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Schulkinowoche im Panorama

Freitag, 28. Oktober 2011, 06:00 Uhr
Auch in diesem Jahr nimmt das StuKi 76 an der von VISION KINO organisierten Schulkinowoche teil, ein medienkundliches Angebot für den Unterricht.

Montag, 14. November bis Freitag, 18. November vormittags im StuKi 76 findet das Ganze statt. Didaktische Materialien werden auf der Internetseite von VISION KINO bereitgestellt. Wie im Vorjahr kostet der Eintritt pro Schüler 3,- €, Lehrer haben freien Eintritt.

Schulkinowoche im Panorama (Foto: Fred Böhme) Schulkinowoche im Panorama (Foto: Fred Böhme)

Foto "Schulkinoeoche 3"; Rechteinhaber: Fred Böhme / Archiv Panorama Museum

Folgendes Programm wird dieses Mal geboten (Bei den mit * gekennzeichneten Filmen sind noch freie Plätze vorhanden):
Wochentag Datum Zeit.......... Film
Montag14.11. 8:30 Der kleine Nick
10:30 Der ganz große Traum *
Dienstag15.11. 8:30 The King´s Speech
11:00 The King´s Speech
Mittwoch16.11. 8:30 Der kleine Nick
10:30 Der kleine Nick *
12:30
Donnerstag17.11. 8:15 The King´s Speech
10:30 Der ganz große Traum *
12:30
Freitag18.11. 8:30 Der ganz große Traum *
10:30 Der ganz große Traum *


Der kleine Nick (F 2009)
Regie: Laurent Tirard
Drehbuch: Alain Chabat, René Goscinny
Darsteller: Maxime Godart (Nick), Valérie Lemercier (Mutter von Nick), Kad Merad (Vater von Nick), François Damiens (Blédur), Vincent Claude (Alceste), Charles Vaillant (Geoffroy), Victor Carles (Clotaire), Benjamin Averty (Eudes)

Als einer von seinen Klassenkameraden erzählt, dass sich daheim alles nur noch um das Neugeborene dreht und er bald nicht mehr zum Unterricht erscheint, glauben alle, ihr Kumpel sei von seinen Eltern im Wald ausgesetzt worden. Der kleine Nick ist ganz besonders aufgeschreckt, denn in einem Gespräch seiner Eltern hat er gehört, dass seine Mama schwanger ist. Um dem Schicksal, im Wald ausgesetzt zu werden, zu entgehen, will er sich als perfektes Kind bewähren. Gemeinsam mit seinen Freunden bringt er die Wohnung auf Vordermann und will sogar einen Gangster anheuern, der den zukünftigen kleinen Rivalen entführen soll.

Wie unter einem Brennglas betrachtet Laurent Tirard seinen jungen Protagonisten in Kniestrümpfen, kurzer Hose, rotem Pullunder und weißem Hemd, ein cleveres und sympathisches Kerlchen, dargestellt von Maxime Godart in überzeugender Naivität und Frische, wie die anderen Kinderdarsteller entspricht er genau den Vorstellungen der Leser. In Zeiten der globalen Krise und Unsicherheit erfüllt die dargestellte Welt vielleicht die Sehnsucht nach längst vergangener Ordnung, aber Tirard lässt leichte Ironie aufblitzen beim scheinbar rosaroten Rückblick und somit ahnen, dass nicht alles so wunderschön war, wie es auf den ersten Blick aussieht. Mit seinen kräftigen und lebensfrohen Farben, stilisierter Ausstattung im 1950er Jahre Setdesign und schicken Oldtimern nimmt "Der kleine Nick" mit seinen Lausbubenstreichen rasant die Fahrt auf in ein Reich der Fantasie und eine ferne Kindheit. Könnte gut sein, dass sich die Großen trotz Märchenhaftigkeit mehr amüsieren als die Kleinen. mk.


Der ganz große Traum (D 2011)
Regie: Sebastian Grobler
Drehbuch: Philipp Roth, Johanna Stuttmann
Darsteller: Daniel Brühl, Burghardt Klaußner, Thomas Thieme, Jürgen Tonkel, Justus von Dohnányi, Axel Prahl u.a.

Konrad Koch wird 1874 am Martino-Katharineum in Braunschweig als Englischlehrer eingestellt. Um die Aufmerksamkeit seiner Schüler zu wecken, bringt er ihnen das neue Spiel Fußball bei, das er bei einem langjährigen England-Aufenthalt kennen gelernt hat. Bei den Schülern kommt die neue Sportart gut an, doch bei den konservativen Lehrerkollegen und Eltern stößt Koch auf Widerstand und ihm wird schließlich gekündigt. Doch die Schüler setzen sich für ihren Lehrer ein, um ihm zu helfen. Der Film wurde zum Teil in und um Braunschweig gedreht und hatte ein Budget von knapp 5,5 Millionen Euro. Insbesondere entstand ein Großteil der Aufnahmen im Gymnasium im Schloss in Wolfenbüttel.
The King´s Speech - Die Rede des Königs
Regie: Tom Hooper
Drehbuch: David Seidler

Darsteller: Michael Gambon, Colin Firth, Guy Pearce, Helena Bonham Carter, Geoffrey Rush
Es ist ein persönliches Drama auf großer Bühne, kraft des neuen Massenmediums Radio zig tausendfach verstärkt: Dies muss Albert, Duke of York und Sohn des englischen Regenten King George V., auf peinlich-demütigende Weise erleben, als er im Jahre 1925 im Wembley Stadium eine Eröffnungsrede halten muss - denn er ist Stotterer. Und doch wird er 14 Jahre später The King's Speech halten, als er vors Mikrofon tritt, um den Mitbürgern des Englischen Empires mitzuteilen, dass England Deutschland den Krieg erklärt. Zu diesem Zeitpunkt ist aus Bertie, wie er im Kreise seiner Familie gerufen wird, King George VI. geworden, nachdem sein Vater verstorben ist und sein älterer Bruder David abdankte, um eine bürgerliche Amerikanerin zu heiraten.

Bis er für The King's Speech allerdings bereit ist, muss der König durch das Fegefeuer einer ganz besonderen Sprachtherapie gehen. Da bisherige Versuche der Sprachkorrektur fehlgeschlagen sind, greift seine liebevolle Gattin Elizabeth, die spätere Queen Mum, zu einer unkonventionellen Methode in Form des australischen Schauspielers und Sprechtrainers Lionel Logue. Durch seine provozierende Art lockt er den König systematisch aus der Reserve. Und doch ist es der Beginn einer lebenslangen Freundschaft. Der Film, inszeniert von Tom Hooper, erlebte seine Premiere im Herbst 2010 auf dem Telluride Film Festival und zog seitdem große mediale Aufmerksamkeit auf sich inklusive zahlreicher Nominierungen und Preise. Beim Heimspiel in England gewann The King's Speech allein in fünf Kategorien den British Independent Film Award, darunter in den Kategorien Bester Hauptdarsteller, Bester Nebendarsteller und Beste Nebendarstellerin sowie in der Kategorie Bestes Drehbuch.
Autor: khh

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