Do, 15:05 Uhr
28.04.2011
Arbeitsmarkt-Reaktionen (3)
Nach den Zahlen der Agentur und dem Statement der Wirtschaft jetzt die Reaktion aus dem Gewerkschaftslager...
Zu der weiterhin positiven Entwicklung am Arbeitsmarkt in Thüringen sagt der Vorsitzende des DGB-Bezirks Hessen-Thüringen, Stefan Körzell: Thüringen kann stolz sein. Mit immerhin noch 9,5 Prozent, aber die geringste Arbeitslosigkeit seit 20 Jahren. Das ist ein schöner Erfolg!
Jetzt sei es wichtig, auf die verbliebenen Problemregionen wie den Kyffhäuserkreis und die Stadt Gera zu schauen und ihnen besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Außerdem sei der Aufschwung nach wie vor sehr stark auf Beschäftigung bei der Leiharbeit gegründet. Körzell: Das ist nicht nachhaltig.
Leiharbeitsverhältnisse dürfen nicht zum Dauerzustand werden. Sie müssen in unbefristete Beschäftigung umgewandelt werden. Weiter gebe es in Thüringen eine hohe verdeckte Erwerbslosigkeit. Denn 7.500 Personen würden bei der Unterbeschäftigung nicht gezählt, weil sie in vorruhestandsähnlichen Verhältnissen oder krank geschrieben seien. Der DGB Hessen-Thüringen begrüße insbesondere, dass die knappen finanziellen Mittel von der Agentur in Thüringen gezielt zur Qualifizierung und Vermittlung in den 1. Arbeitsmarkt eingesetzt würden.
Der DGB Hessen-Thüringen fordert, diese Mittel nicht zu reduzieren, sondern auszubauen, um im derzeitigen Aufschwung auch Langzeitarbeitslosen und gering- oder unqualifizierten die Möglichkeit zum Wiedereinstieg zu geben.
Rund 1.300 junge Menschen würden von der Arbeitsagentur unterstützt, um Berufserfahrung zu sammeln und ihre beruflichen Fähigkeiten auszuprobieren. Körzell: Der beste Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit junger Menschen ist die Übernahme nach der Ausbildung. Die Arbeitgeber sprechen immer vom Fachkräftemangel, kommen aber bei der Beschäftigung ihrer Verantwortung nicht nach. Hier handelt es sich doch um Krokodilstränen.
Autor: nnzZu der weiterhin positiven Entwicklung am Arbeitsmarkt in Thüringen sagt der Vorsitzende des DGB-Bezirks Hessen-Thüringen, Stefan Körzell: Thüringen kann stolz sein. Mit immerhin noch 9,5 Prozent, aber die geringste Arbeitslosigkeit seit 20 Jahren. Das ist ein schöner Erfolg!
Jetzt sei es wichtig, auf die verbliebenen Problemregionen wie den Kyffhäuserkreis und die Stadt Gera zu schauen und ihnen besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Außerdem sei der Aufschwung nach wie vor sehr stark auf Beschäftigung bei der Leiharbeit gegründet. Körzell: Das ist nicht nachhaltig.
Leiharbeitsverhältnisse dürfen nicht zum Dauerzustand werden. Sie müssen in unbefristete Beschäftigung umgewandelt werden. Weiter gebe es in Thüringen eine hohe verdeckte Erwerbslosigkeit. Denn 7.500 Personen würden bei der Unterbeschäftigung nicht gezählt, weil sie in vorruhestandsähnlichen Verhältnissen oder krank geschrieben seien. Der DGB Hessen-Thüringen begrüße insbesondere, dass die knappen finanziellen Mittel von der Agentur in Thüringen gezielt zur Qualifizierung und Vermittlung in den 1. Arbeitsmarkt eingesetzt würden.
Der DGB Hessen-Thüringen fordert, diese Mittel nicht zu reduzieren, sondern auszubauen, um im derzeitigen Aufschwung auch Langzeitarbeitslosen und gering- oder unqualifizierten die Möglichkeit zum Wiedereinstieg zu geben.
Rund 1.300 junge Menschen würden von der Arbeitsagentur unterstützt, um Berufserfahrung zu sammeln und ihre beruflichen Fähigkeiten auszuprobieren. Körzell: Der beste Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit junger Menschen ist die Übernahme nach der Ausbildung. Die Arbeitgeber sprechen immer vom Fachkräftemangel, kommen aber bei der Beschäftigung ihrer Verantwortung nicht nach. Hier handelt es sich doch um Krokodilstränen.
