Fr, 19:02 Uhr
29.07.2011
Petrus ist Minimalist
Von den 20. Thüringer Meisterschaften im Streckensegelflug am Flugplatz Bad Frankenhausen – Udersleben berichtet Marion Haas in ihrem Tagebucheintrag vom 29. Juli 2011...
Obwohl sich einige Piloten wieder ab 06.00 startklar machten, wirkte das Wetter nicht erfreulich im Bezug auf eine weitere fliegbare Wettbewerbsstrecke.
Während des Pilotenbriefings war die angenehmste Aufgabe dann auch, die Tagessieger vom 28. Juli zu ehren. Die Erfolgreichen des gestrigen Tages waren Moritz Coder vom Greizer Luftsportverein in der Kleinen Klubklasse, Jürgen Kriese vom Erfurter Fliegerclub flog in der Allgemeinen Clubklasse auf`s Siegertreppchen und Frank Krämer vom Aeroclub Hans Grade eroberte die Spitzenposition in der Großen Clubklasse. Der Pechvogel des Tages war Roland Heise vom Fliegerclub Bad Berka. Er warf während des Fluges seine mobile Toilette =Pinkelbeutel ab (obwohl das Abwerfen von Gegenständen eigentlich genehmigungspflichtig ist :-) Das registrierte sein Bordcomputer als Starten des Klapptriebwerkes. Das hätte Roland beinah ganz viele Wertungspunkte gekostet.
Damit war der positive und lustige Teil des Briefings dann auch schon vorbei. Der PC von Wetterfrosch Michael weigerte sich , die aktuellen Wetterkarten überhaupt anzuzeigen.
Das Fazit:
Für eine Wettbewerbsstrecke ist die Thermik zu schwach, die Wolkenbasis zu niedrig und der Wind zu stark. Die Aussichten für den Samstag sehen auch nicht viel besser aus – Petrus hat jedoch seine Pflicht erfüllt und drei Wertungstage zugelassen. So begann für die meisten Piloten und ihre Helfer das gemütliche Austrudeln – so die Pflege der Flugzeuge, zum Teil wurden sie schon abgerüstet, gemütliches und unaufgeregtes Schlendern durch Trudelcity, Besuch der Therme mit Saunieren oder einfach noch ein paar Flüge am Platz absolvieren.
Beim Schlendern durch Trudelcity begegnete ich einem jungen Mann, der mir durch gute Flugergebnisse, durch seinen erfolgreichen Prüfungsflug als Fluglehreraspirant und durch seine angenehme und ruhige Art längst aufgefallen war: Paul Gipser, der Soziologie- und Politikwissenschaftsstudent, der in der vorläufigen Gesamtwertung der Großen Clubklasse auf Rang 3 liegt.
Der 25-Jährige, der seit 11 Jahren fliegt, war bereits zum 6. Mal bei einer Thüringer Meisterschaft im Streckensegelflug dabei – jedoch bisher noch nicht so erfolgreich, wie in diesem Jahr. Er fand es besonders angenehm endlich einmal wieder nur als Pilot und Gast an einer Meisterschaft teilnehmen zu können. Als Mitglied der Greizer Mannschaft, die übrigens die größte Truppe darstellt, hat er in Greiz schon viele Meisterschaften mit ausgerichtet und weiß, wie viel Arbeit das bedeutet.
Interessant war es für Paul auch, eine andere Gegend fliegerisch zu erkunden, da seine Streckenflüge ihn von Greiz aus eher in s Erzgebirge oder ins Bayrische führen. Die Wettbewerbsfliegerei will er auch weiter betreiben, zugleich steht in den kommenden Monaten aber auch seine Ausbildung zum Fluglehrer auf seiner persönlichen Agenda. Ich denke, das wird er mit Bravour meistern und er wird mit Sicherheit ein einfühlsamer und ausgezeichneter Fluglehrer, von dem wir bestimmt in Zukunft noch viele gute Platzierungen bei Flugerwettbewerben erwarten können. Denn das schönste am Fliegen ist für dieses junge Talent die ständige Auseinandersetzung mit der Natur, dem Wind, der Thermik und sich in dieser Auseinandersetzung erfolgreich vorwärts zu kämpfen.
