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Eine handfeste Friedensarbeit!

Mittwoch, 05. Oktober 2011, 00:16 Uhr
Am Sonntag wir im Kloster Göllingen mit einer festlichen Sonntagsvesper in der Romanischen Krypta das Gedenken an einen Heiligen begangen...

An jedem 9. Oktober wird im Bistum Erfurt, zu dem auch das Gründungskloster Günther von Käfernburg-Schwarzburgs gehört,
als kirchlicher Festtag begangen. Der Thüringer Edelmann und Reichsfürst ging einen Lebensweg, der, -soviel wissen wir -, ihn in eine radikale Lebensführung zur Wahrheit hin führte. Zwischen Meditation und Gebet in der Zurückgezogenheit der böhmischbayerischen Wälder und handfester Rodungsarbeit als Laienmönch der Benediktiner stand Günther von Thüringen im diesseitigen Leben, das ihn auch immer wieder zurück zu den Lebenssituationen seiner Mitmenschen, ob Familie oder kaiserliche Sphäre, führte ohne den Blick zur Gottessuche (und somit zur wirklichen Lebenswahrheit der eigenen Existenz)
zu verlieren.

Heute gedenken wir seiner Person als der eines Heiligen, eines Weggefährten von Mensch und Gott. Er hat vor mehr als 1000 Jahren in Göllingen seine erste große Schenkung zur Unterstützung des hiesigen Benediktinerklosters gemacht. Hier wie in Bayern, Böhmen und Ungarn wird seiner am Namenstag, seinem Todestag, in besonderer Weise gedacht.

In diesem Jahr wird dies ganz speziell auch am Ort seiner Kloster- und Ortsgründung in Bayern, in Rinchnach/Bayr. Wald, getan: Die 1000-Jahrfeier zu dieser Ortsgründung durch den Hl. Günther von Thüringen wurde in einem Festjahr begangen und wird feierlich mit dem St.-Gunther-Tag einen ersten Abschluß erhalten.

Hier in Thüringen im Kloster Göllingen werden an diesem Tag, dem Sonntag, 9.Oktober 2011, auch unsere Gedanken zu den Gunther-Freunden nach Rinchnach gehen. Hier begehen wir den Tag nunmehr schon traditionell, diesmal mit einer festlichen Sonntagsvesper in der Romanischen Krypta um 17.00 Uhr. Wir hoffen dazu auch Benediktiner aus Werningshausen begrüßen
zu dürfen.

Anschließend findet der traditionelle Gunther-Schmaus statt, der sowohl an das bekannte Pfauenwunder Gunthers an der Tafel des Ungarnkönig Stefan I. erinnert als auch an das Gerichtsurteil zu Kloster Göllingen aus dem Mittelalter, das besagte, dass Klostervogt und Prior des Klosters, die die Streitparteien bildeten, neben der Schadensbegleichung "verurteilt" waren,
mindesten einmal im Jahr gemeinsam zusammen zu speisen. Eine handfeste Friedensarbeit!

Zu den Recherchen am Kloster Göllingen ist eine Sammelschrift erschienen, die über die Forschungsgrabungen der vergangenen Jahre ebenso informiert wie über die anlässlich des Kolloquiums zur 1000-Jahrfeier zur Erstnennung des Klosters 2006 gehaltenen Vorträge zu Kloster und Klostergründer/Klostersponsor. Erhältlich im Klosterlädchen.

SONNTAG 9. OKTOBER 2011 17.00 UHR
FEIERLICHE KLOSTERVESPER ZU EHREN DES THÜRINGER HEILIGEN GÜNTHER VON KÄFERNBURG-SCHWARBURG
ca. 18.30 UHR TRADITIONELLER ST. GUNTHER-SCHMAUS IM VEREINSHAUS
Autor: khh

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