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Das kann noch Tage dauern...

Donnerstag, 22. September 2011, 16:26 Uhr
Auf dem Bahnhof Bleicherode Ost haben die Aufräumarbeiten nach dem schweren Zugunglück vorige Nacht begonnen. Noch allerdings wird es Tage dauern, bis auf diesem Abschnitt wieder Züge fahren dürfen. Wir bringen Sie auf den neuesten Stand der Dinge...

Der Unglücksort am Nachmittag (Foto: nnz) Der Unglücksort am Nachmittag (Foto: nnz)

Bleicherodes Bürgermeister Frank Rostek geht davon aus, dass die Abpumparbeiten an den beschädigten Kesselwagen und aus dem Waggon mit dem Lösungsmittel gegen Abend abgeschlossen sein werden. Dann erst können die Menschen wieder zurück in ihre Häuser. Für die Bahn selbst beginnt dann die eigentliche Arbeit. Zuerst müssen alle havarierten Waggons auf die Schienen gestellt werden. Bei denen das nicht möglich, zum Beispiel bei den beiden ausgebrannten Kesselwagen und der einen Lok, müssen die mit Kränen auf Spezialfahrzeuge geladen werden. Das einst rollende Material wird auf Hilfsdrehgestelle gehoben.

Dann erst kann auf einer Länge von 500 Metern der jetzige Gleiskörper (Schienen, Schwellen, Schotter) ausgebaut, kontaminiertes Erdreich entsorgt und alles komplett wieder aufgebaut werden. Und das, das kann noch Tage dauern. Keine Auskunft gab es bislang zur Ursache des Unglücks sowie zur Schadenshöhe.

Der Sprecher der Bundespolizei, Torsten Henkel, sagte der nnz und kn, dass seine Behörde Ermittlungen wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr aufgenommen habe. Das sei immer dann der Fall, wenn ein Bahnfahrzeug in einen Unfall verwickelt sei. Die Spurensuche am Unfallort sei abgeschlossen, die Spuren müssen ausgewertet werden. Dazu bedient sich die Bundespolizei der fachlichen Unterstützung des Eisenbahn Bundesamtes. Am Ende dessen Ermittlungen wird ein Gutachten stehen.

Die Frage ob der eine Güterzug noch langsam gefahren sei oder gestanden habe, wollte sich Henkel ebenfalls nicht äußern. Das werde die Auswertung der Fahrtenschreiber ergeben.
Autor: nnz

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