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nnz/kn-Tipp: Wenn aus Algen Energie wird

Samstag, 08. Oktober 2011, 10:15 Uhr
Woher stammt die Energie der Zukunft? Sicherlich nicht mehr aus fossilen Rohstoffen wie Öl und Gas. Wissenschaftler forschen daran, welche regenerativen Quellen sich stattdessen künftig nutzen lassen. Große Chancen werden beispielsweise Algen eingeräumt...


Zu den Experten auf diesem Gebiet zählt Professor Olaf Kruse, Leiter des Lehrstuhls Algenbiotechnologie und Bioenergie an der Universität Bielefeld: "Gegenüber Pflanzen wie Mais, Raps und Zuckerrübe kann aus Mikroalgen die fünf- bis zehnfache Menge an Biomasse gewonnen werden, und das CO2-neutral."In Kruses Labor ist bereits ein Testreaktor in Betrieb. Bläschen blubbern permanent durch die hellgrüne Nährflüssigkeit - ideale Wachstumsbedingungen, unter denen sich die Einzeller schnell und effizient vermehren. Die Biomasse lässt sich in Treibstoffe wie Biodiesel, Biogas oder Wasserstoff umwandeln. Einziger Nachteil: Die Produktionskosten sind derzeit noch zu hoch. "Die Entwicklung der Reaktoren steckt in den Kinderschuhen und es gibt erst wenige größere Anlagen", betont der 50-jährige Wissenschaftler.

Doch das soll sich bald ändern: In Kooperation mit der Universität Karlsruhe und der University of Queensland in Australien arbeitet Professor Kruse daran, die Wirtschaftlichkeit der Bioenergiegewinnung zu verbessern. Im Frühjahr 2012 soll "down under" eine Testanlage eröffnet werden. Unter www.bielefeld-bewegt.de gibt es weitere Informationen zu diesem Projekt.
Autor: djd1

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