Immer noch unzufrieden
Mittwoch, 28. September 2011, 12:34 Uhr
Die Thüringer Statistiker haben von Januar bis Juni 2011 eine überdurchschnittliche Wachstumsdynamik in Thüringen ausgemacht. Doch Thüringens Wirtschaftfsminister Matthias Machnig ist immer noch nicht zufrieden - zu Recht...
Das erste Halbjahr 2011 war eines der wirtschaftlich erfolgreichsten für Thüringen: Das erklärte Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig heute mit Blick auf die aktuellen Zahlen des Landesamts für Statistik zum Wirtschaftswachstum. Demnach hat die Thüringer Wirtschaft in den ersten sechs Monaten um 4,1 Prozent zugelegt. Das sei das höchste Wachstum in einem ersten Halbjahr in den letzten 10 Jahren, sagte der Minister:
Die Thüringer Industrie hat den Aufschwung genutzt und ein hohes Wachstumstempo vorgelegt. Mit Rang 5 bundesweit – vor wirtschaftlichen Schwergewichten wie Bayern und Nordrhein-Westfalen – gehöre Thüringen damit zur Spitzengruppe der deutschen Bundesländer.
Mit dazu beigetragen hat nicht zuletzt die Förderpolitik des Landes: Rund 200 Millionen Euro – und damit deutlich mehr als in den Vorjahren – hat das Wirtschaftsministerium in diesem Jahr angesichts der zu erwartenden hohen Investitionsdynamik zur Verfügung gestellt. Bereits bis August konnten Investitionen in Höhe von 1,1 Milliarden Euro angeschoben und rund 3.000 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden. Spitzenreiter in der Förderstatistik ist übrigens der Wartburgkreis: Allein dorthin flossen rund 44 Millionen Euro aus der Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW). Die meisten Investitionen wurden mit rund 302 Millionen Euro im Ilmkreis getätigt.
Die wirtschaftliche Entwicklung des ersten Halbjahres sei eine gute Basis, um die in den kommenden Monaten zu erwartende Konjunkturabkühlung abzufedern, so Machnig weiter. Voraussetzung dafür ist aus Sicht des Ministers vor allem eine gezielte Unterstützung von Unternehmensinvestitionen, die Kofinanzierung sämtlicher Fördermittel von Bund und EU und ein hohes Niveau öffentlicher Investitionen.
Dazu gehöre auch eine stärkere Fokussierung der Wirtschaftspolitik auf die im Trendatlas identifizierten Wachstumsfelder und die Umsetzung der dort vorgeschlagenen Infrastrukturmaßnahmen. Auch der Bund bleibe gefordert, die Weichen für künftiges Wachstum zu stellen. Vor allem in der Europapolitik muss die derzeitige reine Konsolidierungspolitik um eine schlüssige Wachstumsstrategie ergänzt werden, die neue wirtschaftliche Perspektiven für den Euroraum eröffnet.
Stärker von der guten Entwicklung profitieren müssten künftig aber auch die Thüringer Arbeitnehmer, so die Forderung des Ministers. Wir sollten uns nicht von selbsternannten Wirtschaftsexperten einreden lassen, dass sichere Arbeitsplätze und vernünftige Löhne konjunkturgefährdend sind, sagte Machnig. Umgekehrt werde ein Schuh daraus: Gute Arbeit sichert den Fachkräftenachwuchs und damit den Standort insgesamt. Gerade im derzeitigen Wirtschaftsaufschwung werde das Wirtschaftsministerium deshalb die Bekämpfung von Niedriglöhnen und die Eindämmung der Leiharbeit mit Nachdruck weiter vorantreiben.
Autor: nnzDas erste Halbjahr 2011 war eines der wirtschaftlich erfolgreichsten für Thüringen: Das erklärte Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig heute mit Blick auf die aktuellen Zahlen des Landesamts für Statistik zum Wirtschaftswachstum. Demnach hat die Thüringer Wirtschaft in den ersten sechs Monaten um 4,1 Prozent zugelegt. Das sei das höchste Wachstum in einem ersten Halbjahr in den letzten 10 Jahren, sagte der Minister:
Die Thüringer Industrie hat den Aufschwung genutzt und ein hohes Wachstumstempo vorgelegt. Mit Rang 5 bundesweit – vor wirtschaftlichen Schwergewichten wie Bayern und Nordrhein-Westfalen – gehöre Thüringen damit zur Spitzengruppe der deutschen Bundesländer.
Mit dazu beigetragen hat nicht zuletzt die Förderpolitik des Landes: Rund 200 Millionen Euro – und damit deutlich mehr als in den Vorjahren – hat das Wirtschaftsministerium in diesem Jahr angesichts der zu erwartenden hohen Investitionsdynamik zur Verfügung gestellt. Bereits bis August konnten Investitionen in Höhe von 1,1 Milliarden Euro angeschoben und rund 3.000 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden. Spitzenreiter in der Förderstatistik ist übrigens der Wartburgkreis: Allein dorthin flossen rund 44 Millionen Euro aus der Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW). Die meisten Investitionen wurden mit rund 302 Millionen Euro im Ilmkreis getätigt.
Die wirtschaftliche Entwicklung des ersten Halbjahres sei eine gute Basis, um die in den kommenden Monaten zu erwartende Konjunkturabkühlung abzufedern, so Machnig weiter. Voraussetzung dafür ist aus Sicht des Ministers vor allem eine gezielte Unterstützung von Unternehmensinvestitionen, die Kofinanzierung sämtlicher Fördermittel von Bund und EU und ein hohes Niveau öffentlicher Investitionen.
Dazu gehöre auch eine stärkere Fokussierung der Wirtschaftspolitik auf die im Trendatlas identifizierten Wachstumsfelder und die Umsetzung der dort vorgeschlagenen Infrastrukturmaßnahmen. Auch der Bund bleibe gefordert, die Weichen für künftiges Wachstum zu stellen. Vor allem in der Europapolitik muss die derzeitige reine Konsolidierungspolitik um eine schlüssige Wachstumsstrategie ergänzt werden, die neue wirtschaftliche Perspektiven für den Euroraum eröffnet.
Stärker von der guten Entwicklung profitieren müssten künftig aber auch die Thüringer Arbeitnehmer, so die Forderung des Ministers. Wir sollten uns nicht von selbsternannten Wirtschaftsexperten einreden lassen, dass sichere Arbeitsplätze und vernünftige Löhne konjunkturgefährdend sind, sagte Machnig. Umgekehrt werde ein Schuh daraus: Gute Arbeit sichert den Fachkräftenachwuchs und damit den Standort insgesamt. Gerade im derzeitigen Wirtschaftsaufschwung werde das Wirtschaftsministerium deshalb die Bekämpfung von Niedriglöhnen und die Eindämmung der Leiharbeit mit Nachdruck weiter vorantreiben.
