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Kritisches zum Feiertag

Montag, 03. Oktober 2011, 16:59 Uhr
Das Landratsamt Kyffhäuserkreis beging heute den Tag der Deutschen Einheit traditionell mit einem Tag der offenen Tür mit sehr kritischen Worten des Landrates...

Das Landratsamt des Kyffhäuserkreises wurde von etlichen Gruppen durchstreift und nutzte mal die Gelegenheit sich das Haus erklären zu lassen. Eine der Gruppen hat kn hier gerade „erwischt“

Kritisches zum Feiertag (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Kritisches zum Feiertag (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Kurz nach 10:00 Uhr hatte Landrat Peter Hengstermann (CDU) mit einer Festrede den Tag der offenen Tür eröffnet. „Der 3.Oktober ist für und deutsche ein Tag der Freude, er wird immer der Tag sein, an dem wir uns an den Mut erinnern, mit dem die Deutschen in der damalige DDR die Mauer zum Einsturz gebracht und ein diktatorisches Regime überwunden haben.“

Kritisches zum Feiertag (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Kritisches zum Feiertag (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Aber nicht nur in Nostalgie war der Landrat verfallen. Sehr kritisch ging er mit jüngsten Ereignissen in der Region um. Er sagte, „es gibt nicht nur ein Ost-West-Gefälle, sondern auch heute zunehmend Qualitätsunterschiede zwischen dem „großstädtischen“ und dem ländlichen Raum und der ist gerade auch in Thüringen zu spüren.“

Deshalb fordere ich die Landespolitiker auch von dieser Stelle auf, schon bei der Planung darauf zu achten, dass wir nicht abgehängt werden. Es muss einen Lastenausgleich zwischen urbanen und ländlichen Raum geben, so der Landrat. Weiter sagte er, „gerade die gegenwärtige Energiediskussion zeigt, dass die regenerativen Energie fast vollständig auf dem flachen Land gewonnen werden.“

Hintergrund für diese kritischen Worte sind sicher das fehlen des Norden Thüringens bei der Imagekampagne Thüringens und auch auf der morgen beginnenden Expo Real in München ist der Norden Thüringens auf dem Gemeinschaftsstand Thüringen offiziell nicht vertreten! Indirekt ist der Landrat aber dort mit der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringens (LEG) unterwegs, um für die Industriegroßfläche Artern zu werben.

Trotzdem blickt Hengstermann optimistisch in die Zukunft. „Auch in unserem schönen Kyffhäuserkreis haben Unternehmen und die Bürgerschaft außerordentliches geschaffen, vieles liegt aber noch vor uns.“

Die Schaffung neuer Arbeitsplätze ist und bleibt unsere wichtigste Aufgabe und wir dürfen nicht locker lassen, die Verbesserung der Infrastruktur von Bund und Land einzufordern. Mit der Industriegroßfläche in Artern verbinden wir damit nicht nur die Hoffnung, sondern fordern auch die notwendige Unterstützung der Landesregierung ein, die verkehrliche Anbindung so schnell wie möglich zu schaffen.

Kritisches zum Feiertag (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Kritisches zum Feiertag (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Außer Dorothea Marx (SPD), Mitglied des Landtages, hatten keine weiteren Bundes- und Landespolitiker den Weg in den Norden Thüringens gefunden. Übrigens auch nicht zum benachbarten Festakt der Stadt Sondershausen im Carl-Schroeder-Saal.

Kritisches zum Feiertag (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Kritisches zum Feiertag (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Dafür konnten sich etliche Bürger an der schönen Musik der „Little Big Band“ der Musikschule Sondershausen erfreuen, die wieder Spitzenmusik machten. Da auch das Wetter stimmte, die Bratwurst und die Steaks hervorragend schmeckten, Dank nach Keula, brauchte keiner den Weg ins Landratsamt bereuen.

Kritisches zum Feiertag (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Kritisches zum Feiertag (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Autor: khh

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