Fr, 09:08 Uhr
15.04.2011
Neue Regeln bei Wirtschaftsförderung
Der Thüringer Wirtschaftsminister will die staatliche Förderung des Missbrauchs von Leiharbeit künftig einschränken, und dagegen laufen die Wirtschaftsverbände Sturm. Diesem Sturmlauf stellen wir uns entschieden entgegen, so der Inhalt einer Pressemeldung, die kn von der Gewerkschaft ver.di erreichte. Hier die Einzelheiten...
Wenn Leiharbeit genutzt wird, um kurzfristig Auftragsspitzen abzudecken, dann ist das vollkommen in Ordnung. Wenn statt der Stammbelegschaften mit sozialversicherungspflichtigen und tarifvertraglich geregelten Arbeitsverhältnissen aber zu immer größeren Teilen Leiharbeiter eingesetzt werden, wenn damit Personalkosteneinsparungen in Größenordnung erzielt werden, wenn damit Kündigungsschutzregelungen unterlaufen werden, wenn damit Wettbewerber an die Wand gedrückt werden, die für gute Arbeit ordentlich bezahlen und ihren Beschäftigten sichere Perspektiven bieten wollen: wenn in diesem Sinne Leiharbeit zu Dumpinglohn-Konkurrenz missbraucht und damit letztlich volkswirtschaftlicher und auch gesellschaftlicher Schaden angerichtet wird, dann ist es völlig richtig, dass der Steuerzahler das nicht auch noch begünstigt und mit Subventionen fördert. Wie es bisher der Fall war.
Als Gewerkschaft ver.di haben wir in verschiedenen Organisationsbereichen mit Missbrauch von Leiharbeit zu tun. Dass jetzt staatlicherseits in dieser Weise etwas dagegen unternommen wird, halten wir tatsächlich für längst überfällig und werden das gleiche Vorgehen auch in den anderen Bundesländern einfordern. Wir fordern darüber hinaus weitere Maßnahmen, so vor allem die gesetzliche Regelung, dass Leiharbeitnehmerinnern und –arbeitnehmer für ihre Arbeit in den Betrieben genau so bezahlt werden, als wenn sie dort fest angestellt wären.
Autor: khhWenn Leiharbeit genutzt wird, um kurzfristig Auftragsspitzen abzudecken, dann ist das vollkommen in Ordnung. Wenn statt der Stammbelegschaften mit sozialversicherungspflichtigen und tarifvertraglich geregelten Arbeitsverhältnissen aber zu immer größeren Teilen Leiharbeiter eingesetzt werden, wenn damit Personalkosteneinsparungen in Größenordnung erzielt werden, wenn damit Kündigungsschutzregelungen unterlaufen werden, wenn damit Wettbewerber an die Wand gedrückt werden, die für gute Arbeit ordentlich bezahlen und ihren Beschäftigten sichere Perspektiven bieten wollen: wenn in diesem Sinne Leiharbeit zu Dumpinglohn-Konkurrenz missbraucht und damit letztlich volkswirtschaftlicher und auch gesellschaftlicher Schaden angerichtet wird, dann ist es völlig richtig, dass der Steuerzahler das nicht auch noch begünstigt und mit Subventionen fördert. Wie es bisher der Fall war.
Als Gewerkschaft ver.di haben wir in verschiedenen Organisationsbereichen mit Missbrauch von Leiharbeit zu tun. Dass jetzt staatlicherseits in dieser Weise etwas dagegen unternommen wird, halten wir tatsächlich für längst überfällig und werden das gleiche Vorgehen auch in den anderen Bundesländern einfordern. Wir fordern darüber hinaus weitere Maßnahmen, so vor allem die gesetzliche Regelung, dass Leiharbeitnehmerinnern und –arbeitnehmer für ihre Arbeit in den Betrieben genau so bezahlt werden, als wenn sie dort fest angestellt wären.