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So, 09:01 Uhr
29.05.2011

Klapprig und voll übler Substanzen

Junge Eltern, die einen Kinderwagen kaufen, müssen richtig tief ins Portemonnaie greifen. Doch die meisten Modelle sind ihr Geld nicht wert. Einige stecken voller Schadstoffe, andere sind klobig, klapprig oder wenig kindgerecht. Dieses Resümee zieht das Frankfurter Verbrauchermagazin ÖKO-TEST...


...das in der aktuellen Juni-Ausgabe Kinderwagen nicht nur auf Schadstoffe durchgecheckt, sondern auch einer umfangreichen Praxisprüfung unterzogen hat.

Ein Wagen der Firma Hauck beispielsweise enthält das verbotene aromatische Amin p-Aminoazobenzol, das als krebserregend gilt. Der Kinderwagen dürfte damit eigentlich gar nicht verkauft werden. Doch er ist nicht der einzige, der mit einer langen Liste an Schadstoffen aufwartet. Auch bei anderen Wagen fand das Labor unter anderem den krebsverdächtigen Farbstoffbaustein Anilin und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK).

Auch bei der Praxisprüfung zeigten sich einige Wagen nicht von der besten Seite: Ein Modell erwies sich als nicht geländetauglich, denn beim Härtetest auf dem Rollenprüfstand ist das Vorderrad abgebrochen. Bei einem anderen sind unter der recht dünnen Einlage im Kopfbereich scharfe Kanten zu finden. Dadurch besteht die Gefahr, dass sich das Kind verletzt, wenn das Polster verrutscht. Das Modell von Bugaboo ist am Schieber mit einem „Sicherheitsriemen“ ausgestattet, den Eltern um das Handgelenk tragen sollen. Der ist allerdings nicht nur überflüssig, sondern auch viel zu lang und kann im schlimmsten Fall für Kinder gefährlich werden, weil sie sich damit strangulieren können.

Doch immerhin drei Kinderwagen kann ÖKO-TEST empfehlen. Diese gehören allerdings zu den höherpreisigen Produkten, die sich im Praxistest als besonders gut erwiesen haben.

Das ÖKO-TEST-Magazin Juni 2011 gibt es seit dem 27. Mai 2011 im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 3,80 Euro.
Autor: nnz

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