eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Mi, 13:06 Uhr
27.04.2011

Zusammenarbeit

Es gibt eine erneute Kooperation des Theaters Nordhausen mit der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar. Um welches künstlerische Projekt das im Detail geht, das haben wir für Sie recherchiert...

Bald Premiere (Foto: R. Obst) Bald Premiere (Foto: R. Obst)
Erfolgreich war bereits die Kooperation des Theaters mit der Hochschule für Musik in „Die Gärtnerin aus Liebe“ im Jahr 2009. Foto: Roland Obst

Benjamin Britten ist einer der bedeutendsten englischen Komponisten des 20. Jahrhundert. 1941 schrieb er seine erste große Oper „Peter Grimes“, die nicht nur in England ein sensationeller Erfolg wurde. Seine Kammeroper „Der Raub der Lukrezia“ aus dem Jahr 1946 ist ein ergreifendes Bühnenwerk über die tragische Geschichte der Römerin Lukrezia: Nach dem erfolglosen Versuch des etruskischen Prinzen Tarquinius, Lukrezia zu verführen, zwingt er sie zur Liebe. Aus Scham nimmt sie sich das Leben. Eine Erzählerin und ein Erzähler kommentieren das antike Geschehen aus einer christlichen Perspektive.

Regisseur Elmar Fulda bringt eine Kammeroper von einzigartiger Intensität auf die Bühne. Es ist mittlerweile seine dritte Produktion in Nordhausen. Mit Benjamin Brittens Oper „Der Raub der Lukrezia“ sind nach zwei Jahren nun erneut junge Studierende der Opernschule am Institut für Gesang/Musiktheater der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar zu Gast im Theater Nordhausen. Darüber hinaus übernimmt der Tenor Joshua Farrier, Solist am Theater Nordhausen, eine der Hauptpartien.

Zum Inhalt: Vor den Toren der Stadt Rom in vorchristlicher Zeit streiten der etruskische Prinz Tarquinius Sextus und die römischen Generäle Collatinus und Junius über die Treue der Frauen. Allein Lukrezia, die Ehefrau von Collatinus, sei tugendhaft. Tarquinius will das prüfen und reitet zu Lukrezias Haus. Sie gewährt ihm Unterkunft für die Nacht. Weil sein Versuch, sie zu verführen, fehlschlägt, zwingt er sie zur Liebe. Collatinus zweifelt nicht an ihrer Unschuld. Doch Scham und Verzweiflung treiben Lukrezia in den Freitod.

Benjamin Britten schuf nach dem großen Erfolg seiner Oper „Peter Grimes“ 1946 mit „Der Raub der Lukrezia“ eine Kammeroper mit einer enormen Ausdruckskraft. Der Engländer wählte eine erstmals durch Titus Livius (59 v. Chr.–17 v. Chr.) überlieferte heidnische Fabel über Verstrickung der Leidenschaften, Schuld und Sühne. Mit einem Kammerorchester und acht Solisten entfaltete Britten eine stark psychologisierende und illustrierende Musik, die (früh-) barocker und vor allem Henry Purcells Musik an vielen Stellen Reverenz erweist und zugleich eine ganz individuelle Ausdrucksintensität entfaltet. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Markus L. Frank.

Premiere feiert „Der Raub der Lukrezia“ am 13. Mai 2011 um 19.30 Uhr im Theater Nordhausen. Karten für die Premiere und die nächsten Vorstellungen am 20., 28. und 29. Mai gibt es an der Theaterkasse (Tel. 0 36 31/98 34 52) und an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH.
Autor: nnz

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)