Begehrlichkeiten abgelehnt
Donnerstag, 15. September 2011, 09:38 Uhr
Wenn eine Sparkasse Gewinn macht, dann weckt das bei den Politikern Begehrlichkeiten, so auch in der gestrigen Kreistagssitzung in Sondershausen.
Der Kreistag fasste einstimmig den Beschluss, dem Verwaltungsrat der Kyffhäusersparkasse Artern - Sondershausen Entlastung für das Geschäftsjahr 2010 zu erteilen. Der Jahresabschluss der Kyffhäusersparkasse Artern - Sondershausen war per 31.12.2010 von der Prüfungsstelle des Sparkassen- und Giroverbandes Hessen-Thüringen geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Aus dem Prüfbericht ging hervor, dass die Verhältnisse der Sparkasse geordnet sind, hat der Verwaltungsrat entsprechend § 20 Absatz 3 des Thüringer Sparkassengesetzes den Jahresabschluss festgestellt.
Hans-Joachim Warnecke, Vorstandsmitglied der Kyffhäusersparkasse, hatte berteits vor dem Kreisausschuss die guten Ergebnisse der Kyffhäusersparkasse vorgestellt. Der Jahresüberschuss von 570.626,46 EUR wurde in Höhe von 142.656,61 EUR der Sicherheitsrücklage zugeführt. Der verbleibende Betrag von 427.969,85 EUR wurde an den Träger, sprich Kreisverwaltung) zur Verwendung für gemeinnützige Zwecke abgeführt. Wobei von dem Betrag nur rund 350.000 Euro übrig bleiben, denn der Fiskus greift sich auch noch seinen Anteil ab.
Mit dem Ergebnis war nicht nur die Sparkasse sehr zufrieden, wie Warnecke betonte, sondern auch Landrat Peter Hengstermann (CDU) bestätigte, dass die Kyffhäusersparkasse gut durch die Wirtschaftskrise gekommen sei. Neben defensivem Anlage Verhalten resultiert das gute Ergebnis auch dem guten Management.
Nach dem er es bereits im Kreisausschuss tat, machte Klaus Mehle (SPD) nochmals den Versuch mehr für den Kreis rauszuholen. Ihm sprang eine Zahl ins Auge, dass der Gesetzgeber nur mindestens acht Prozent des Gewinns als Rücklage sichern muss, die Sparkasse ihre Rücklage im Jahr 2010 aber um rund 8,36 Millionen erhöht hatte, was schon über 30 Prozent ausmachte Warnecke begründete diese Erhöhung, da man im wirtschaftlich unsicherem Umfeld, die Reserve nie groß genug haben kann. Und eine Wort von Warnecke war auch recht deutlich:
"Wir (die Kyffhäusersparkasse) können den Kreishaushalt nicht sanieren."
Auch der Vorwurf von Mehle, die Kreistagsmitglieder im Verwaltungsrat der Sparkasse hätten mehr Einfluss auf die Gewinnausschüttung nehmen müssen, ließ Landrat Peter Hengstermann (CDU) nicht gelten. Selbst wenn sie wöllten, die Kreistagsmitglieder im Verwaltungsrat der Kyffhäusersparkasse machen nun mal nur 40 Prozent der Stimmen aus, so Hengstermann.
Die Kritik von Mehle richtete sich aber auch gegen die Arbeit des Kreises. Es hättet nicht sein dürfen, dass 500.000 Euro Gewinn bei der Sparkasse mal so einfach in den Kreishaushalt schon eingerechnet wurden. Deshalb warnte Warnecke gestern auch nochmals, nicht zu viel Gewinn bei der Erstellung des neuen Haushaltes einzurechnen. Auch wenn die Gewinnentwicklung bis zum August fast so gut wie im Vorjahr lief, ist das kein sicheres Zeichen, dass das auch noch am Jahresende sein muss. Die Finanzkrise lässt grüßen, kann man da nur sagen.
Autor: khhDer Kreistag fasste einstimmig den Beschluss, dem Verwaltungsrat der Kyffhäusersparkasse Artern - Sondershausen Entlastung für das Geschäftsjahr 2010 zu erteilen. Der Jahresabschluss der Kyffhäusersparkasse Artern - Sondershausen war per 31.12.2010 von der Prüfungsstelle des Sparkassen- und Giroverbandes Hessen-Thüringen geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Aus dem Prüfbericht ging hervor, dass die Verhältnisse der Sparkasse geordnet sind, hat der Verwaltungsrat entsprechend § 20 Absatz 3 des Thüringer Sparkassengesetzes den Jahresabschluss festgestellt.
Hans-Joachim Warnecke, Vorstandsmitglied der Kyffhäusersparkasse, hatte berteits vor dem Kreisausschuss die guten Ergebnisse der Kyffhäusersparkasse vorgestellt. Der Jahresüberschuss von 570.626,46 EUR wurde in Höhe von 142.656,61 EUR der Sicherheitsrücklage zugeführt. Der verbleibende Betrag von 427.969,85 EUR wurde an den Träger, sprich Kreisverwaltung) zur Verwendung für gemeinnützige Zwecke abgeführt. Wobei von dem Betrag nur rund 350.000 Euro übrig bleiben, denn der Fiskus greift sich auch noch seinen Anteil ab.
Mit dem Ergebnis war nicht nur die Sparkasse sehr zufrieden, wie Warnecke betonte, sondern auch Landrat Peter Hengstermann (CDU) bestätigte, dass die Kyffhäusersparkasse gut durch die Wirtschaftskrise gekommen sei. Neben defensivem Anlage Verhalten resultiert das gute Ergebnis auch dem guten Management.
Nach dem er es bereits im Kreisausschuss tat, machte Klaus Mehle (SPD) nochmals den Versuch mehr für den Kreis rauszuholen. Ihm sprang eine Zahl ins Auge, dass der Gesetzgeber nur mindestens acht Prozent des Gewinns als Rücklage sichern muss, die Sparkasse ihre Rücklage im Jahr 2010 aber um rund 8,36 Millionen erhöht hatte, was schon über 30 Prozent ausmachte Warnecke begründete diese Erhöhung, da man im wirtschaftlich unsicherem Umfeld, die Reserve nie groß genug haben kann. Und eine Wort von Warnecke war auch recht deutlich:
"Wir (die Kyffhäusersparkasse) können den Kreishaushalt nicht sanieren."
Auch der Vorwurf von Mehle, die Kreistagsmitglieder im Verwaltungsrat der Sparkasse hätten mehr Einfluss auf die Gewinnausschüttung nehmen müssen, ließ Landrat Peter Hengstermann (CDU) nicht gelten. Selbst wenn sie wöllten, die Kreistagsmitglieder im Verwaltungsrat der Kyffhäusersparkasse machen nun mal nur 40 Prozent der Stimmen aus, so Hengstermann.
Die Kritik von Mehle richtete sich aber auch gegen die Arbeit des Kreises. Es hättet nicht sein dürfen, dass 500.000 Euro Gewinn bei der Sparkasse mal so einfach in den Kreishaushalt schon eingerechnet wurden. Deshalb warnte Warnecke gestern auch nochmals, nicht zu viel Gewinn bei der Erstellung des neuen Haushaltes einzurechnen. Auch wenn die Gewinnentwicklung bis zum August fast so gut wie im Vorjahr lief, ist das kein sicheres Zeichen, dass das auch noch am Jahresende sein muss. Die Finanzkrise lässt grüßen, kann man da nur sagen.
