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Burnout: Viele Hilferufe

Freitag, 21. Oktober 2011, 00:55 Uhr
Am Telefon der Expertenhotline der DAK Sondershausen beantwortete man Fragen zur krankhaften Erschöpfung und gab Ratschläge. Zu den am häufigsten gestellten Fragen erreichte kn folgende Information der DAK-Krankenkasse...

Bin ich "nur" erschöpft oder schon ausgebrannt? Die zentrale Frage zur Burnout-Erkrankung wird aktuell bundesweit diskutiert. Auch bei der Telefon-Hotline der DAK Sondershausen am Donnerstag erreichten die medizinischen Experten viele Hilferufe. "Die meisten Anrufer wollten wissen, wie man das sogenannte Erschöpfungssyndrom erkennt und wie man sich schützen kann", sagt Reinhard Puschner von der DAK Sondershausen. Reden über das Problem sei für die Betroffenen und ihre Angehörigen ein wichtiger erster Schritt zur Lösung. Wenn aber die "Ventile" zur Entlastung im Beruf oder in der Familie nicht mehr ausreichten, sei bei einer Burnout-Erkrankung auch professionelle Hilfe erforderlich.

Die häufigsten Fragen und Antworten im Überblick:

1) Was sind die ersten Anzeichen eines Burnouts?
Frühe Warnsignale des Körpers sind zum Beispiel häufige
und länger anhaltende Kopfschmerzen, Magenschmerzen, Nacken- und
Schulterverspannungen oder Schlafstörungen. Wer die Symptome ignoriert, kann in einen Teufelskreis geraten: Belastbarkeit, Leistungsfähigkeit und Verhalten bei der Arbeit verschlechtern sich. Es kann sich ein Sinn- und Werteverlust einstellen sowie körperliche und psychosomatische Beschwerden auftreten. Hier muss dringend gehandelt werden.

2) Wie kann man sich vor einem Burnout schützen?
Schon viele einfache Dinge helfen gefährdeten Menschen, nicht in ein Überlastungssyndrom zu verfallen. Wer gezielt Entspannungszeiten einplant, gibt seinem Körper und seiner Seele Zeit zur Regeneration. Auch Zeit mit dem Partner und der Familie sowie sportliche Aktivitäten ohne Leistungsdruck sind als "Ventil" wichtig, um sich einen Ausgleich für berufliche Anspannung zu schaffen. Auch ausreichender Schlaf ist wichtig.


3) Was sind die Ursachen des Burnouts?
Burnout entsteht, wenn Betroffene nicht mit Termin- und Leistungsdruck zurechtkommen. Die Menschen fühlen sich von anderen gehetzt und daher gestresst. Dadurch haben Betroffene mehr und mehr den Eindruck, in ihrer Arbeit "fremdbestimmt" zu werden. Folge sind innere Unzufriedenheit und Leere. Gleichzeitig sehen die Betroffenen keine Möglichkeit, etwas an ihrer Situation zu ändern. Sie fühlen sich anderen und den vermeintlichen oder tatsächlichen Zwängen ausgeliefert. Die Entwicklung eines Burnouts wird durch verschiedene Faktoren begünstigt und verstärkt wie zum Beispiel Perfektionismus, Ehrgeiz, hohes Engagement oder die Neigung zum "Helfersyndrom". Je mehr sich der Betroffene engagiert und je weniger er sich von persönlichen oder beruflichen Belastungen "abgrenzen" kann, desto anfälliger ist er, in den "Sog" der Überforderung zu geraten. Am Ende sind die Menschen nicht "nur" erschöpft, sondern ausgebrannt - das typische Burnout
Autor: khh

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