Mo, 13:01 Uhr
04.04.2011
Busverkehr und soziale Beratung diskutiert
Landtagsmitglied Adams besuchte letzte Woche die Regionalbus GmbH und Starthilfe e.V. in Sondershausen. Dazu erreichte kn folgender Bericht...
Am Montag, den 28.03. waren Landtagsmitglied Dirk Adams (Bündnis90/Die Grünen) und die Doppelspitze des GRÜNEN Kreisverbandes im Kyffhäuserkreises Babette Pfefferlein und Jürgen Rauschenbach bei der Regionalbus - Gesellschaft Unstrut- Hainich- und Kyffhäuserkreis mbH zu Gast.
In der Regionalbusniederlassung in Sondershausen beschrieb Geschäftsführer Gerd Haßkerl zunächst erst einmal die Rahmenbedingungen für den Busverkehr im Kyffhäuserkreis. Der Kreis hat seine Aufgaben bei der bustechnischen Erschließung des Landkreises an die Verkehrsgesellschaft Südharz aus Hettstedt und die Regionalbus Gmbh in Mühlhausen übertragen. Neben eigenen Mitteln und Landeszuweisungen umfasst das Gesamtbudget für den Öffentlichen Personennahverkehr auf der Straße ca. 1,7-1,8 Mio € pro Jahr für den gesamten Kreis.
Frau Grigoleit steht für den Kreis in der Verantwortung, das Budget so zu verwalten, dass die eingestellten Mittel ausreichen, um die Busse in alle Ecken des Landkreises fahren zu lassen. Im Vordergrund steht dabei die Beförderung von Schülern (84%). Die Zusammenlegung von Schulstandorten hat die Strecken bei abnehmender Schülerzahl verlängert, auch wenn die dafür bereitgestellten Mittel nicht erhöht werden konnten. Mit einem Nahverkehrsplan für den Kyffhäuserkreis versucht man die Erreichbarkeit der einzelnen Orte bei gleichbleibend niedrigen Fahrgastzahlen trotzdem generell aufrecht zu erhalten. Kritisch diskutiert wurde in diesem Zusammenhang das Rufbus-Konzept, dass noch nicht das vollständige Vertrauen der Menschen hat.
Mit besonderen Angeboten wie dem Mobiticket für monatlich 20 € wird versucht, sozial Schwächeren ein Stück Mobilität zu ermöglichen. Ein Versuch, der sich offensichtlich lohnt und seit Oktober 2009 auch wieder einige zusätzliche Fahrgäste auf die Strecken gebracht hat, stellen Haßkerl und Grigoleit zufrieden fest.
Mit einem Expressbus auf der Linie 530 ab Ende 2011 sollen künftig die Fahrtzeiten zwischen Sondershausen und Artern deutlich reduziert werden. Nach der Stillegung der Kyffhäuserbahn im Jahre 2006 hatte sich die Verbindung zwischen den beiden Altkreisen in puncto Fahrtzeit deutlich verschlechtert.
Eine wichtige Forderung an die Landespolitik stellte Busunternehmer Haßkerl auf. Einerseits fährt man in Sondershausen zu 100% mit dem umweltfreundlichen Erdgas. Mit der Einrichtung einer eigenen Erdgastankstelle habe man sich als Busunternehmen zwar weit aus dem Fenster gelehnt. Mit den Folgekosten für die erdgasbetriebenen Busse und die Tankstelle könne man aber bei den Laufzeiten der Fahrzeugflotte von 15-16 Jahren nicht alleine gelassen werden. Hier müsste eine Kontinuität in der Förderpolitik des Landes geschaffen werden, die die Wirtschaftlichkeit des Nischenproduktes Erdgasantrieb sicherstelle, so der Geschäftsführer der Regionalbus GmbH.
Anschließend besuchte Dirk Adams den Geschäftsbereich des Starthilfe e.V. in der Erfurter Straße. Hier werden Schwangerschaftskonfliktberatung, Verbraucherinsolvenzberatung und eine integrative Familienberatung unter einem Dach angeboten. Dieses komplexe Angebot habe sich bewährt, so die Leiterin Frau Heidenreich.
Leider müsse man seitens des Starthilfe e.V. feststellen, dass sich sowohl der Landkreis als auch das Land Stück für Stück aus der Finanzierung der bisherigen Leistungsangebote zurückziehe. Damit würde das Angebot immer stärker geschwächt, da notwendige BeraterInnen nicht mehr bezahlt werden könnten. Besondere Kritik gab es an der zunehmenden Bürokratisierung von Antragstellung und Abrechnung seitens der Landesbehörden. Dirk Adams versprach, sich dem Thema anzunehmen und mit dem zuständigen Ministerium die Fördermodalitäten zu diskutieren.
