So arbeiten wir
Freitag, 07. Oktober 2011, 14:12 Uhr
Bezug nehmend auf einen Artikel am 1. Oktober 2011 in einer örtlichen Tageszeitung ("Tiefes Misstrauen") erschie, möchte der Stadtjugendring Sondershausen e.V. einige Dinge zur Jugendarbeit richtig stellen. Hier der Standpunkt...
Zur letzten Stadtratssitzung haben etwa 20 interessierte Jugendliche die Möglichkeit genutzt sich über das "Haus der Jugend (HDJ)" in Jecha zu informieren. Die Stadt Sondershausen beabsichtigt das HDJ in freie Trägerschaft zu geben. Der Stadtjugendring wurde als möglicher Träger von 3 Jugendlichen in ein falsches Licht gestellt, weil die Zusammenhänge vermutlich nicht gesehen werden. Uns wurde der Vorwurf gemacht, dass wir uns angeblich kaum um die Jugendarbeit in Sondershausen kümmern.
Auch wenn eine Trägerschaft des HDJ durch den Stadtjugendring (SJR) zum jetzigen Zeitpunkt nicht spruchreif ist, möchten wir unsere Jugendarbeit im Zusammenhang mit dem HDJ beleuchten. Dafür ist ein Blick in die Geschichte hilfreich.
Anfang der 90er Jahre war der SJR Mitbegründer vom Haus der Jugend und engagiert sich seither für die Weiterentwicklung der Jugendarbeit. Nach dem politischen Umbruch bekam die Sondershäuser Jugend und der neu gegründete Stadtjugendring das ehemalige Haus der "Freien Deutschen Jugend" in der Güntherstraße. Dieses wurde zum "Haus der Jugend". Wegen Rückübertragungsansprüchen des Eigentümers mussten wir da aber wieder raus. Der SJR setzte sich daraufhin für den Erhalt eines Jugendhauses ein, was dann auch gelang. Im Jahr 1992 bekamen wir mit samt Jugendlichen den ehemaligen Kindergarten in Jecha der von da an zum "Haus der Jugend" wurde.
Zu den damals aktiven Jugendlichen im HDJ zählten Initiativen wie die Schülerumweltgruppe "Löwenzahn", der "Sondershäuser Fahrradclub", der CVJM, mehrere Jugendinitiativen demokratischer Parteien, Nachwuchsbands und ab Mitte der 90er Jahre Vereine wie die Düne, Pro Art, CU96 und das Linke Forum. Um den vielfältigen Jugendkulturen gerecht zu werden, wurde der Stadtjugendring ab 1993 von der Stadt beauftragt als ansässiger Verein die inhaltliche Jugendarbeit im HDJ durchzuführen. Ab 1997 ging das HDJ in städtische Trägerschaft, denn von da an wurde die Jugendarbeit in der Stadt neu strukturiert um eine Gleichberechtigung der Jugendlichen im gesamten Stadtgebiet zu sichern. Hinzu kamen der Kreisjugendring mit dem späteren Just sowie im Verlauf der Jahre mehrere Jugendclubs in den Ortsteilen. Durch die Eingemeindungen hält dieser Prozess bis heute an.
Der Stadtjugendring selbst hat ab 1997 den Kreisjugendring beim Aufbau des Jugendbereiches im Just unterstützt sowie seinen Sitz in das heutige HOC im Wohngebiet Hasenholz-Östertal verlegt und die Jugend- und Bildungsarbeit dort weiter aufgebaut. In den Folgejahren hat sich der SJR auch für die Jugendarbeit im Ortsteil Jecha eingesetzt. So wurden in Kooperation mit der Stadt Fördermöglichkeiten gesucht, um die Möglichkeiten im HDJ zu erweitern. In diesem Zuge entstanden auch der Bandproberaum (bereits 1992) und später dann das Tonstudio, der Fitnessraum und das Fotolabor. In jüngster Zeit auch der Seminarraum.
Solche Anschaffungen lassen sich häufig nur über Projektfördermittel realisieren. Der SJR musste über die Jahre lernen, dass neben der klassischen Jugendarbeit auch eine bildungsorientierte Jugendarbeit erforderlich und auch sinnvoll ist. Dabei ist er für viele ein wichtiger und zuverlässiger Partner geworden. Der SJR engagiert sich heute unter anderem bei der Organisation von Musik- und Sportevents (z.B. Rock am Teich, Bolzplatz- und Allroundturniere), in der Umwelt- und Demokratieerziehung, der Berufsorientierung oder organisiert preiswerte Auslandsfreizeiten. Wichtig ist uns dabei immer an den Interessen der Jugendlichen dran zu sein und sie zur Mitwirkung zu befähigen. Leider sind heute immer weniger Jugendliche bereit, sich aktiv für eine bessere Gesellschaft einzusetzen.
Sehr erfreulich ist es daher, wenn sich 20 Jugendliche spontan im Stadtrat einfinden und sich für ihr Jugendhaus engagieren wollen und den Prozess hinterfragen. Bedauerlich ist, wenn einige Jugendliche, ohne die Hintergründe zu kennen, gegen den Stadtjugendring schlechte Stimmung machen. Wenn es zu einer Trägerschaft des SJR kommen sollte, dann geht es uns darum, die bestehenden und bedarfsgerechten Angebote zu erhalten und weiter zu entwickeln. Hierfür sind wie eh und je aktive Jugendliche gefragt!
