Was ist so besonders am heutigen Tag?
Es ist Montag, der Montag im Mai, um den sich die statistische Welt in Deutschland dreht! Heute, am 9. Mai 2011, ist Zensusstichtag!
Zensus-Stichtag (Foto: TLS)
Um eine statistische Auswertung hoher Qualität zu gewährleisten, beziehen sich Statistiken auf festgelegte Zeitpunkte. Für den Zensus 2011 wurde in Deutschland der heutige Tag ausgewählt, für den alle Ergebnisse eine Momentaufnahme darstellen. Alle Angaben, die Bürgerinnen und Bürger im Rahmen des Zensus 2011 machen, müssen sich auf den heutigen Tag, den 9. Mai 2011, beziehen. Selbst wenn ein Bürger erst im Juni oder Juli einen Fragebogen erhält, muss er den Fragebogen im Hinblick auf seine Situation zum Zeitpunkt des Stichtages ausfüllen.
Wie erhalte ich einen Fragebogen?
Zensus-Stichtag (Foto: TLS)
Für die reibungslose Durchführung der Befragungen zur Volkszählung wurden in Thüringen 2 540 Erhebungsbeauftragte umfassend geschult, verpflichtet und mit den erforderlichen Unterlagen ausgestattet. Seit ungefähr einer Woche sind die Erhebungsbeauftragten in ganz Thüringen unterwegs und kündigen sich mit einem Schreiben, einer Terminankündigungskarte und weiteren Unterlagen zum Zensus 2011 bei den Bürgerinnen und Bürgern an.
Ab heute schwärmen die Interviewer zu den eigentlichen Befragungen aus. Die Erhebungsbeauftragten sind angehalten ihre Ausweise vorzuzeigen und bringen zum vorgeschlagenen Termin die Fragebögen für jedes Haushaltsmitglied mit. Weitere Informationen zum Zensus 2011 in Deutschland finden Sie unter www.zensus2011.de/ bzw. umfangreiche Informationen, wie die Kontaktdaten der Erhebungsstellen, sind für Thüringen unter www.statistik.thueringen.de/zensus/ zu finden. Fragen der Thüringer Bürger zum Zensus 2011 werden unter der Hotline-Nummer 0361 37-84333
beantwortet.
Autor: nnz
Kommentare
Retupmoc
09.05.2011, 10:48 Uhr
Hoffen
Da will ich mal hoffen, das ich keinen Bogen erhalte. Wenn doch, wird der Interviewer das Gespräch mit mir auf der Treppe machen müssen. In meine Wohnung kommen die nicht. Abgesehen davon, das dieser Staat sowieso schon alles weiß und selbst die Initiativen der Stasi in den Schatten stellt werde ich diesen Blödsinn auf Steuerzahlenkosten nur in dem Rahmen unterstützen, zu dem ich durch Zwangsgesetze verpflichtet werde. Wo gibt es denn sowas, das man auf EIGENE Kosten diesen sinnfreien MIST wieder zurückschicken muss?
Wolfi65
09.05.2011, 11:56 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert Gehört nicht zum Thema
Sissi
09.05.2011, 12:10 Uhr
rwe62
Da gebe Ich Ihnen vollkommen Recht. Dieser Staat ist schlimmer als die Stasi war. Es gibt doch keinen Datenschutz mehr. und bei mir kommt auch keiner in die Wohnung zum Schnüffeln,nur ins Treppenhaus. Zur Volkszählung hätte man sich auch an die Schufa, oder an die Meldebehörden wenden können.
Pe_rle
09.05.2011, 18:58 Uhr
Sensus oder Dummenfang
ja da fragt man sich was der Blödsinn eigendlich soll.
In einem Land wie Deutschland wo jeder Börokrat schon alles weis ist es mir ein Rätsel was für Fragen kommen.Haben die Herrschaften in Schlips und Kragen ihre Arbeit über Jahrzehnte nicht richtig gemacht?????
Oder,Lach,haben sie Wanne oder Dusche????
Vielleicht fragt man demnächst noch ob jeder eine Keramikschüssel auf dem stillen Örtchen hat und wie oft er am Tag geht,damit die Wasserwirtschaft das planen kann.
Und dafür wird man auch noch gesetzlich gezwungen die Zettel aus zufüllen.
TeeEff
09.05.2011, 23:41 Uhr
Auskunftspflicht vs. Wahrheitspflicht
1. besteht, 2. nicht...so ein Pech aber auch.
Im übrigen kann man zu fast allen Fragen: [X] keine Angaben ankreuzen
Und man muss auch nicht wirklich das Porto bezahlen wenn mans selber macht, auch wenn sie das einem erzählen!
