Mo, 20:25 Uhr
04.04.2011
Grüne bei Stadtwerken
Die Landtagsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen ist auf einer Informationstour durch die Stadtwerke des Freistaates. Heute war man bei den Stadtwerken Sondershausen. Über was man sprach, informierte man in einem Pressegespräch...
Wichtig für Anja Siegesmund, die Fraktionsvorsitzende Bündnis 90 / Die Grünen im Thüringer Landtag (hier im Gespräch mit den beiden Geschäftsführern Hans-Christoph Schmidt (Mitte) und Wilhelm Schreier) die Arbeitsweisen und Probleme der Stadtwerke kennen zu lernen.
Dabei konzentriere man sich auf drei Schwerpunkte. Wie positionieren sich die Stadtwerke nach dem sich der Ausstieg aus der Atomenergie in Deutschland abzeichnet. Interessant dabei zu erfahren, dass die Stadtwerke in ihrem Strommix, den sie 2008 einkauften, einen Anteil von 12 Prozent Kernenergie, 66 Prozent fossiler Brennstoffe und bereits 22 Prozent erneuerbarer Energien dabei hatten. Letzterer Anteil wird sich jedoch noch oben verschieben, weil durch selbsterzeugten Strom, u.a. Photovoltaik, der Anteil erhöht wurde.
An den Gesprächen nahmen auch Kreistagsmitglied Jörg Blobel (re.), Norbert Sondermann Leiter Wahlkreisbüro Landtagsmitglied Dirk Adams und Christian Derr (nicht im Bild) aus Nordhausen teil.
In zweiten Schwerpunkt wollen die Grünen zeigen, dass Stadtwerke ein wichtiger Partner in der dezentralen Energieversorgung darstellen. Ziel der Grünen sei es, dass Thüringen ab 2050 autark in der Stromversorgung sei, also keinen Strom mehr von außen bezieht. Dabei soll ein gesunder Strommix angestrebt werden, wie er für die Regionen erreichbar wir. Für die Stadtwerke Sondershausen, so Schreier, wird die Wasserkraft so gut wie keine Rolle spielen, weil die natürlichen Gegebenheiten einfach nicht vorhanden sind.
Wichtig, und das sei der dritte Schwerpunkt die regional Wertschöpfung. Gerade mit ihren Aktivitäten auf dem Sektor des Photovoltaik, seien die Stadtwerke auf dem richtigen Weg. Erneuerbare Energien zahlen sich aus, so Siegesmund. Brückentechnologie ist die Kraft-Wärme-Koppelung und nicht die Atomkraft, stellte die Politikerin klar. Auch hier sei man mit dem neuen Blockheizwerk und dem Fernwärmenetz in Sondershausen auf dem richtigen Wege.
Aber auch Probleme wurden angesprochen, die von den Politikern noch geklärt werden müssen. Schmidt und Schreier wiesen drauf hin, dass es im Prinzip nicht möglich ist, auf kreiseigenen Gebäuden, zum Beispiel Schulen, Photovoltaikanlagen anzubringen. Sobald die Stadtwerke die Dachflächen anmieten wollten, würden für das ganze Gebäude Grundsteuern anfallen, und nicht nur für das Dach. Das macht das Ganze nicht mehr lukrativ. Hier sollte die Politik schnellstens handeln, denn hier gibt es großes Potential für die Energieversorgung. Es ist bestimmt besser Photovoltaikanlagen auf ungenutzt Schuldächer zu setzen, als vielleicht gar auf irgendwelcher angemieteter Ackerfläche.
Auch geklärt werden muss, so Anja Siegesmund wie auf der europäischen Bühne die kleineren Stromerzeuger, wie eben die Stadtwerke, besser eingebunden werden, und die Monopolstellung der vier großen Stromversorger gebrochen wird.
Das umschwenken auf erneuerbare Energien, wird aber auch Einfluss auf den Ausbau der regionalen Stromtrassen, so Wilhelm Schreier im Gespräch. Nach Umbau und Vergrößerung der Windanlagen bei Immenrode, werden die acht Windräder bei gutem Wind soviel Strom liefern können, dass die Kernstadt von Sondershausen vollständig mit Strom versorgt werden könnte. Die Aktivitäten der Stadtwerke schaffen auch Arbeitsplätze in der Region. Die meisten Aufträge bekommen Firmen im Umkreis von 50 Kilometern, was Siegesmund sehr positiv bewertete.
