kyffhaeuser-nachrichten.de

Zu Frührenten bei Frauen

Mittwoch, 07. September 2011, 15:50 Uhr
Ein Drittel der Frührenten bei Frauen psychisch bedingt. Eine Einschätzung dazu und wie es im Kyffhäuserkreis aussieht, erhielt kn jetzt von der Techniker Krankenkasse...

Wegen psychischer Probleme haben 76 Menschen aus dem Kyffhäuserkreis im vergangenen Jahr vorzeitig ihr Berufsleben beendet, thüringenweit waren es 2.082. Der Anteil psychischer Ursachen an allen Frühverrentungen (insgesamt 288) liegt im Kreis bei gut einem Viertel und damit unter dem Landesschnitt in Thüringen, wo sogar jede dritte Frührente aufgrund psychischer Beschwerden gezahlt wird. Das berichtet die Techniker Krankenkasse (TK) und bezieht sich auf Angaben der Deutschen Rentenversicherung.

Unterschiede gibt es zwischen den Geschlechtern. Während bei den Frauen im Kyffhäuserkreis fast ein Drittel aller Frühverrentungen psychisch bedingt ist, handelt es sich bei den Männern "nur" um knapp ein Viertel.

"Frauen haben im Beruf viel stärker mit psychischen Problemen zu kämpfen als Männer. Der steigende Druck in der Arbeitswelt, zunehmend verbunden mit der Erwartung, ständig über E-Mail oder Handy erreichbar zu sein, macht es gerade für Frauen schwieriger, Familie und Beruf zu vereinbaren", sagt Teresa Urban, Sprecherin der TK im Kyffhäuserkreis. "Arbeitsleben und Privatsphäre fließen immer mehr ineinander." Die Folgen sind nicht selten stressbedingte Diagnosen wie etwa das sogenannte Burnout- Syndrom.

Der aktuelle TK- Gesundheitsreport registriert bei Thüringer Beschäftigten einen Anstieg der Fehlzeiten wegen psychischer Störungen - innerhalb nur eines Jahres um 17 Prozent. Statistisch gesehen war im Jahr 2010 jeder bei der TK versicherte Erwerbstätige im Freistaat fast zwei Tage wegen Depressionen, Neurosen oder Belastungsstörungen arbeitsunfähig.
Autor: khh

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 kyffhaeuser-nachrichten.de