Und gegf. einfach anders antworten als vorgesehen, unleserlich und in Aufsatzform schreiben...müssen sie alles einzeln auswerten...kostet Zeit...man ist Sand im Getriebe.
Ach so die Kosten für den Spass insgesamt kennt man nicht einmal!
Manche sagen ca. 750 Mio...andere sprechen von mindestens 1 Mrd Euro für den Spass...beschlossen hatte man dafür eigentlich nur ca. 460 Mio...aber hey - Steuergelder - kann man schon großzügig sein...
Selbst die Kosten für die Werbespots sind nicht zu erfahren - aber wo kommen wir den hin wenn der Bürger wissen will was mit seinem Geld gemacht wird?
Als nächstes gibts dann gegf. gar noch etwas wie den FOIA (Freedom of Information Act), wo der Bürger Rechtsanspruch auf Auskunft über die Tätigkeit der Behörden und deren Projekte hätte...
Naja, nicht in DIESEM Land! Hier gibts Geheimverträge der öffentlichen Hand mit Privaten...
Stadtbürger
10.05.2011, 17:20 Uhr
wahrheitspflicht besteht auch
lieber TeeEff,
es besteht auch eine wahrheitspflicht. da es sich um einen registergestützten zensus handelt, werden einzelne daten mit den bereits gespeicherten daten abgeglichen. und wann sich dabei eine offensichtliche UNwahrheit herausstellt, kann ebenso ein ordnungsgeld verhangen werden.
man sollte also vorsichtig mit solchen hinweisen sein, da sie zum einen zum gesetzesbruch aufrufen und zum weiteren teuer werden können.
und mal ehrlich: das, was die beim zensus wissen wollen, ist nix wirklich geheimes. ich habe überhaupt kein problem damit. jeder kann sich ja unter www.zensus2011.de den fragebogen mal ansehen und dann selbst feststellen, dass hier nur panikmache betrieben wird.
lustig ist allerdings, dass die erben von stasi und sed den zensus als überwachung betrachten und dabei jahrzehntelang in überwachungsdingen weltweiter spitzenreiter waren.
TeeEff
10.05.2011, 19:14 Uhr
Einfach mal das Gesetz dazu lesen...
nicht nur das die dort notwendigen Voraussetzungen faktisch nicht erfüllt wurden - ausreichende und ausreichend zeitige und breite Vorinformation z.B., gilt auch hier: über Dinge die nicht drin stehen und genau geregelt sind treffen einfach nicht zu. Aber so Blockwarte und Leute mit Vorauseilendem Gehorsam gibts ja in diesem Land immer...
Ich sag immer: Ruhig mal die Literatur und Vorbereitungsunterlagen für die Zähler mitlesen...da kommt Freude auf!
Übrigens wenn doc hall diese Daten per Register abfragbar und verifizierbar sind - wieso dann die neue Erfassung?
Das dem Stadtbürger scheinbar massiv entgangen ist welcher Überwachung er in der BRD längst ausgesetzt ist, von der er aber deutlich weniger merkt als früher, da sie maximal digitalisiert und Miniaturisiert wurde - schweigen wir mal.
Ansonsten ist der Stasi-Erbe die Bundesrepublik selbst - einfach mal in Pullach nachfragen, die Herren Schlapphüte dort wissen bestens Bescheid...
Im übrigen geht den Staat so Sachen überhaupt nichts an, und mir konte bisher KEINER begründen warum das anders sein sollte,
Und da er genug Daten so schon erhebt - von denen keiner weiß wo sie landen, wer drauf Zugriff hat, oder auch nur ob sie sicher transportiert werden oder lagern sollte es bei Minimalaufkommen bleiben.
Ganz besonders auch im Rahmen der Geschichte in diesem Land - man kann ja mal bei IBM fragen, wie das dann damals war mit der Volkszählung in den 30ern...und danach...
Harzer_Wolf
11.05.2011, 07:59 Uhr
Zensus ist ein reines Bespitzeln,
@ Stadtbürger. Ich bin übrigens kein Erbe von Stasi und SED ( ich war in beiden Institutionen kein Mitglied ). Trotzdem ist diese willkürliche Volksbefragung eine Bespitzelei der Bürger !
1. Wenn nicht alle Bürger zur Befragung ausgewählt sind, kann es kein korrektes Ergebnis geben. Sind wir uns da einig?
2. Angaben zur Person, zur Miete, zur Arbeitsstelle usw. kann der Staat sich überall einholen. Einwohnermeldeämter, Finanzamt, Lohnbüros usw. Diese Angaben muss ich nicht befragen.
3. Interessanter wird es bei solchen Fragen wie:
Frage 40:
Haben Sie in den letzten 4 Wochen etwas unternommen, um Arbeit zu finden?
