Park-Probleme
Was passiert, wenn aufmerksame Menschen eine ältere Damen beobachten, die in einer engen Gasse Probleme mit dem Einparken ihres Autos hat? Sie rufen die Polizei...
So gestern in Bereich der Geschwister-Scholl-Straße in Nordhausen geschehen. Kurz vor 17.30 Uhr wurde die 71 Jahre alte Frau dabei beobachtet, wie sie verzweifelt versucht hatte, ihr Auto in eine Parklücke zu manövieren. Mehrere Versuche scheiterten, mal wurde vergessen, die Autotür zuzumachen. Also riefen einige Zeugen dieses Park-Aktes die Polizei.
Die zum Einsatz gekommenen Beamten bemerkten schnell, warum die Frau diese Park-Probleme hatte. Es war nicht etwa ein nahender Herzinfarkt, sondern vielmehr die Zusammensetzung ihrer Atemluft, die von den Polizisten per Pusten überprüft wurde. Der Wert lag bei 2,57 Promille Alkohol. Vermutlich hatte das Kaffee-Kränzchen am Nachmittag zu lange gedauert.
Wie dem auch sei, die 71jährige wurde ins Krankenhaus zur Blutentnahme gebracht, ihr Führerschein sichergestellt.
Autor: nnz
Kommentare
Wolfi65
09.08.2011, 08:32 Uhr
Hochachtung
Also an diesem Kaffeekränzchen hätte ich auch mal gerne beobachtet, wer alles daran teilgenommen hat. Bei dieser Äthanolkonzentration war bestimmt nicht mehr all zu viel Kaffee in der Tasse.
Bei so einem hohen Alter noch mit 2,57 Promille in der Athemluft versuchen einzuparken, ist schon sehr gewagt. Also meine Hochachtung vor so viel Fitness.
Ich hätte mit dem Alkoholgehalt nicht mehr die Schlüssel aus der Tasche bekommen! Aber ich bin ja auch schon 45 und da geht auch nicht mehr alles so wie man es will!:-)
TeeEff
09.08.2011, 09:09 Uhr
"Kaffee Moskwa"
10 Kopekenstück in die Kaffeetasse, Kaffee drauf bis man es nicht mehr sieht - und dann mit Wodka auffüllen bis man es wieder sieht und die Tasse voll ist, 4 Stücken Zucker, umrühren - fertig! - Dobro utro!
Bodo Schwarzberg
09.08.2011, 10:56 Uhr
Alkoholismus bei Älteren
Natürlich mag ich der Autofahrerin nicht unterstellen, dass sie ein Alkoholproblem hat. Aber der Alkoholismus Älterer gehört zu den in unserer Gesellschaft verdrängten Problemen. Ab und zu machen medizinische Fachblätter darauf aufmerksam. In vielen Altenhheimen wird demnach nicht selten gebechert, was das Zeug hält.
Ich empfehle entsprechende Suchbegriffseingaben im Internet. Man braucht bloß einmal aufmerksam darauf zu achten, was mancher Ältere im Supermarkt so alles auf das Band an der Kasse packt.
Die untersuchten Gründe dafür sind vielfältig: Einsamkeit und Frust, Altersdepression (va. bei älteren Männern mit einer dreimal so hohen Suizidrate wie bei älteren Frauen) und nicht zu vergessen, die Einnahme von Arzeneimitteln auf Alkoholbasis. So manche Abhängigkeit im Alter beruht auf letzterem.
Begünstigt wird das Phänomen durch das geringe Interesse der Medien und wohl auch des Gesundheitswesens an diesem Problem und dessen Lösung. Zum Einen spielt sich Alkoholmissbrauch im Alter meist noch mehr hinter verschlossenen Türen ab, als jener Jüngerer und zum Zweiten ist das eine Frage der Lobby. Die Älteren haben halt meist keine mit entsprechender Außenwirkung.
Die Entdeckung der 71-jährigen mit 2,6 Promille legt nur die Spitze eines sehr großen Eisberges offen.
Die Gesellschaft sollte ihre Augen vor den Problemen einer immer älter werdenden und in dieser Altersgruppe wachsenden Gesellschaft nicht länger verschließen.
Wolfi65
09.08.2011, 13:47 Uhr
Das Problem...
des Kaffee`s Moskwa bei der Zubereitung in Deutschland wird sein, dass fehlende 10 Kopekenstück.
Ich vermute mal, dass man den Eurocent für diese Sache nicht nehmen kann, da sich dieser bei Kontaktaufnahme mit dem Kaffee-Wodka-Gemisch sofort auflöst und diesem eine bitteren Begeschmack geben wird.
Dobroi Djen!
Sparer
10.08.2011, 01:43 Uhr
Medizinische Fachpresse
Sicher hat die ältere Dame nur die medizinische Fachpresse nicht bis zu Ende gelesen, denn überall steht doch Senioren sollen viel trinken. Nun hat sie ja in der Strassenbahn Zeit nachzulesen, was und vorallem wie viel man am Besten im Alter trinkt.
Sicher steht in der Rentner-Bravo der Apotheke eine sinnvolle Empfehlung.
Zum Glück braucht sie nun hoffentlich auf immer nicht mehr selbst einparken. Ein Dank an die aufmerksamen Menschen, denn solche Verantwortungslosigkeit geht leider nicht immer so glimpflich ab!( Da spielt das Alter keine Rolle!)
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