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Di, 11:18 Uhr
09.08.2011

Geringer Anteil

Die Ausländerkriminalität befindet sich in Thüringen auf niedrigem Niveau. Und das seit vielen Jahren. Wir haben die aktuelle Statistik für Sie aufbereitet...

Grafik (Foto: TLS) Grafik (Foto: TLS)

An den Thüringer Gerichten wurden im Jahr 2010 insgesamt 20 765 Personen rechtskräftig verurteilt, darunter 1 161 Ausländer oder Staatenlose. Die Ausländerkriminalität spielt in Thüringen eine eher untergeordnete Rolle.

Wie das Thüringer Landesamt für Statistik mitteilt, hatten lediglich 5,6 Prozent aller Verurteilten keine deutsche Staatsbürgerschaft. Gegenüber 2009 ist zwar eine leichte Zunahme um 0,4 Prozentpunkte zu verzeichnen, im Vergleich zu vor zehn Jahren gab es jedoch eine rückläufige Entwicklung. Im Jahr 2000 waren noch 8,2 Prozent Nichtdeutsche unter den Verurteilten. Bundesweit betrug der Ausländeranteil an den Verurteilten 2009 genau 20 Prozent.

Die verurteilten Ausländer standen vor allem wegen Diebstahlsdelikten (26 Prozent der verurteilten Ausländer), sogenannter „anderer Vermögens- und Eigentumsdelikte“ (18 Prozent) - hier insbesondere Betrug und Erschleichen von Leistungen - sowie wegen Verstößen gegen das Asylverfahrensgesetz und das Aufenthaltsgesetz (11 Prozent) vor Gericht.

Von den verurteilten Nichtdeutschen besaßen 524 Personen eine europäische Staatsbürgerschaft, 384 Verurteilte waren Asiaten und 84 Afrikaner. Mit 87 Verurteilten waren die russischen und mit 75 die polnischen sowie mit 67 Verurteilten die türkischen Mitbürger am stärksten vertreten.

Ein Viertel aller verurteilten Ausländer war noch keine 25 Jahre alt. Ein Vergleich mit dem Ausländeranteil an der Wohnbevölkerung wäre irreführend, da auch straffällig gewordene ausländische Touristen und illegal in Deutschland lebende Personen bei einer Verurteilung in der Statistik enthalten sind.
Autor: nnz

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