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Mi, 10:11 Uhr
15.06.2011

Bei „Königs“ in Tilleda

Selbsthilfegruppe war zu Besuch bei „Königs“ in Tilleda. Dazu erreichte kn folgender Bericht...

Früher weilten Kaiser und König auf ihren unsteten Wanderungen durch die Lande am Fuße des Kyffhäusers, heute tummeln sich Touristen, Geschichtsinteressierte und Schulklassen im weitläufigen Areal des Freilichtmuseums Pfalz Tilleda. Jüngst besuchte auch die Selbsthilfegruppe „Frauen nach Krebs“ aus Artern die archäologische Grabungsstätte mit rekonstruierten Bauten dieses mittelalterlichen Herrschersitzes. Wenngleich das Wetter in Barbarossas Reich sich eher nebelig und leicht feucht gebärdete, bewegten sich die Temperaturen doch im angenehmen Bereich, sodass die fünfzehn Teilnehmer eine angenehme Zeit auf dem Pfingstberg verbrachten.

Pfalzarchäologe Michael Dapper nahm sich den Arterner Besuchern an, berichtete launig aus der Geschichte des vier Hektar großen Anwesens und stellte auf archäologischen Grabungen basierende Rekonstruktionen, u. a. eines Versammlungshauses, der Pfalzkirche sowie Handwerkerhäuser, vor. Sichtlich beeindruckt von der historischen und musealen Vielfalt der Königspfalz schritten die Damen und Herren anschließend zum Mittagbrot – natürlich nach mittelalterlichem Rezept!

Dazu hatte Köchin Alexandra Dapper die Zutaten für eine Kirschsuppe vorbereitet, die durch SHG-Mitglieder selbst zubereitet werden durfte. Wer hätte gedacht, dass Sauerkirschen, am offene Feuer gekocht und mit gezuckertem Gries sowie Zimt und einer halben Falsche Wein abgeschmeckt, nicht nur ein sehr schmackhaftes, sondern zugleich sättigendes Mahl ergeben, zumal das Besteck stilecht aus Holzlöffeln und gedrechselten Tellern bestand! „Das wird zu Hause nachgekocht.“, so der Konsens der Frauen nach dem ungewöhnlichen Mittagessen.

Bei „Königs“ in Tilleda (Foto: Sabine Schmölling) Bei „Königs“ in Tilleda (Foto: Sabine Schmölling)

Archäologe und Autor Michael Dapper (rechts) erläutert mittelalterliche Baulichkeiten im östlichen Bereich der Hauptburg.


Als Andenken und heimatgeschichtlichen Lesestoff ging am Ausgang noch mehrmals die Broschüre „Die Pfalz Tilleda am Kyffhäuser“ aus der Feder von Prof. Paul Grimm, dem bekannten Ausgräber der alten Königsstätte, über den Ladentisch. - Ein wiederum attraktiver und sehr lehrreicher Ausflug unserer Selbsthilfegruppe schloss mit einem Besuch des Kirsch-Cafes sowie der Verkaufsräume des Landschafts- und Streuobstpflegeverein "Kyffhäusernordrand e.V.". Weitere gemeinsame Ausflüge sind geplant – das Jahr ist noch lang!
Sabine Schmölling
SHG Frauen nach Krebs, Artern
Autor: khh

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