Stadtjugendring Sondershausen e.V.
Autor: khhZur letzten Stadtratssitzung haben etwa 20 interessierte Jugendliche die Möglichkeit genutzt sich über das "Haus der Jugend (HDJ)" in Jecha zu informieren. Die Stadt Sondershausen beabsichtigt das HDJ in freie Trägerschaft zu geben. Der Stadtjugendring wurde als möglicher Träger von 3 Jugendlichen in ein falsches Licht gestellt, weil die Zusammenhänge vermutlich nicht gesehen werden. Uns wurde der Vorwurf gemacht, dass wir uns angeblich kaum um die Jugendarbeit in Sondershausen kümmern.
Auch wenn eine Trägerschaft des HDJ durch den Stadtjugendring (SJR) zum jetzigen Zeitpunkt nicht spruchreif ist, möchten wir unsere Jugendarbeit im Zusammenhang mit dem HDJ beleuchten. Dafür ist ein Blick in die Geschichte hilfreich.
Anfang der 90er Jahre war der SJR Mitbegründer vom Haus der Jugend und engagiert sich seither für die Weiterentwicklung der Jugendarbeit. Nach dem politischen Umbruch bekam die Sondershäuser Jugend und der neu gegründete Stadtjugendring das ehemalige Haus der "Freien Deutschen Jugend" in der Güntherstraße. Dieses wurde zum "Haus der Jugend". Wegen Rückübertragungsansprüchen des Eigentümers mussten wir da aber wieder raus. Der SJR setzte sich daraufhin für den Erhalt eines Jugendhauses ein, was dann auch gelang. Im Jahr 1992 bekamen wir mit samt Jugendlichen den ehemaligen Kindergarten in Jecha der von da an zum "Haus der Jugend" wurde.
Zu den damals aktiven Jugendlichen im HDJ zählten Initiativen wie die Schülerumweltgruppe "Löwenzahn", der "Sondershäuser Fahrradclub", der CVJM, mehrere Jugendinitiativen demokratischer Parteien, Nachwuchsbands und ab Mitte der 90er Jahre Vereine wie die Düne, Pro Art, CU96 und das Linke Forum. Um den vielfältigen Jugendkulturen gerecht zu werden, wurde der Stadtjugendring ab 1993 von der Stadt beauftragt als ansässiger Verein die inhaltliche Jugendarbeit im HDJ durchzuführen. Ab 1997 ging das HDJ in städtische Trägerschaft, denn von da an wurde die Jugendarbeit in der Stadt neu strukturiert um eine Gleichberechtigung der Jugendlichen im gesamten Stadtgebiet zu sichern. Hinzu kamen der Kreisjugendring mit dem späteren Just sowie im Verlauf der Jahre mehrere Jugendclubs in den Ortsteilen. Durch die Eingemeindungen hält dieser Prozess bis heute an.
Der Stadtjugendring selbst hat ab 1997 den Kreisjugendring beim Aufbau des Jugendbereiches im Just unterstützt sowie seinen Sitz in das heutige HOC im Wohngebiet Hasenholz-Östertal verlegt und die Jugend- und Bildungsarbeit dort weiter aufgebaut. In den Folgejahren hat sich der SJR auch für die Jugendarbeit im Ortsteil Jecha eingesetzt. So wurden in Kooperation mit der Stadt Fördermöglichkeiten gesucht, um die Möglichkeiten im HDJ zu erweitern. In diesem Zuge entstanden auch der Bandproberaum (bereits 1992) und später dann das Tonstudio, der Fitnessraum und das Fotolabor. In jüngster Zeit auch der Seminarraum.
Solche Anschaffungen lassen sich häufig nur über Projektfördermittel realisieren. Der SJR musste über die Jahre lernen, dass neben der klassischen Jugendarbeit auch eine bildungsorientierte Jugendarbeit erforderlich und auch sinnvoll ist. Dabei ist er für viele ein wichtiger und zuverlässiger Partner geworden. Der SJR engagiert sich heute unter anderem bei der Organisation von Musik- und Sportevents (z.B. Rock am Teich, Bolzplatz- und Allroundturniere), in der Umwelt- und Demokratieerziehung, der Berufsorientierung oder organisiert preiswerte Auslandsfreizeiten. Wichtig ist uns dabei immer an den Interessen der Jugendlichen dran zu sein und sie zur Mitwirkung zu befähigen. Leider sind heute immer weniger Jugendliche bereit, sich aktiv für eine bessere Gesellschaft einzusetzen.
Sehr erfreulich ist es daher, wenn sich 20 Jugendliche spontan im Stadtrat einfinden und sich für ihr Jugendhaus engagieren wollen und den Prozess hinterfragen. Bedauerlich ist, wenn einige Jugendliche, ohne die Hintergründe zu kennen, gegen den Stadtjugendring schlechte Stimmung machen. Wenn es zu einer Trägerschaft des SJR kommen sollte, dann geht es uns darum, die bestehenden und bedarfsgerechten Angebote zu erhalten und weiter zu entwickeln. Hierfür sind wie eh und je aktive Jugendliche gefragt!
Stadtjugendring Sondershausen e.V.
