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Di, 18:54 Uhr
17.05.2011

Alle können mitwandern

Sind Sie schon mal zusammen mit einer richtigen Ministerpräsidentin und einem richtigen Minister gewandert? Nein? Dann haben Sie am kommenden Sonntag dazu Gelegenheit. In und um Neustadt herum...


Am 22. Mai, dem Internationalen Tag der biologischen Vielfalt, können wanderfreudige Naturliebhaber gemeinsam mit der Thüringer Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht und dem Thüringer Minister für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz Jürgen Reinholz wandern gehen. Bundesweit laden an diesem 22. Mai Wandertage zum Erhalt der biologischen Vielfalt ein, auf Schusters Rappen die Natur zu entdecken.

In Thüringen laden Ministerpräsidentin Lieberknecht und Minister Reinholz zu einer Wanderung durch die artenreichen Wälder des noch jungen Naturparks Südharz ein. Sie haben schon über 100 prominente Unterstützer für ihr Anliegen gewonnen, die Menschen für die biologische Vielfalt Thüringens und ihren Schutz zu begeistern.

Die Naturparkregion umfasst mit den steil aufragenden, bewaldeten Randhöhen des Harzes und der sich daran anschließenden hügeligen Gipskarstlandschaft zwei besonders attraktive und artenreiche Landschaften. Im Internationalen Jahr der Wälder 2011 sollen die Schönheit und der Artenreichtum der Laubwälder des Harzes in den Mittelpunkt der öffentlichen Wahrnehmung gerückt werden. Gleichzeitig soll mit dieser Veranstaltung auf die Bedeutung der Nationalen Naturlandschaften Thüringens für den Erhalt der biologischen Vielfalt hingewiesen werden.

Die Ministerpräsidentin und der Minister haben den Naturpark Südharz auch für ihre Wanderung ausgesucht, um den Bekanntheitsgrad der „jüngsten“ der acht Nationalen Naturlandschaften Thüringens zu erhöhen. Die Wanderung rund um die Talsperre Neustadt/Harz ist für jedermann offen!

Treffpunkt: Waldbad in Neustadt/Harz
Beginn: 10.00 Uhr
Dauer der Wanderung: etwa 4 bis 5 Stunden
Strecke: 10 Kilometer
Autor: nnz

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Kommentare
Bodo Schwarzberg
17.05.2011, 23:05 Uhr
Reinholz wandert um den heißen Brei
Einerseits begrüße ich es ausdrücklich, dass sich der Umweltminister auf diese Wanderung begibt und auch, dass er sie unter das Thema Biologische Vielfalt und deren Erhaltung gestellt hat. Auch, dass sich die Politprominenz nicht abschottet sondern dass jeder Bürger mitwandern und sich gegebenenfalls kritisch äußern kann, finde ich in Ordnung. Aber: Als Umweltminister wird Herr Reinholz gewiss bekannt sein, dass das Herz der biologischen Vielfalt des Kreises Nordhausen im Gebiet des Gipskarstes und nicht im Gebiet der Nordhäuser Talsperre schlägt.

An letzterer gibt es kaum Probleme mit der biologischen Vielfalt. Dort droht keine Naturzerstörung durch weiteren Rohstoffabbau, dort lechzen keine Konzerne nach weiteren Maximal-Profiten. Dort fehlen auch keine zig Schafherden in der Landschaftspflege und dort gibt es keine EU-FFH-Gebiete in denen das von der EU geforderte und von Deutschland ratifizierte Verschlechterungsverbot nicht einzuhalten wäre. Warum stellt sich der Minister nicht den wahren Herausforderungen im Naturpark? Warum drückt er sich? Warum meidet er den Blick auf die Steinrüche Kohnstein, Rüsselsee, Hohe Schleife und Alter Stolberg? Warum auf die vielen hoffnungslos verbuschenden Teile unserer historischen Kulturlandschaft?

Ich hoffe, dass der Minister eine andere als die übliche Politik macht, nämlich dass er sich nicht um die wahren Probleme und deren Lösung herumdrückt, oder sie auf den Sankt Nimmerleinstag, sprich in die nächste Legislaturperiode und dann in die nächste u.s.w. verschiebt, um sie irgendwann als "Zukunftsaufgabe" in seine Aktenschränke zu versenken.

Er sollte Farbe bekennen auf dieser Wanderung fernab der Problemzonen: Zum Beispiel zu der Frage, warum der Steinbruch Rüsselsee über die Köpfe der anliegenden Gemeinden hinweg erweitert wurde und wie er sicherstellen wird, dass es tatsächlich keine neuen Steinbrüche im Gipskarst gibt.

Und auch wie das Land Thüringen ganz konkret seinen Verpflichtungen zur Erhaltung der biologischen Vielfalt entsprechend der jüngsten Internationalen Biodiversitätskonferenz nachkommen wird, wie es also z.B. die Landschaftspflege voranbringen wird und die Sensibilisierung der Menschen für das Wirtschafts- und Naturschutzprojekt Naturpark. Ohne Umschweife und ohne Wanderung um den heißen Brei Herr Minister!
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