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Reicht Infrastruktur?

Montag, 03. Oktober 2011, 08:47 Uhr
In der letzten Sitzung des Sondershäuser Stadtrates wurden zu einigen Probleme keine Beschlüsse gefasst, könnten aber bestimmend für die nächsten Jahre sein. U.a. geht es um den Thüringentag 2013...

Im Tagesordnungspunkt Sonstiges bemängelte Stadträtin Beatrice Ritzke (Die Linke), dass Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) hinsichtlich des Thüringentages einen Alleingang gewagt hat. Laut Ritzke hätte im Stadtrat vorher diskutiert werden müssen. Ob sich die Stadt Sondershausen an so ein Vorhaben überhaupt ranwagen sollte.

Ritzke befürchtet, dass dieses Vorhaben für Sondershausen eine Nummer zu groß sein könnte. Sie bezweifelte, dass die Infrastruktur zu so einem Thüringentag (mit Blick auf Gotha) in Sondershausen nicht reichen würde. Insbesondere stellte Ritzke auch die Frage nach der Finanzierung. „Wer trägt das Risiko, wenn es teuerer wird?“

Laut Kreyer werden wir bei der Gestaltung moderater als Gotha rangehen und erwähnte, dass Gotha sogar ein leichtes Plus gemacht hat. Wir haben aber mit dem Umzug der Bergleute jüngst gezeigt, dass Großveranstaltungen mit Umzügen kein Problem darstellt.

Kreyer sagte zu, dass der Stadtrat in den entscheidenden Phasen einbezogen wird. Zurzeit wird ein Team zusammengestellt, dass die Organisation des Thüringentages koordinieren soll.
Von Stadtrat Michael Witzenhausen (CDU) kam die Forderung, dass eine örtliche Agentur für Marketing und Vermarktung zuständig sein sollte.


Ebenfalls im Punkt Sonstiges forderte Stadtrat Gerhard Axt (Nubi) ein Sozialticket für die Schulkinder, die jetzt wegen des zeitweisen Unterrichts der Regelschule Franzberg mit dem Bus bis ins Borntal fahren müssen. Nicht jede Familie könne sich die zusätzlichen Kosten leisten.
Laut Kreyer ist für diese Frage das Landratsamt zuständig (hat abgelehnt, wegen zu weniger Kilometer). Man will aber im Sozialausschuss diese Frage zusammen mit dem Landratsamt nochmals zur Sprache bringen. Betroffen sind rund 26 bedürftige Familien.


Zum Thema Beteiligungsbericht der Stadt Sondershausen musste kein Beschluss gefasst werden. Hier führte Kreyer aus, wie die Stadt Sondershausen an Unternehmen privaten Rechts beteiligt ist. So hält man zum Beispiel 51 Prozent an den Stadtwerken Sondershausen und 97 Prozent an der Wohnungsgesellschaft Wippertal. Auch am BIC Nordthüringen und der FAU ist man beteiligt. Gerhard Axt bemängelte an dem Bericht, das recht versteckt eine Erhöhung der Ticketpreise für die Theater Nordhausen / Lohorchster Sondershausen GmbH enthalten ist, die so noch nicht öffentlich gemacht worden sei.
Autor: khh

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