Mo, 11:29 Uhr
18.07.2011
Schwache Leistung?
Bei der touristischen Darstellung der Region um Sondershausen wurde vom für Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz Thüringens die Region als touristisches Niemandsland dargestellt. Wie kn zu der Meinung kommt, erfahren Sie hier....
Am 10.Juli 2011 hatte im Artikel Tourismus im ländlichen Raum über ein neues Internetportal des Landwirtschaftsministeriums berichtet. Natürlich hat jetzt kn die Ganze Sache mal näher beleuchtet. Dabei trat Erschreckliches zu Tage. Geht man ins Projekt Forsten und Tourismus - Erholungswegekarte Thüringen und geht mal nach Karte Sondershausen , dann kann man bei der Option Erholungspunkte ein Häkchen setzen und sollte sehenswertes der Region angezeigt bekommen.
Sollte, muss man betonen. Natürlich fällt sofort auf, dass in Sondershausen die Touristinformation am Markt so einfach unter den Tisch gefallen lassen wurde. Warum weshalb bleibt schleierhaft. Die Zahl der Ungereimtheiten setzt sich fort. Gleich der weitere Punkt P wie Parkplätze überrascht auch. Nach dieser Darstellung hat Sondershausen keine Parkplätze. Man muss ja nicht nicht jede kleine Parkbucht aufführen, wenn aber der Borntalparkplatz und der Parkplatz am Bebraer Teich als Ausgangspunkt für Wanderungen zum Passen fehlt, und auch der Possenparkplatz selbst mit mehreren Hundert Stellflächen fehlt, dann verwundert das schon beträchtlich.
Auch dass die schönsten Aussichtspunkte von Sondershausen mit Blick auf die Stadt nicht eingezeichnet wurden zeigt ein großes Maß an Ahnungslosigkeit, hat man doch von der Haardt, vom Rondell oder dem Bismarckturm (Spatenbergturm) eine bessere Aussicht, als vom Possenturm selbst.
Apropos Possenturm. Jetzt wird es schon hahnebüchend. Der Possenturm selbst wurde nicht eingezeichnet. Bei der MDR-Umfrage zu den bedeutendsten Türmen Mitteldeutschlands (33 Kandidaten) belegte der Possenturm immerhin den 9. Platz. Das war aber noch lange nicht ausreichend für die Macher dieses Portals, den Possenturm aufzunehmen. Der Possenturm ist so nebenbei auch der höchste Fachwerkturm Europas. Natürlich wurde auch der Bismarckturm vergessen, wie sollte es anders sein.
Das Kyffhäuserdenkmal ist übrigens nach dieser Kartendarstellung auch nur ein ganz gewöhnlicher Aussichtspunkt. Das man dieses turmähnlche Gebilde besteigen kann und so doch als Turm ausweisen sollte, ist gewiss Ansichtssache. Bei kn sieht man sicher das Ganze wieder völlig falsch.
Wanderer und Radwanderer scheinen für die Macher des Portals niveaulose Kulturbanausen zu sein? Ein Rubrik Museen gibt es nicht. Bildet man sich in Erfurt wirklich ein, dass dieses Klientel keine Museen besucht? Ich, persönlich als Radwanderer, besuche eher ein Museum, als das ich eine Sprungschanze herunterfahre, aber die Menschen sind eben doch verschieden.
Wer freut sich als Wanderer und Radwanderer nicht, wenn er sich mal richtig erfrischen kann. Wer denkt, solche Orte wären in so einer Karte zu finden, der irrt. Offensichtlich ist man in Erfurt der Meinung, Bäder sind so selten, da verzichtet man lieber auf eine Darstellung, denn die Rubrik fehlt völlig.
Auch sonst gibt es handwerkliche Fehler. Während der völlig bedeutungslose Kutschersberg-Rundweg (Kreis) in der Karte ist, wurde der Cannabichweg von Sondershausen zur Orangerie Bendeleben mal schnell ganz vergessen. Der Kutschersberg-Rundweg wurde von der FAU soweit bereits zurückgebaut, dass auch keine Wegemarken und Wegeschilder mehr vorhanden sind!
Dafür wurde Radwanderwege "neuerfunden" die bisher auf keinen Karten existent sind. Der mit Pfeil versehene Weg, ist zwar ein schöner Wanderweg, wurde aber nie als Radwanderweg in Karten erwähnt. Er hat als sandgeschlämmter Weg einige Steilstücke, die bergab kreuzgefährlich sind, weil man auf der sandigen Fläche schnell die Gewalt über sein Rad verliert.
Warum die Landstraße zwischen Großfurra und Kleinfurra ein Radwanderweg sein soll, erschloss sich weder kn, noch dem ehrenamtlichen Ortswegewart Wandern und Radwandern. Aber vielleicht ist das der versteckte Hinweis auf den Bau eines straßenbegleitenden Radweges. Das darf bezweiflet werden.
Bleibt in Summe nur festzustellen, ein sicher guter Ansatz muss wohl doch nochmals deutlich nachgebessert werden. Da fragt man sich bei kn schwer besorgt, wer hat da eigentlich die Zuarbeit geleistet?
