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Fr, 13:28 Uhr
22.07.2011

nnz-Forum: Zurück zur Sache

In die Diskussion um den Ist-Zustand und die Zukunft des Südharz-Krankenhauses mischt sich im Forum der nnz Geschäftsführer Guido Hage ein. Er plädiert vor allem für mehr Sachlichkeit ...


„Nach wie vor bin ich sehr dankbar, dass es in Nordhausen das größte kommunale Krankenhaus in Thüringen gibt und das auch so bleiben soll. Dafür arbeiten wir engagiert mit allen Mitarbeitern und allen Gremien. Unqualifizierte Stimmungsmache hilft da nicht weiter und verunsichert neben den Mitarbeitern auch unsere Patienten.

Darüber hinaus habe ich allen Parteien im Kreis und in der Stadt meine ständige Bereitschaft signalisiert, zu unklaren Sachverhalten in persönlichen Gesprächen Stellung zu nehmen. Damit liegt der ausdrückliche Wille vor Transparenz zu schaffen, die es bisher nicht gab.

Aber nun zum Objekt des Anstoßes: Im Jahr 2008 wurde das Gebäude Geschwister-Scholl-Straße 9 von der Stadt gekauft. Der Heimbereich des Südharz-Krankenhauses hatte dieses Objekt bis 2017 zur kostenlosen Nutzung. Daraus ergibt sich im Ertragswertverfahren eine Wertminderung, da zum Kaufzeitpunkt 2008 für weitere neun Jahre kein Mietertrag erzielt werden konnte.

Während dieser Zeit wurden für mehrere Millionen Euro die ehemalige Kinderklinik und die Villa Riemannstr. 16 saniert. Das damalige Nutzungskonzept mit Senioren-Wohngemeinschaften fand keinen Bedarf. Damit waren die aufwendig sanierten Flächen größtenteils ungenutzt.

Im Jahr 2010 kam durch eine Brandschutzbegehung wiederholt die Auflage, einen zweiten Fluchtweg in dem Gebäude Geschwister-Scholl-Straße 9 zu schaffen. Weiterhin standen eine Trockenlegung und weitere Renovierungen für rund 300.000 Euro an.

Aus diesem Grund zogen die Bewohner in die Objekte Riemannstraße um, die neben Einzelzimmern auch einen Aufzug für Menschen mit Behinderung bieten. Dieser Schritt wurde neben der wirtschaftlichen Relevanz auch von den Bewohnern sehr begrüßt. Da das Gebäude Geschwister-Scholl-Str. 9 nicht mehr betriebsnotwendig war, wurde die Entscheidung getroffen, das Objekt im Ausschreibungsverfahren zu verkaufen.

Dabei gab es zwei Bieter. Die Pro Vita Akademie war Meistbieter und bekam auf Empfehlung des Aufsichtsrates durch die Gesellschafterversammlung den Zuschlag. Jedes andere Handeln wäre zum wirtschaftlichen Nachteil für das Unternehmen und auch für die Mitarbeiter, die zu 50 Prozent am Bilanzgewinn beteiligt sind.

Auf Nachfrage hätte diese Informationen jedes Mitglied im Stadtrat als auch im Kreistag direkt von mir oder vom Aufsichtsrat bekommen und zwar ohne Kollateralschaden. Demokratie bedeutet nicht im Mittelpunkt zu stehen, sondern verantwortungsvoll zu handeln. Davon scheint ein Stadtratsmitglied weit entfernt zu sein, zumal die von diesem wiederkehrend geäußerten Behauptungen dem Krankenhaus mehr schaden als helfen.
Guido Hage, Geschäftsführer
Autor: nnz

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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