Na dann, Hals- und Beinbruch, lieber Paul !
Marion Haas
Aeroclub "Hand Grade" Bad Frankenhausen e.V.
Autor: khhObwohl sich einige Piloten wieder ab 06.00 startklar machten, wirkte das Wetter nicht erfreulich im Bezug auf eine weitere fliegbare Wettbewerbsstrecke.
Während des Pilotenbriefings war die angenehmste Aufgabe dann auch, die Tagessieger vom 28. Juli zu ehren. Die Erfolgreichen des gestrigen Tages waren Moritz Coder vom Greizer Luftsportverein in der Kleinen Klubklasse, Jürgen Kriese vom Erfurter Fliegerclub flog in der Allgemeinen Clubklasse auf`s Siegertreppchen und Frank Krämer vom Aeroclub Hans Grade eroberte die Spitzenposition in der Großen Clubklasse. Der Pechvogel des Tages war Roland Heise vom Fliegerclub Bad Berka. Er warf während des Fluges seine mobile Toilette =Pinkelbeutel ab (obwohl das Abwerfen von Gegenständen eigentlich genehmigungspflichtig ist :-) Das registrierte sein Bordcomputer als Starten des Klapptriebwerkes. Das hätte Roland beinah ganz viele Wertungspunkte gekostet.
Damit war der positive und lustige Teil des Briefings dann auch schon vorbei. Der PC von Wetterfrosch Michael weigerte sich , die aktuellen Wetterkarten überhaupt anzuzeigen.
Das Fazit:
Für eine Wettbewerbsstrecke ist die Thermik zu schwach, die Wolkenbasis zu niedrig und der Wind zu stark. Die Aussichten für den Samstag sehen auch nicht viel besser aus – Petrus hat jedoch seine Pflicht erfüllt und drei Wertungstage zugelassen. So begann für die meisten Piloten und ihre Helfer das gemütliche Austrudeln – so die Pflege der Flugzeuge, zum Teil wurden sie schon abgerüstet, gemütliches und unaufgeregtes Schlendern durch Trudelcity, Besuch der Therme mit Saunieren oder einfach noch ein paar Flüge am Platz absolvieren.
Beim Schlendern durch Trudelcity begegnete ich einem jungen Mann, der mir durch gute Flugergebnisse, durch seinen erfolgreichen Prüfungsflug als Fluglehreraspirant und durch seine angenehme und ruhige Art längst aufgefallen war: Paul Gipser, der Soziologie- und Politikwissenschaftsstudent, der in der vorläufigen Gesamtwertung der Großen Clubklasse auf Rang 3 liegt.
Der 25-Jährige, der seit 11 Jahren fliegt, war bereits zum 6. Mal bei einer Thüringer Meisterschaft im Streckensegelflug dabei – jedoch bisher noch nicht so erfolgreich, wie in diesem Jahr. Er fand es besonders angenehm endlich einmal wieder nur als Pilot und Gast an einer Meisterschaft teilnehmen zu können. Als Mitglied der Greizer Mannschaft, die übrigens die größte Truppe darstellt, hat er in Greiz schon viele Meisterschaften mit ausgerichtet und weiß, wie viel Arbeit das bedeutet.
Interessant war es für Paul auch, eine andere Gegend fliegerisch zu erkunden, da seine Streckenflüge ihn von Greiz aus eher in s Erzgebirge oder ins Bayrische führen. Die Wettbewerbsfliegerei will er auch weiter betreiben, zugleich steht in den kommenden Monaten aber auch seine Ausbildung zum Fluglehrer auf seiner persönlichen Agenda. Ich denke, das wird er mit Bravour meistern und er wird mit Sicherheit ein einfühlsamer und ausgezeichneter Fluglehrer, von dem wir bestimmt in Zukunft noch viele gute Platzierungen bei Flugerwettbewerben erwarten können. Denn das schönste am Fliegen ist für dieses junge Talent die ständige Auseinandersetzung mit der Natur, dem Wind, der Thermik und sich in dieser Auseinandersetzung erfolgreich vorwärts zu kämpfen.
Na dann, Hals- und Beinbruch, lieber Paul !
Marion Haas
Aeroclub "Hand Grade" Bad Frankenhausen e.V.
