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Mi, 15:28 Uhr
06.07.2011

Der Blick zum Nachbarn: Bullenjagd

Zwei ausgebüxte Jungbullen eines Landwirtes aus dem Kreis Northeim haben in der Nacht zu Mittwoch drei Streifenwagen der Polizei Northeim und ein Fahrzeug der Göttinger Autobahnpolizei rund zwei Stunden lang in Atem gehalten. Und wir haben die Geschichte einer Bullenjagd...


Die Tiere waren aus noch ungeklärten Gründen von einer Weide auf die Südfahrbahn der A 7 gelaufen und konnten erst nach langwieriger Verfolgung mit filmreifen Szenen eingefangen werden.

Gegen 23.20 hatte ein Verkehrsteilnehmer der Polizei in Northeim mitgeteilt, dass sich die beiden Rinder auf der Autobahn 7 in Höhe Denkershausen befinden würden. Ein Streifenwagen der Polizeikommissariats Northeim rückte sofort aus, um die Tiere aufzuspüren. Während die Beamten den nachfolgenden Autoverkehr verlangsamten, liefen die beiden Jungbullen in "Westernmanier" in Richtung "Süden" vor dem Streifenwagen her.

An der Anschlussstelle Northeim-Nord wurden die beiden Ausreißer unterdessen von weiteren Funkstreifen und dem mit Trecker und Anhänger herbeigeeilten Bauern erwartet. Der Plan war gut: die Tiere sollten in die Abfahrt der AS Northeim-Nord getrieben und dort an den Landwirt übergeben werden. Hierzu sperrten die Streifenwagen die Ausfahrt nach hinten ab. Doch es kam alles anders. Bei dem Versuch, die Polizeiabsperrung zu "durchbrechen", prallte eines der Rinder zunächst gegen eines der Fahrzeuge.

Anschließend sprangen beide Rindviecher im Kurvenbereich über die Leitplanke und setzten ihre Flucht auf der A 7 in südliche Richtung fort. An der nächsten Anschlussstelle (Northeim) warteten daraufhin bewaffnet mit Blasrohr und Betäubungspfeilen zwei alarmierte Tierärzte auf ihren Einsatz.

Tatsächlich konnte eines der Tiere betäubt und anschließend gefesselt werden. Bei der "Festnahme" verletzte sich der Jungbulle leicht. Das zweite Rind wurde zwar ebenfalls getroffen, jedoch zeigten die Pfeile keinerlei Wirkung und auch mehrmalige Versuche von Bauer und Beamten das Tier einzufangen, schlugen fehl.

Statt sich einfach zu ergeben, machte der Jungbulle plötzlich kehrt, lief entgegen der Fahrtrichtung zwischen den Fahrzeugen im Stau hindurch und anschließend weiter auf dem Standstreifen in Richtung der AS Northeim-Nord zurück. Hier schoss einer der Tierärzte
nochmals mit einem Narkosepfeil auf das Rind. Kurz danach konnte das Tier endlich unter Einsatz aller Beteiligten zu Boden gerungen und an der Leitplanke mit Seilen angebunden werden.

Beide Rinder wurden danach durch den Landwirt mit Schlepper und Viehanhänger abtransportiert. Für die Dauer der wilden Verfolgungsjagd musste die A 7 in
Fahrtrichtung Kassel voll gesperrt werden. Es bildete sich ein Rückstau von maximal vier Kilometern Länge.
Autor: nnz

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