Kartendarstellungen als Screenshot aus Portal der angegebenen Internetadresse, zuzüglich Markierung durch kn. Basis der Karten ist Google-Map
Autor: khhAm 10.Juli 2011 hatte im Artikel Tourismus im ländlichen Raum über ein neues Internetportal des Landwirtschaftsministeriums berichtet. Natürlich hat jetzt kn die Ganze Sache mal näher beleuchtet. Dabei trat Erschreckliches zu Tage. Geht man ins Projekt Forsten und Tourismus - Erholungswegekarte Thüringen und geht mal nach Karte Sondershausen , dann kann man bei der Option Erholungspunkte ein Häkchen setzen und sollte sehenswertes der Region angezeigt bekommen.
Sollte, muss man betonen. Natürlich fällt sofort auf, dass in Sondershausen die Touristinformation am Markt so einfach unter den Tisch gefallen lassen wurde. Warum weshalb bleibt schleierhaft. Die Zahl der Ungereimtheiten setzt sich fort. Gleich der weitere Punkt P wie Parkplätze überrascht auch. Nach dieser Darstellung hat Sondershausen keine Parkplätze. Man muss ja nicht nicht jede kleine Parkbucht aufführen, wenn aber der Borntalparkplatz und der Parkplatz am Bebraer Teich als Ausgangspunkt für Wanderungen zum Passen fehlt, und auch der Possenparkplatz selbst mit mehreren Hundert Stellflächen fehlt, dann verwundert das schon beträchtlich.
Auch dass die schönsten Aussichtspunkte von Sondershausen mit Blick auf die Stadt nicht eingezeichnet wurden zeigt ein großes Maß an Ahnungslosigkeit, hat man doch von der Haardt, vom Rondell oder dem Bismarckturm (Spatenbergturm) eine bessere Aussicht, als vom Possenturm selbst.
Apropos Possenturm. Jetzt wird es schon hahnebüchend. Der Possenturm selbst wurde nicht eingezeichnet. Bei der MDR-Umfrage zu den bedeutendsten Türmen Mitteldeutschlands (33 Kandidaten) belegte der Possenturm immerhin den 9. Platz. Das war aber noch lange nicht ausreichend für die Macher dieses Portals, den Possenturm aufzunehmen. Der Possenturm ist so nebenbei auch der höchste Fachwerkturm Europas. Natürlich wurde auch der Bismarckturm vergessen, wie sollte es anders sein.
Das Kyffhäuserdenkmal ist übrigens nach dieser Kartendarstellung auch nur ein ganz gewöhnlicher Aussichtspunkt. Das man dieses turmähnlche Gebilde besteigen kann und so doch als Turm ausweisen sollte, ist gewiss Ansichtssache. Bei kn sieht man sicher das Ganze wieder völlig falsch.
Wanderer und Radwanderer scheinen für die Macher des Portals niveaulose Kulturbanausen zu sein? Ein Rubrik Museen gibt es nicht. Bildet man sich in Erfurt wirklich ein, dass dieses Klientel keine Museen besucht? Ich, persönlich als Radwanderer, besuche eher ein Museum, als das ich eine Sprungschanze herunterfahre, aber die Menschen sind eben doch verschieden.
Wer freut sich als Wanderer und Radwanderer nicht, wenn er sich mal richtig erfrischen kann. Wer denkt, solche Orte wären in so einer Karte zu finden, der irrt. Offensichtlich ist man in Erfurt der Meinung, Bäder sind so selten, da verzichtet man lieber auf eine Darstellung, denn die Rubrik fehlt völlig.
Auch sonst gibt es handwerkliche Fehler. Während der völlig bedeutungslose Kutschersberg-Rundweg (Kreis) in der Karte ist, wurde der Cannabichweg von Sondershausen zur Orangerie Bendeleben mal schnell ganz vergessen. Der Kutschersberg-Rundweg wurde von der FAU soweit bereits zurückgebaut, dass auch keine Wegemarken und Wegeschilder mehr vorhanden sind!
Dafür wurde Radwanderwege "neuerfunden" die bisher auf keinen Karten existent sind. Der mit Pfeil versehene Weg, ist zwar ein schöner Wanderweg, wurde aber nie als Radwanderweg in Karten erwähnt. Er hat als sandgeschlämmter Weg einige Steilstücke, die bergab kreuzgefährlich sind, weil man auf der sandigen Fläche schnell die Gewalt über sein Rad verliert.
Warum die Landstraße zwischen Großfurra und Kleinfurra ein Radwanderweg sein soll, erschloss sich weder kn, noch dem ehrenamtlichen Ortswegewart Wandern und Radwandern. Aber vielleicht ist das der versteckte Hinweis auf den Bau eines straßenbegleitenden Radweges. Das darf bezweiflet werden.
Bleibt in Summe nur festzustellen, ein sicher guter Ansatz muss wohl doch nochmals deutlich nachgebessert werden. Da fragt man sich bei kn schwer besorgt, wer hat da eigentlich die Zuarbeit geleistet?
Kartendarstellungen als Screenshot aus Portal der angegebenen Internetadresse, zuzüglich Markierung durch kn. Basis der Karten ist Google-Map