Frage 41:
Könnten Sie in den nächsten 2 Wochen eine bezahlte Arbeit aufnehmen?
Frage 45:
Bitte geben Sie an, welchen Beruf bzw. welche bezahlte Tätigkeit sie ausüben?
Frage 46:
Um die Einordnung Ihrer Tätigkeit zu erleichtern, geben Sie bitte zusätzliche Erläuterungen in Stichworten an....
(Köstliche Frage für eine Prostituierte. Die Erläuterungen dazu würde ich auch gern einmal lesen). Ansonsten wäre ich bei zum Beispiel bei wahrheitsgemäßiger Beantwortung gezwungen Betriebsgeheimnisse zu verraten.
Zu den andren Fragen sage ich mal ganz konkret, die Argen lassen grüßen. Und das sind nicht die einzigen Fangfragen.
Fazit:
Die normalen Fragen kann der Zensus in Kooperation mit staatlichen Organen spielend selbst beantworten. Die anderen Fragen sind Bespitzelei. Und wenn man dann darüber nachdenkt, was der ganze Spaß kostet... da hätte man allen Kindern in Deutschland ein Jahr lang ein Mittagessen kostenlos geben können. Aber wir haben es ja so dicke, das wir für Bürokratie und BND Unsummen ausgeben können.
Stadtbürger
11.05.2011, 10:33 Uhr
statistische hochrechnung
durch die stichprobenartige erhebung von 10 % der bevölkerung können sehr wohl zuverlässige daten ermittelt werden. die mathematischen mittel hierzu dürften jedem bekannt sein, sofern er eine schule besucht hat. die höhe der miete wird im übrigen von den haushalten nicht abgefragt, genauso wenig wie das einkommen. außerdem hätte eine erhebung von 100 % die kosten dafür in exorbitante höhe getrieben. der zensus ist im übrigen von der EU vorgeschrieben.
@TeeEff: die gesetzestexte sind mir sehr wohl bekannt - wahrscheinlich besser als ihnen. dies liegt höchst wahrscheinlich darin begründet, dass ich als erhebungsbeauftragter tätig bin und ausgiebig geschult wurde. die "argumente, die sie hier anbringen sind schlichtweg falsch aufgrund falscher informationen. aber wenn ihnen das zu viel "überwachung" ist, dann können sie sich doch dem freien volk von kim jong il anschließen. :-)
Retupmoc
11.05.2011, 12:40 Uhr
Spitzelei
Ich bin der Mathematik auch mächtig. Deshalb würde ich es auch so sehen, das es nichts nützt 10 Prozent zu erfassen. Damit habe ich maximal eine Hochrechnung. Und jetzt erklären Sie mir mal @ Stadtbürger, wieso man (wenn es eh nicht so genau sein muss) nicht die Daten aus Finanzamt, Einwohnermeldeamt und Arbeitsamt abgleicht und man dann eine genauso korrekte Zahl hat?
Ich antworte Ihnen aus meiner Sicht : Wenn ich die Fragen sehe, die hier der Harzer Wolf reingetellt hat, dann ist das für mich keine statistische Erhebung von Einwohnerzahlen oder Wohnungsgrößen, sondern Ausfragen auf höchstem Niveau!
pumpnC
11.05.2011, 17:21 Uhr
Also..
das ist nicht ganz richtig. Die Daten für die Volkszählung stammen natürlich von den Einwohnermeldeämtern. Die Ergebnisse aus dem Zensus, also der Interviews sind Empirische Daten, die dazu genutzt werden, um den Staat eine Richtlinie bzw. Übersicht zu verschaffen, wofür sie jedes Jahr Milliarden an Geld rauswerfen, in wechlchen Bereich man sparen kann oder wo mehr Budeget hinzugesteuert werden muss.
Sie sollten sich vielleicht mal mit dem Thema Zensus beschäftigen lieber rwe, und das dieser nicht unsinnig ist, sondern sehr wohl einen Sinn hat.
TeeEff
11.05.2011, 19:13 Uhr
Deswegen also diesmal auch die Erfassung der..
Qualität des Wohnraumes...
Und ich dachte schon man will Staatsentschuldung durch Zwangshypotheken machen (gabs ja in diesem Land erst 2x) oder sehen wo man gegf. nach Konflikt Leute Zwangseinquartieren könnte...
Volkzählung ist doch völlig irreführend! Hier wird nicht gezählt sondern extrem geschnüffelt.
Naja vielleicht ist es auch nur eine Bestandsaufnahme - vor dem Krieg/nach dem Krieg...
And history shows: There's just a fine line between statism and fascism.
