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Sa, 07:04 Uhr
21.05.2011

nnz/kn-Tipp: Nicht wegwerfen

Wenn Sie sich, liebe Leser von nnz und kn, auch hin und wieder über das viele Papier in ihren Briefkästen ärgern - kein Problem: Mit dem Zeug können Sie noch ganze Häuser dämmen...


Eine gute Gebäudedämmung ist unerlässlich, wenn man das eigene Heim auf einen zeitgemäßen und umweltgerechten Energieverbrauch trimmen will. Denn die umweltfreundlichste Energie ist immer diejenige, die gar nicht erst erzeugt werden muss. Wer nachhaltig und ökologisch denkt, betrachtet neben der Energieeinsparung, die der Dämmstoff während seiner Nutzungsdauer bewirkt, auch den Ressourcenverbrauch für die Rohstoffgewinnung und Herstellung, den Transport und den Einbau sowie später einmal für die Entsorgung.

Nachwachsende Dämmstoffe

Dämmstoffe aus natürlichen und nachwachsenden Rohstoffen können hier punkten, da sie nicht aus fossilen und damit endlichen Rohstoffen mit relativ hohem CO2-Potenzial erzeugt werden. Auch der Energieaufwand für ihre Herstellung ist vergleichsweise gering. Besonders günstig sind Recycling-Dämmstoffe wie beispielsweise die "Climacell"-Cellulosefasern.

Ihr Ausgangsmaterial Papier ist bereits aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz erzeugt. Die Fasern werden ausschließlich aus Zeitungspapier hergestellt, das in den Druckereien als Abfall anfällt. In einem Spezialverfahren wird das Zeitungspapier zu feinen Cellulosefasern verarbeitet - kein Baum muss dafür extra gefällt werden.

Gebäudehülle für ein gesundes Raumklima

Bei der Verarbeitung auf der Baustelle entsteht kein Verschnitt wie sonst bei Plattenmaterialien. Die Fasern werden lose über einen Schlauch direkt in Hohlräume eingeblasen, während Plattenelemente zugeschnitten werden müssen. Das Einblasverfahren bietet den zusätzlichen Vorteil, dass keine Spalten und Ritzen in der Dämmschicht entstehen können. So gibt es keine unerwünschten Wärmebrücken, die Energieverluste verursachen könnten.

Raumklimatisch ist Cellulose ebenfalls vorteilhaft. Sie ist emissionsfrei und belastet die Raumluft somit nicht. Zusätzlich ist der Naturwerkstoff atmungsaktiv und reguliert damit die Luftfeuchtigkeit im Zimmer. Unter www.climacell.de gibt es Informationen und Bezugsquellen für den Recycling-Rohstoff.

Daten & Fakten

Wenn ein Haus nach vielen Jahrzehnten zurückgebaut wird, zeigt sich, wie nachhaltig und umweltgerecht es geplant wurde. Viele Dämmmaterialien setzen bei ihrer Entsorgung zusätzliches Kohlendioxid frei oder müssen dauerhaft deponiert werden. Cellulose kann ausgebaut und auf der nächsten Baustelle wieder verwendet werden. Sollte sie dennoch thermisch verwertet werden müssen, gibt sie genau die Menge Kohlendioxid ab, die der Baum, aus dem die Cellulose erzeugt wurde, während seiner Wachstumsjahre aus der Luft aufgenommen hat. So verhält das Material sich klimaneutral.
Autor: nnz

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