Jürgen Rauschenbach
Autor: khhAm Montag, den 28.03. waren Landtagsmitglied Dirk Adams (Bündnis90/Die Grünen) und die Doppelspitze des GRÜNEN Kreisverbandes im Kyffhäuserkreises Babette Pfefferlein und Jürgen Rauschenbach bei der Regionalbus - Gesellschaft Unstrut- Hainich- und Kyffhäuserkreis mbH zu Gast.
In der Regionalbusniederlassung in Sondershausen beschrieb Geschäftsführer Gerd Haßkerl zunächst erst einmal die Rahmenbedingungen für den Busverkehr im Kyffhäuserkreis. Der Kreis hat seine Aufgaben bei der bustechnischen Erschließung des Landkreises an die Verkehrsgesellschaft Südharz aus Hettstedt und die Regionalbus Gmbh in Mühlhausen übertragen. Neben eigenen Mitteln und Landeszuweisungen umfasst das Gesamtbudget für den Öffentlichen Personennahverkehr auf der Straße ca. 1,7-1,8 Mio € pro Jahr für den gesamten Kreis.
Frau Grigoleit steht für den Kreis in der Verantwortung, das Budget so zu verwalten, dass die eingestellten Mittel ausreichen, um die Busse in alle Ecken des Landkreises fahren zu lassen. Im Vordergrund steht dabei die Beförderung von Schülern (84%). Die Zusammenlegung von Schulstandorten hat die Strecken bei abnehmender Schülerzahl verlängert, auch wenn die dafür bereitgestellten Mittel nicht erhöht werden konnten. Mit einem Nahverkehrsplan für den Kyffhäuserkreis versucht man die Erreichbarkeit der einzelnen Orte bei gleichbleibend niedrigen Fahrgastzahlen trotzdem generell aufrecht zu erhalten. Kritisch diskutiert wurde in diesem Zusammenhang das Rufbus-Konzept, dass noch nicht das vollständige Vertrauen der Menschen hat.
Mit besonderen Angeboten wie dem Mobiticket für monatlich 20 € wird versucht, sozial Schwächeren ein Stück Mobilität zu ermöglichen. Ein Versuch, der sich offensichtlich lohnt und seit Oktober 2009 auch wieder einige zusätzliche Fahrgäste auf die Strecken gebracht hat, stellen Haßkerl und Grigoleit zufrieden fest.
Mit einem Expressbus auf der Linie 530 ab Ende 2011 sollen künftig die Fahrtzeiten zwischen Sondershausen und Artern deutlich reduziert werden. Nach der Stillegung der Kyffhäuserbahn im Jahre 2006 hatte sich die Verbindung zwischen den beiden Altkreisen in puncto Fahrtzeit deutlich verschlechtert.
Eine wichtige Forderung an die Landespolitik stellte Busunternehmer Haßkerl auf. Einerseits fährt man in Sondershausen zu 100% mit dem umweltfreundlichen Erdgas. Mit der Einrichtung einer eigenen Erdgastankstelle habe man sich als Busunternehmen zwar weit aus dem Fenster gelehnt. Mit den Folgekosten für die erdgasbetriebenen Busse und die Tankstelle könne man aber bei den Laufzeiten der Fahrzeugflotte von 15-16 Jahren nicht alleine gelassen werden. Hier müsste eine Kontinuität in der Förderpolitik des Landes geschaffen werden, die die Wirtschaftlichkeit des Nischenproduktes Erdgasantrieb sicherstelle, so der Geschäftsführer der Regionalbus GmbH.
Anschließend besuchte Dirk Adams den Geschäftsbereich des Starthilfe e.V. in der Erfurter Straße. Hier werden Schwangerschaftskonfliktberatung, Verbraucherinsolvenzberatung und eine integrative Familienberatung unter einem Dach angeboten. Dieses komplexe Angebot habe sich bewährt, so die Leiterin Frau Heidenreich.
Leider müsse man seitens des Starthilfe e.V. feststellen, dass sich sowohl der Landkreis als auch das Land Stück für Stück aus der Finanzierung der bisherigen Leistungsangebote zurückziehe. Damit würde das Angebot immer stärker geschwächt, da notwendige BeraterInnen nicht mehr bezahlt werden könnten. Besondere Kritik gab es an der zunehmenden Bürokratisierung von Antragstellung und Abrechnung seitens der Landesbehörden. Dirk Adams versprach, sich dem Thema anzunehmen und mit dem zuständigen Ministerium die Fördermodalitäten zu diskutieren.
Jürgen Rauschenbach