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Di, 11:57 Uhr
24.05.2011

Weniger Interesse für den Südharz

In den Thüringer Beherbergungsbetrieben sank die Zahl der Übernachtungen im 1. Quartal 2011 um 2,5 Prozent auf 1,7 Millionen. Besonders drastisch war dieser Trend im Südharz zu spüren...

Grafik (Foto: TLS) Grafik (Foto: TLS)

Die Zahl der Gästeankünfte erhöhte sich hingegen nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik im Vergleich zum Vorjahresquartal um 0,8 Prozent auf 607.000. Dementsprechend sank auch die durchschnittliche Aufenthaltsdauer pro Gast im entsprechenden Zeitraum von 2,9 auf 2,8 Tage. Im Durchschnitt waren die 63.000 Gästebetten, die in den Thüringer Beherbergungsstätten mit neun und mehr Betten angeboten wurden, damit zu
29,5 Prozent ausgelastet.

Die Rückgänge der Übernachtungszahlen resultierten im 1. Quartal 2011 insbesondere daraus, dass im größten Thüringer Reisegebiet, dem Thüringer Wald, die Ergebnisse des Vorjahresquartals nicht erreicht wurden. So sank die Zahl der Übernachtungen in diesem Reisgebiet um 56.000 (-6,5 Prozent). Die Zahl der Gästeankünfte ging im gleichen Zeitraum um fast 11.000 zurück (-4,2 Prozent).

Im Südharz konnten in den ersten drei Monaten dieses Jahres 23.387 Übernachtungen registriert werden, das waren 19,5 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Auch die Zahl der Ankünfte sank um 8,2 Prozent auf 10.407.

Fast ein Drittel aller Gäste (189.000) besuchte im 1. Quartal 2011 das Reisegebiet der Städte Eisenach, Erfurt, Jena und Weimar. Dies entspricht einem Zuwachs der Gästeankünfte um 2,8 Prozent. Die Zahl der in diesem Reisegebiet gebuchten Übernachtungen erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahresquartal um 2,7 Prozent auf 329.000. Bei einem Vergleich dieser vier Städte sind allerdings deutliche Unterschiede festzustellen.

Während Jena und Weimar im 1. Quartal 2011 deutlich mehr Gästeankünfte (+14,0 bzw. +7.8 Prozent) und Übernachtungen (+14,6 bzw. +6,3 Prozent) verbuchen konnten, hatten die Städte Erfurt und Eisenach hingegen im Vergleich zum Vorjahresquartal Verluste zu verzeichnen (-0,2 bzw. -8,9 Prozent Gästeankünfte; -1,5 bzw. -5,3 Prozent Übernachtungen).

Aus dem Ausland kamen im 1. Quartal 2011 etwa 32.000 Besucher (+5,4 Prozent). Das waren 5,3 Prozent aller Gäste. Die Zahl der Übernachtungen ausländischer Gäste stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 10,3 Prozent auf 74.000.
Autor: nnz

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Kommentare
meiner meinung nach
24.05.2011, 15:08 Uhr
touristischer Dornröschenschlaf
Man braucht sich nicht zu wundern, wenn die Übernachtungszahlen im nordthüringer Südharz zurückgehen. So sollte man sich mal fragen, wie weltoffen ist unsere Region eigentlich? Was wird eigentlich getan um das zu ändern? Unsere Region muß sich hinsichtlich ihrer Attraktivität nicht verstecken.

Touristische Informationen in Englisch, Niederländisch, Dänisch etc. auf den offiziellen Tourismusseiten der Region im Internet- bis auf wenige Ausnahmen absolute Fehlanzeige. Ein Blick in den Westharz zeigt durchaus, wie um reisefreudige Gäste aus dem näheren Ausland geworben wird.

Für ein paar Hinweisschilder an der Autobahn, Schaukästen an den Autobahn-Parkplätzen oder eine entsprechenden Beschilderung bedarf es auch nur geringfügiger finanzieller Mittel...
Es fehlt leider offenbar an privaten oder öffentlich-rechtlichen Tourismusmanagern mit einer Vision, die mal ein bißchen was anpacken...
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