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Do, 12:16 Uhr
30.06.2011

Meilenstein oder Stolperstein

Eine interessante Frage, das neue Anerkennungsgesetz - Meilenstein oder Stolperstein? Zu dieser Informationsveranstaltung im Rahmen des Netzwerkprojektes "to arrange - PROJob" beim Kreisjugendring Kyffhäuserkreis durchgeführt, erhielt kn folgende Information...

Komplex ist dieses Thema - das Thema der Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse. Insbesondere, wenn es um Abschlüsse aus so genannten Drittstaaten geht - also meist Flüchtlinge und ehemalige Asylsuchende betrifft, die eine dauerhafte Duldung in Deutschland haben. Akteure relevanter Bereiche von Landratsamt, Jobcenter, Volkshochschule und andere Interessenvertretungen informierten sich in einem Nachmittagseminar des Kreisjugendring Kyffhäuserkreis e.V. am 22.06.2011 über den derzeitigen Stand und vorgesehene Änderungen im Anerkennungsgesetz. Der Fokus lag dabei auf dem Anerkennungsverfahren in Thüringen.

Viele Zugewanderte arbeiten in Deutschland als Hilfsarbeiter oder sind auf staatliche Transferleistungen angewiesen, obwohl sie gute berufliche, allerdings im Ausland erworbene, Qualifikationen und Abschlüsse besitzen. Diese sollen in Deutschland künftig schneller anerkannt werden. Dazu verabschiedete das Bundeskabinett im März den Entwurf des neuen Anerkennungsgesetzes. Erstmalig soll es nicht nur einen Rechtsanspruch auf Anerkennung geben, auch die Staatsangehörigkeit der Antragsteller soll bei der Bewertung künftig keine Rolle mehr spielen.

Meilenstein oder Stolperstein (Foto: Kreisjugendring) Meilenstein oder Stolperstein (Foto: Kreisjugendring)

Der Kreisjugendring Kyffhäuserkreis widmet sich seit einigen Jahren im Rahmen seiner Projekttätigkeit den Themenschwerpunkten "Demokratie und Toleranz" und "Leben und Arbeiten in Vielfalt", so auch aktuell im Rahmen der Umsetzung der seit 28.08.2007 bestehenden Änderungen im deutschen Aufenthaltsgesetzt, die Flüchtlinge und langjährig Geduldete betreffen. 2008 wurde erstmalig ein ESF-Programm aufgelegt, welches die Verbesserung der Chancen Bleibeberechtigter und Flüchtlinge bei der Eingliederung in den Arbeitsmarkt unterstützen sollte. Im Rahmen dessen waren von 2008 bis 2010 verschiedene Träger in Thüringen tätig, die sich in ihrer Arbeit der Zielstellung der langfristigen Integration von Migranten in den Arbeitsmarkt - und dadurch auch soziale Integration - in Deutschland widmeten. Im Rahmen der Fortführung des ESF-Programms schlossen sich diese Träger Ende 2010 unter dem Namen "to arrange - PROJob" zu einem Verbund zusammen.

Meilenstein oder Stolperstein (Foto: Kreisjugendring) Meilenstein oder Stolperstein (Foto: Kreisjugendring)

Der Kreisjugendring Kyffhäuserkreis e.V. ist einer von zehn Trägern und ist dabei unter anderem auch für die Organisation von Informationsveranstaltungen verantwortlich, um Akteuren in diesem Themenfeld etwas mehr Rechtssicherheit zu geben.
Als Referentin stand Frau Annett Roswora vom Institut für Berufsbildung und Sozialmanagement GmbH (kurz IBS) mit Sitz in Erfurt zur Verfügung. Frau Roswora ist als thüringenweite Koordinatorin des Netzwerkprojektes tätig und verfügt über langjährige Erfahrungen in diesem Tätigkeitsfeld. Ihre Ausblicke auf die neuen gesetzlichen Regelungen regten zur Diskussion an - ihre Frage, ob das neue Anerkennungsgesetz "Meilenstein" oder "Stolperstein" sein wird, kann umfassend aber sicher erst nach der für 2012 geplanten Einführung beantwortet werden.
Kreisjugendring Kyffhäuserkreis
Autor: khh

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