurenz im Land gibt.
Dann werden auch die Aufträge für Pflegedienste weniger
und Arbeitsplätze sind in Gefahr
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