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Di, 15:28 Uhr
14.06.2011

Pausenlos geröngt

In der vergangenen Woche haben die Kontrolleinheiten des Hauptzollamts Braunschweig eine ununterbrochende Kontrolle des Verkehrs in der Region Göttingen durchgeführt. Bei der 72 Stunden andauernden Kontrollmaßnahme unter Einsatz einer teilmobilen Röntgenanlage wurden 650 Kontrollen durchgeführt. Und es wurde ein Niere transportiert...

Kontrolliert (Foto: Zoll) Kontrolliert (Foto: Zoll)

“Wir haben wärend der “Nonstop-Kontrollmaßnahme” 650 LKW geröntgt, 1.700 Euro durch Vollstreckungsmaßnahmen vor Ort eingenommen und für 1.100 Liter eingeschmuggelte Dieselmehrmenge Steuerstrafverfahren eingeleitet”, bilanziert Carsten Nückel, Leiter der Kontrolleinheit mit Sitz in Göttingen. “Die stationäre Röntgenanlage ermöglicht uns die Entscheidung über die Weiterfahrt der LKW in wenigen Minuten. Mit ihrer Hilfe spüren wir Schmuggelverstecke auf, ohne dass die Schlepper entladen werden müssen”, erläutert Nückel weiter.

Seit dem Wegfall der Kontrollen an den Binnengrenzen der EU, ist es die Kontrolleinheit Verkehrswege des Zolls, die das Zollrecht und nationale Bestimmungen auf der Straße durchsetzt. Die Bekämpfung des Zigarettenschmuggels, des illegalen Handels mit geschützten Tieren und Pflanzen und die Überwachung von Ein- und Ausfuhrverboten sind die Tätigkeitsschwerpunkte der Kontrollbeamten.

Geröntg (Foto: Zoll) Geröntg (Foto: Zoll)

Der Kontrollpunkt war 72 Stunden nonstop besetzt – rund um die Uhr wurden LKW durchleuchtet. Nur so war die hohe Kontrolldichte von über 200 LKW in 24 Stunden realisierbar. Ein großer Vorteil von Langzeitkontrollen ist, dass unter den Fahrern, die sich über Funk gegenseitig warnen können, nie Sicherheit über das Ende der Kontrollaktion aufkommt. Ein Ausweichen der LKW auf Nebenstrecken verhinderten die Zöllner im Übrigen durch das Zuführen von Fahrzeugen aus einem Radius von 100 Kilometern um den Kontrollpunkt.

Damit derartige Großkontrollen nicht zum Verkehrshindernis werden, setzt der Zoll sogenannte Zugfahrzeuge ein. Diese Streifenwagen setzen sich im fließenden Verkehr vor ausgewählte Fahrzeuge und geleiten sie zum Kontrollpunkt. Das blinkende “Follow Me” der Signalanlage wird von jedem LKW-Fahrer sofort verstanden – unabhängig von seiner Herkunft. Unweit des Kontrollpunkts war ein Fahrzeug für eilige Organtransporte in einen Auffahrunfall verwickelt. Seine Fracht: Eine im Krankenhaus Hannoversch Münden dringlich erwartete Spenderniere. Der Fahrer hielt ein passierendes ZollStreifenfahrzeug an und bat um Hilfe, da er den Unfallort nicht verlassen konnte.

Die Zeit drängte, zumal der Organempfänger bereits für die Transplantation im Krankenhaus medizinsch vorbereitet wartete. Die Zöllner halfen sofort und brachten die Niere ins Krankenhaus. Soweit bekannt, kam das Organ dort rechtzeitig an und die Transplantation war ein Erfolg.
Autor: nnz

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