Mo, 13:18 Uhr
04.07.2011
Heißer Sommer im Altendorf
Ein ungewöhnliches, großartiges Ereignis wirft seine Schatten voraus: in Nordhausen wird in diesem Jahr erstmals zum Sommertheater eingeladen. In einen Stadtteil, der von der Bausubstanz unterschiedlicher nicht sein könnte...
Der Blick fällt auf wunderschön sanierte Häuser, die mit alten, ehrwürdigen Gebäuden, an denen der Zahn der Zeit schon deutlich genagt hat, ein Ensemble bilden.
Gerade zu solchen Stätten zieht es Sabine Karasch aus Hamburg, die den alten Mauern neues Leben einhauchen möchte mit einer ungewöhnlichen Art des Theaterspielens. Sie lässt die Zuschauer neue Räume betreten, nimmt sie mit auf eine Reise in längst vergangene Zeiten. Man geht nicht ins Theater, sondern sozusagen mit ihm mit. Die Zuschauer folgen der Handlung, die im Altendorfer Kirchenviertel an drei verschiedenen Spielorten zu sehen ist: an und in der Altendorfer Kirche, auf dem Gelände des Wasserverbandes und in der Schärfgasse 3, einem Haus, das die SWG erworben hat. Erstmals wird an diesen Orten Shakespeares Hamlet aufgeführt.
Zum ersten Mal seit Jahren steht auf diese Weise auch die Altendorfer Kirche wieder einmal im Mittelpunkt, denn hier beginnt die Geschichte von Hamlet. Viele werden sich noch an den Herbst 1989 erinnern, als diese Kirche Treffpunkt des organisierten Widerstands gegen die DDR-Staatsmacht und Ausgangspunkt der friedlichen Revolution in Nordhausen war. Seitdem ist es um sie sehr ruhig geworden.
In der Chronik der Altendorfer Kirche ist zu lesen, dass ab 1294 Zisterzienser-Klosterfrauen sie als Klosterkirche nutzten. In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts begann das nach der heiligen Jungfrau Maria benannte Gotteshaus St. Maria im Tale immer mehr zu verfallen. Ab 1639 wurde die Kirche teilweise abgetragen, umgebaut und neu wieder aufgebaut. Knapp dreißig Jahre später wurde sie neu eingeweiht. Den zweiten Weltkrieg überstand die Altendorfer Kirche als einzige Kirche Nordhausens fast unbeschadet. Im historischen Herbst 1989 war die Kirche wieder in aller Munde, hier traf sich der organisierte Widerstand in den Wochen der friedlichen Revolution, formierte sich Nordhausens Bürgerbewegung.
Vielleicht ist das Sommertheater Hamlet ein guter Anlass, um über eine neue Nutzung der Altendorfer Kirche nachzudenken, dieses geschichtsträchtige Bauwerk aus seinem Schattendasein zu holen.
Premiere: 22.07.2011, 20.00 Uhr, Altendorf
Weitere Vorstellungen:
23.07.2011, 20.00 Uhr, Altendorf
28.07.2011, 20.00 Uhr, Altendorf
29.07.2011, 20.00 Uhr, Altendorf
30.07.2011, 20.00 Uhr, Altendorf
Karten für das Sommertheater Hamlet gibt es an der Theaterkasse, Tel. 0 36 31/98 34 52 sowie an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH und außerdem online www.theater-nordhausen.de.
Autor: nnzDer Blick fällt auf wunderschön sanierte Häuser, die mit alten, ehrwürdigen Gebäuden, an denen der Zahn der Zeit schon deutlich genagt hat, ein Ensemble bilden.
Gerade zu solchen Stätten zieht es Sabine Karasch aus Hamburg, die den alten Mauern neues Leben einhauchen möchte mit einer ungewöhnlichen Art des Theaterspielens. Sie lässt die Zuschauer neue Räume betreten, nimmt sie mit auf eine Reise in längst vergangene Zeiten. Man geht nicht ins Theater, sondern sozusagen mit ihm mit. Die Zuschauer folgen der Handlung, die im Altendorfer Kirchenviertel an drei verschiedenen Spielorten zu sehen ist: an und in der Altendorfer Kirche, auf dem Gelände des Wasserverbandes und in der Schärfgasse 3, einem Haus, das die SWG erworben hat. Erstmals wird an diesen Orten Shakespeares Hamlet aufgeführt.
Zum ersten Mal seit Jahren steht auf diese Weise auch die Altendorfer Kirche wieder einmal im Mittelpunkt, denn hier beginnt die Geschichte von Hamlet. Viele werden sich noch an den Herbst 1989 erinnern, als diese Kirche Treffpunkt des organisierten Widerstands gegen die DDR-Staatsmacht und Ausgangspunkt der friedlichen Revolution in Nordhausen war. Seitdem ist es um sie sehr ruhig geworden.
In der Chronik der Altendorfer Kirche ist zu lesen, dass ab 1294 Zisterzienser-Klosterfrauen sie als Klosterkirche nutzten. In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts begann das nach der heiligen Jungfrau Maria benannte Gotteshaus St. Maria im Tale immer mehr zu verfallen. Ab 1639 wurde die Kirche teilweise abgetragen, umgebaut und neu wieder aufgebaut. Knapp dreißig Jahre später wurde sie neu eingeweiht. Den zweiten Weltkrieg überstand die Altendorfer Kirche als einzige Kirche Nordhausens fast unbeschadet. Im historischen Herbst 1989 war die Kirche wieder in aller Munde, hier traf sich der organisierte Widerstand in den Wochen der friedlichen Revolution, formierte sich Nordhausens Bürgerbewegung.
Vielleicht ist das Sommertheater Hamlet ein guter Anlass, um über eine neue Nutzung der Altendorfer Kirche nachzudenken, dieses geschichtsträchtige Bauwerk aus seinem Schattendasein zu holen.
Premiere: 22.07.2011, 20.00 Uhr, Altendorf
Weitere Vorstellungen:
23.07.2011, 20.00 Uhr, Altendorf
28.07.2011, 20.00 Uhr, Altendorf
29.07.2011, 20.00 Uhr, Altendorf
30.07.2011, 20.00 Uhr, Altendorf
Karten für das Sommertheater Hamlet gibt es an der Theaterkasse, Tel. 0 36 31/98 34 52 sowie an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH und außerdem online www.theater-nordhausen.de.