Bodo Schwarzberg
11.05.2011, 19:35 Uhr
Volkszählung
Liebe Diskutierer,
ich finde es ja gut, dass Sie sich so intensiv mit dem Für und Wider einer Volkszählung beschäftigen. Und ganz gewiss klingen einige der hier besprochenen Fragen aus den Unterlagen reichlich obstrus. Ich frage mich auch, warum der Staat in Zeiten des an sich schon gläsernen und rundherum erfassten Menschen derartige bürokratischen Monster auf Kosten des Steuerzahlers aufbläst.
Allerdings finde ich die Gleichsetzung mit dem Vorgehen der Stasi gewagt. Vergessen wir nicht, dass es ihr um die Erfassung von Daten zur gezielten Verfolgung POLITISCH Andersdenkender bis hin zur Freiheitsberaubung und zur beruflichen Benachteiligung ging. Beim aktuellen Zensus, so fragwürdig wie er auch in Teilen erscheinen mag, aber geht nicht um Derartiges. Mir fällt auch auf, dass sich einige der hier Diskutierenden offenbar nicht ausreichend informiert haben.
Beispielsweise ist eine derartige Zählung nötig, um die Zu- und Abwanderungen aus Deutschland zu erfassen. Da sich Hundertausende bei ihrer Auswanderung nicht ordnungsgemäß bei den Meldebehörden abmelden, besteht hier eine große Unklarheit, die auch mit Computerdaten nicht ausreichend zu erfassen ist und zudem von Jahr zu Jahr wächst. Zu Bedenken geben möchte ich außerdem, dass es in Deutschland in etwa 500.000 illegal Wohnende gibt, die die Steuergelder der registrierten Bürger fleißig und eben illegal nutzen.
Vor diesem Hintergrund würde ich mir bezüglich mancher Zensusinhalte sogar eine verschärfte Volkszählung wünschen, die so manchen Haushalt besonders genau unter die Lupe nimmt.
Fragwürdig erscheint mir aber alles, was mit dem Thema Arbeit zu tun hat. Da drängt sich angesichts der bei Ämtern und Behörden verfügbaren Daten schon die Frage auf, ob es hier um eine Art "Spitzelei" geht.
Nicht zuletzt frage ich mich aber auch Folgendes: 1987 gab es eine breite Bürgerbewegung gegen die damalige Volkszählung in der Bundesrepublik, die sich in der Gründung von Hunderten Bürgerinitiativen manifestierte. Ich schlage Ihnen vor, eine solche zu gründen, statt sich die Köpfe rot zu diskutieren.
Damit ändern Sie nämlich nichts. Wenn Ihnen der Zensus tatsächlich so schwer im Magen liegt, wie so mancher hier schreibt, wäre aus meiner Sicht ein aktives Engagement folgerichtiger.
TeeEff
11.05.2011, 19:52 Uhr
Großteil der Infos kamen erst wenige Wochen vor Beginn...
ansonsten lief da sehr viel im stillen Kämmerlein - man könnte ja meinen *das* hätte Methode...
Kurz: Jetzt noch dagegen machen außer passiven Widerstand zu leisten ist eher verspätet.
Retupmoc
12.05.2011, 09:32 Uhr
Sie haben es doch selbst gesagt,
sehr geehrter Herr Bodo Schwarzberg..." Fragwürdig erscheint mir alles, was mit dem Thema Arbeit zu tun hat "
Das ist genau das was ich meine, das Thema Arbeit hat nichts mit einer Volkszählung zu tun. Für mich ist das Spitzelei im Auftrag der Arbeitsämter.
Dann schreiben Sie, das in Deutschland ca. 500000 Menschen illegal ihren Aufenthalt haben. Das glaube ich Ihnen aufs Wort. Nur, sehr geehrter Herr Schwarzberg, diese Menschen können Sie nicht zählen. Die Grundstücksbesitzer ( also Leute mit Einfamilienhäusern oder ähnlichem, werden diese Menschen nicht beherbergen. Und bei den anderen 10 Prozent die per Zufallsprinzip ausgewählt sind, müssen Sie Glück haben eine Familie zu erwischen, die Leute illegal beherbergt. Und wenn Sie dies tut, und ein wenig clever ist, wird Sie diese Leute nicht angeben. Wieso denn auch?
Wenn man eine Volkszählung reell machen will, denn muss JEDER Haushalt gezählt werden, und dann durh eine ordentliche ÜBERPRÜFUNG. Dann brauht man aber nur Fragen zur Person und zur Wohnung zu stellen. Religion und Arbeit sind tabu. Aber genau das ist es ja, was der Staat nicht möchte. Man würde feststellen das sich mindestens 500000 Leute hier illegal aufhalten, keine Steuern zahlen, schwarz arbeiten und wer weiss was noch.
Sie können es alle schön reden, für mih ist und bleibt der Zensus das was er ist: eine moderne Form der Bespitzelei.
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