So, 01:38 Uhr
17.07.2011
Überraschung auf dem Harzfest
Mit der Dresdner Popgruppe Polarkreis 18 verbindet der Hörer vor allem das Lied Allein Allein. Zwar war das Lied eines der erfolgreichsten Hits des Jahres 2008. Doch die Band zeigte in ihrer Mischung aus Synthiepop und Postrock noch andere musikalische Leckerbissen auf dem Harzfest.
Betrachtet der Zuschauer eine Veranstaltung unter dem Aspekt, ohne Erwartung etwas zu erleben, so bedeutet dies auch, überrascht zu werden. Der Auftritt der Band Polarkreis 18 am Samstagabend auf dem Harzfest war ein solcher Moment. Jedenfalls für den unvorbereiteten Besucher.
Das Konzert bot eine Mischung aus ruhigen Balladen und harten, schlagzeuggetriebenen Klängen, die das Publikum über 90 Minuten mitrissen. Dafür sorgte allein schon die one-man-show des Sängers Felix Räuber, der scheinbar überall präsent war.
Alles fing damit an, dass er zum ersten Lied durch das Publikum Richtung Tribüne einlief und so das Gefühl der Unmittelbarkeit vermittelte. Während diverser weiterer Showeinlagen kletterte er an der Seite der Bühne hoch, rief die ersten Konzertreihen zum Tanz auf der Bühne auf und badete regelmäßig in der Menge.
Als Höhepunkt dieser Inszenierung bat er das Publikum, sich auf den Platz zu knien und ihm bei seiner Interpretation von Ombra Mai Fu von Georg Friedrich Händel zuzuhören. Die Musik der Popgruppe bildete damit eine Kombination aus klassischen Musikelementen, gefühltem Elektrosound, Gitarreneinlagen und einer sehr talentierten Stimme.
Ob diese Symbiose von Musikstilen ein Erfolg wird, hängt natürlich am Ende vom Publikum ab. Doch die Musikshow von Polarkreis 18 auf dem Harzfest kann, jedenfalls für die anwesenden Zuschauer, als ein Höhepunkt der diesjährigen Veranstaltung gelten. Auch wenn dies die größte Überraschung ist.
Tobias Wendehost
Autor: twBetrachtet der Zuschauer eine Veranstaltung unter dem Aspekt, ohne Erwartung etwas zu erleben, so bedeutet dies auch, überrascht zu werden. Der Auftritt der Band Polarkreis 18 am Samstagabend auf dem Harzfest war ein solcher Moment. Jedenfalls für den unvorbereiteten Besucher.
Das Konzert bot eine Mischung aus ruhigen Balladen und harten, schlagzeuggetriebenen Klängen, die das Publikum über 90 Minuten mitrissen. Dafür sorgte allein schon die one-man-show des Sängers Felix Räuber, der scheinbar überall präsent war.
Alles fing damit an, dass er zum ersten Lied durch das Publikum Richtung Tribüne einlief und so das Gefühl der Unmittelbarkeit vermittelte. Während diverser weiterer Showeinlagen kletterte er an der Seite der Bühne hoch, rief die ersten Konzertreihen zum Tanz auf der Bühne auf und badete regelmäßig in der Menge.
Als Höhepunkt dieser Inszenierung bat er das Publikum, sich auf den Platz zu knien und ihm bei seiner Interpretation von Ombra Mai Fu von Georg Friedrich Händel zuzuhören. Die Musik der Popgruppe bildete damit eine Kombination aus klassischen Musikelementen, gefühltem Elektrosound, Gitarreneinlagen und einer sehr talentierten Stimme.
Ob diese Symbiose von Musikstilen ein Erfolg wird, hängt natürlich am Ende vom Publikum ab. Doch die Musikshow von Polarkreis 18 auf dem Harzfest kann, jedenfalls für die anwesenden Zuschauer, als ein Höhepunkt der diesjährigen Veranstaltung gelten. Auch wenn dies die größte Überraschung ist.
Tobias Wendehost