Autor: khhWichtig für Anja Siegesmund, die Fraktionsvorsitzende Bündnis 90 / Die Grünen im Thüringer Landtag (hier im Gespräch mit den beiden Geschäftsführern Hans-Christoph Schmidt (Mitte) und Wilhelm Schreier) die Arbeitsweisen und Probleme der Stadtwerke kennen zu lernen.
Dabei konzentriere man sich auf drei Schwerpunkte. Wie positionieren sich die Stadtwerke nach dem sich der Ausstieg aus der Atomenergie in Deutschland abzeichnet. Interessant dabei zu erfahren, dass die Stadtwerke in ihrem Strommix, den sie 2008 einkauften, einen Anteil von 12 Prozent Kernenergie, 66 Prozent fossiler Brennstoffe und bereits 22 Prozent erneuerbarer Energien dabei hatten. Letzterer Anteil wird sich jedoch noch oben verschieben, weil durch selbsterzeugten Strom, u.a. Photovoltaik, der Anteil erhöht wurde.
An den Gesprächen nahmen auch Kreistagsmitglied Jörg Blobel (re.), Norbert Sondermann Leiter Wahlkreisbüro Landtagsmitglied Dirk Adams und Christian Derr (nicht im Bild) aus Nordhausen teil.
In zweiten Schwerpunkt wollen die Grünen zeigen, dass Stadtwerke ein wichtiger Partner in der dezentralen Energieversorgung darstellen. Ziel der Grünen sei es, dass Thüringen ab 2050 autark in der Stromversorgung sei, also keinen Strom mehr von außen bezieht. Dabei soll ein gesunder Strommix angestrebt werden, wie er für die Regionen erreichbar wir. Für die Stadtwerke Sondershausen, so Schreier, wird die Wasserkraft so gut wie keine Rolle spielen, weil die natürlichen Gegebenheiten einfach nicht vorhanden sind.
Wichtig, und das sei der dritte Schwerpunkt die regional Wertschöpfung. Gerade mit ihren Aktivitäten auf dem Sektor des Photovoltaik, seien die Stadtwerke auf dem richtigen Weg. Erneuerbare Energien zahlen sich aus, so Siegesmund. Brückentechnologie ist die Kraft-Wärme-Koppelung und nicht die Atomkraft, stellte die Politikerin klar. Auch hier sei man mit dem neuen Blockheizwerk und dem Fernwärmenetz in Sondershausen auf dem richtigen Wege.
Aber auch Probleme wurden angesprochen, die von den Politikern noch geklärt werden müssen. Schmidt und Schreier wiesen drauf hin, dass es im Prinzip nicht möglich ist, auf kreiseigenen Gebäuden, zum Beispiel Schulen, Photovoltaikanlagen anzubringen. Sobald die Stadtwerke die Dachflächen anmieten wollten, würden für das ganze Gebäude Grundsteuern anfallen, und nicht nur für das Dach. Das macht das Ganze nicht mehr lukrativ. Hier sollte die Politik schnellstens handeln, denn hier gibt es großes Potential für die Energieversorgung. Es ist bestimmt besser Photovoltaikanlagen auf ungenutzt Schuldächer zu setzen, als vielleicht gar auf irgendwelcher angemieteter Ackerfläche.
Auch geklärt werden muss, so Anja Siegesmund wie auf der europäischen Bühne die kleineren Stromerzeuger, wie eben die Stadtwerke, besser eingebunden werden, und die Monopolstellung der vier großen Stromversorger gebrochen wird.
Das umschwenken auf erneuerbare Energien, wird aber auch Einfluss auf den Ausbau der regionalen Stromtrassen, so Wilhelm Schreier im Gespräch. Nach Umbau und Vergrößerung der Windanlagen bei Immenrode, werden die acht Windräder bei gutem Wind soviel Strom liefern können, dass die Kernstadt von Sondershausen vollständig mit Strom versorgt werden könnte. Die Aktivitäten der Stadtwerke schaffen auch Arbeitsplätze in der Region. Die meisten Aufträge bekommen Firmen im Umkreis von 50 Kilometern, was Siegesmund sehr positiv bewertete.



